ASML profitiert von der hohen Nachfrage nach KI-Infrastruktur. Umsatz und Gewinn legen deutlich zu. Weil Kunden bereits Bestellungen bis 2030 planen, prüft der Chipausrüster einen weiteren Ausbau seiner Kapazitäten.
Die ASML-Zentrale im niederländischen Veldhoven: Der Spezialist für Litografiesysteme profitiert vom KI-Boom und prüft angesichts der steigenden Nachfrage einen weiteren Ausbau seiner Produktionskapazitäten.ASML
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ASML steigert den Quartalsumsatz auf knapp 11,7 Milliarden EUR und den Gewinn auf fast fünf Milliarden EUR.
Investitionen in KI-Infrastruktur treiben die Nachfrage nach Litografiesystemen.
Kunden signalisieren bereits Interesse an Bestellungen für 2029 und 2030.
ASML prüft, seine Kapazitäten für 2028 stärker als die bisher geplanten 30 % auszubauen.
Der niederländische Chipausrüster ASML profitiert weiterhin von den steigenden Investitionen in künstliche Intelligenz. Wie aus der Unternehmensmitteilung hervorgeht, legten Umsatz und Gewinn im dritten Quartal deutlich zu. Gleichzeitig hob der Spezialist für Litografiesysteme seine Kapazitätsprognose an.
Konzernchef Christophe Fouquet verwies auf eine anhaltend steigende kurz- und mittelfristige Nachfrage. Wesentlicher Wachstumstreiber seien Investitionen in KI-Infrastruktur. Die Nachfrage reicht inzwischen weit über die kommenden Geschäftsjahre hinaus.
Nach Angaben von Fouquet haben einige Kunden bereits Interesse an Bestellungen für die Jahre 2029 und 2030 signalisiert. Damit wächst der Druck auf die geplanten Fertigungskapazitäten.
"Angesichts dieser hohen Transparenz und einer Dynamik im Auftragseingang, die im laufenden Jahr von Quartal zu Quartal zunimmt, gehen wir nun davon aus, dass unser derzeit für 2027 und 2028 geplantes Angebot die Nachfrage unserer Kunden nicht vollständig decken wird", berichtete Fouquet.
ASML prüft deshalb eine weitere Ausweitung seiner Kapazitäten. "Vor diesem Hintergrund prüfen wir Möglichkeiten, die Kapazität für 2028 über die bereits kommunizierte Steigerung von 30 Prozent hinaus zu erhöhen."
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Die starke Nachfrage spiegelt sich auch in den Quartalszahlen wider. Im dritten Quartal erhöhte ASML den Umsatz von 9,3 Milliarden EUR im Vorquartal auf knapp 11,7 Milliarden EUR. Damit erfüllte das Unternehmen die Erwartungen der Analysten.
Auch die Profitabilität verbesserte sich. Die Bruttomarge stieg um 3,5 Prozentpunkte auf 57,5 %. Unter dem Strich erzielte ASML einen Gewinn von knapp fünf Milliarden EUR. Im vorangegangenen Quartal waren es noch fast drei Milliarden EUR gewesen.
Wie entwickelt sich das Geschäft von ASML weiter?
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Für das vierte Quartal erwartet der Konzern einen weiteren Umsatzanstieg auf 14,2 bis 15,2 Milliarden EUR. Die Bruttomarge soll bei rund 57 % liegen.
Auch für das Gesamtjahr 2026 zeigt sich ASML optimistischer als noch im vorherigen Quartal. Der Chipausrüster rechnet mit Erlösen zwischen 44 und 45 Milliarden EUR sowie einer Bruttomarge von rund 56 %.
Die angehobenen Erwartungen und die Überlegungen zum Kapazitätsausbau verdeutlichen, wie stark die Investitionen in KI-Infrastruktur derzeit das Geschäft des niederländischen Herstellers prägen.
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mit Material der dpa
Was Sie zum Thema ASML wissen müssen
Warum profitiert ASML vom KI-Boom? Die steigenden Investitionen in KI-Infrastruktur erhöhen die Nachfrage nach den Litografiesystemen des niederländischen Chipausrüsters.
Wie hoch ist der Quartalsumsatz von ASML? ASML erzielte im dritten Quartal einen Umsatz von knapp 11,7 Milliarden EUR, nach 9,3 Milliarden EUR im Vorquartal.
Warum will ASML seine Kapazitäten erweitern? Das Unternehmen erwartet, dass die derzeit geplanten Kapazitäten für 2027 und 2028 nicht ausreichen, um die Kundennachfrage vollständig zu bedienen.
Welche Prognose gibt ASML für 2026 ab? ASML erwartet einen Jahresumsatz von 44 bis 45 Milliarden EUR und eine Bruttomarge von rund 56 %.
Wie weit reicht die Nachfrage bei ASML? Einige Kunden haben bereits Interesse an Bestellungen für die Jahre 2029 und 2030 signalisiert.