| von Sabine Spinnarke
Der neue Leitstand von Audi im Werk Puebla. Von hier haben nicht nur die Mexikaner Zugriff auf ihre Produktion.
Über das "Gehirn der Fabrik", wie Hubert Waltl den neuen Leitstand nennt, haben nicht nur die Mexikaner Zugriff auf ihre Produktion. - Bilder: S. Spinnarke

"Der zentrale P-Leitstand ist der modernste im Audi-Produktionsverbund und steht sinnbildlich für die Audi Smart Factory", sagt Produktionsvorstand Prof. Hubert ­Waltl. Das mexikanische Werk ist mit allen anderen Standorten vernetzt. 105 Mitarbeiter aus verschiedenen Fachbereichen arbeiten in dem zentral gelegenen ‚Tower‘, wie die Mitarbeiter ihren Leitstand nennen.

Es sind erstmals fünf Leitstände zusammengefasst, die an anderen Audi-Standorten oftmals noch räumlich getrennt sind. Hunderte Terabytes an Daten werden kontinuierlich ausgewertet und den Managern beispielsweise in Echtzeit auf deren Smartphones geschickt.

Auf jede Störmeldung aus der Produktion können die Instandhalter schnell und autonom reagieren. Sogar aus Ingolstadt können sich die Kollegen per Fernzugriff auf den Leitstand aufschalten, um fachliche Unterstützung zu leisten oder in die Produktion einzugreifen. Die Auswertung der Logistikdaten ermöglicht, auf Zulieferprobleme schnell zu reagieren – in Mexiko öfter einmal notwendig.

"Wir beobachten die Bewegung unserer Transportbehälter vom Zulieferer bis ins Werk. Vor drei Wochen hat ein LKW sich plötzlich nicht mehr weiterbewegt", berichtet ein Audi-Mitarbeiter. Als der losgeschickte Hilfstrupp beim LKW ankam, war dieser allerdings schon leergeräumt.

In verschiedenen Projekten beschäftigt Big Data und künstliche Intelligenz die Audi-Chefs. Vieles lasse sich damit verbessern: "Eine Verfügbarkeit von 99 % sollten wir hinbekommen", ist sich Waltl sicher.

Mexiko feiert seine Audi-"Könige"

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