Die Materialengpässe in der deutschen Industrie nehmen wieder zu. Laut ifo Institut meldeten im September 14,6 % der Unternehmen fehlende Vorprodukte. Besonders betroffen sind die Elektroindustrie, Chemie und der Maschinenbau.
Die Materialengpässe in der deutschen Industrie nehmen wieder zu. Besonders betroffen sind die Elektroindustrie, die Chemiebranche und der Maschinenbau. Die ifo-Zahlen zeigen jedoch deutliche Unterschiede zwischen den einzelnen Industriezweigen.ifo Institut
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Im September meldeten 14,6 % der deutschen Industrieunternehmen Materialengpässe, nach 13,3 % im August.
Besonders angespannt ist die Versorgung bei Herstellern von Datenverarbeitungsgeräten sowie elektronischen und optischen Erzeugnissen mit 37,8 %.
Im Maschinenbau stieg der Anteil betroffener Unternehmen von 14,9 auf 16,3 %, in der Chemieindustrie von 12,5 auf 18,0 %.
In der Metallerzeugung und -bearbeitung entspannte sich die Lage deutlich. Auch bei elektrischen Ausrüstungen gingen die Engpässe zurück.
Die Materialversorgung in der deutschen Industrie hat sich im September wieder leicht verschlechtert. Wie aus den aktuellen Umfragen des ifo Instituts hervorgeht, berichteten 14,6 % der Industrieunternehmen von fehlenden Vorprodukten. Im August hatte der Anteil noch bei 13,3 % gelegen.
Allerdings entwickeln sich die Lieferengpässe je nach Industriezweig unterschiedlich. Während einige Branchen zunehmend unter Materialknappheit leiden, hat sich die Versorgungssituation in anderen Bereichen verbessert.
„Von flächendeckenden Anstieg der Lieferengpässen in der Industrie kann noch keine Rede sein. In einzelnen Branchen werden fehlende Vorprodukte aber wieder zu einem größeren Problem“, sagt Klaus Wohlrabe, Leiter der ifo Umfragen.
Wo nehmen die Materialengpässe besonders stark zu?
Besonders angespannt bleibt die Versorgungslage bei Herstellern von Datenverarbeitungsgeräten sowie elektronischen und optischen Erzeugnissen. Hier stieg der Anteil der Unternehmen mit Materialengpässen von 33,2 % im August auf 37,8 % im September.
Damit weist dieser Industriebereich unter den genannten Branchen den höchsten Anteil betroffener Unternehmen auf. Insbesondere das Zusammenspiel aus hoher Nachfrage und eingeschränkter Materialverfügbarkeit bereitet Probleme.
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„Gerade in Teilen der Elektroindustrie trifft eine kräftige Nachfrage auf eine angespannte Materialversorgung. Fehlende Vorprodukte könnten dort zunehmend zum Flaschenhals werden“, sagt Wohlrabe.
Materialengpässe im Maschinenbau und in der Chemie
Auch in der chemischen Industrie hat sich die Materialversorgung wieder verschlechtert. Im September meldeten 18,0 % der Unternehmen fehlende Vorprodukte. Im Vormonat waren es noch 12,5 % gewesen.
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Im Maschinenbau fällt der Anstieg geringer aus. Hier erhöhte sich der Anteil der Unternehmen mit Materialengpässen von 14,9 auf 16,3 %. Damit ist die Branche ebenfalls von einer zunehmenden Knappheit bei Vorprodukten betroffen.
Eine deutliche Entspannung zeigt sich dagegen in der Metallerzeugung und -bearbeitung. Dort sank der Anteil der Unternehmen mit Materialengpässen von 21,1 auf 14,2 %.
Auch bei den Herstellern elektrischer Ausrüstungen verbesserte sich die Versorgungssituation leicht. Der Anteil betroffener Unternehmen ging von 29,5 auf 27,4 % zurück. Trotz des Rückgangs bleibt das Niveau vergleichsweise hoch.
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In der Automobilindustrie hat sich die Lage hingegen kaum verändert. Dort berichteten im September 8,9 % der Unternehmen von Materialengpässen.
Insgesamt zeigen die ifo-Zahlen eine uneinheitliche Entwicklung: Während die Versorgung mit Vorprodukten in einzelnen Industriezweigen wieder schwieriger wird, verzeichnen andere Branchen eine Entspannung.
mit Material des ifo-Instituts
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Was Sie zum Thema Materialengpässe in der Industrie wissen müssen
• Wie stark sind die Materialengpässe in der deutschen Industrie gestiegen? – Im September meldeten 14,6 % der Unternehmen fehlende Vorprodukte. Im August waren es 13,3 %.
Welche Branchen sind besonders von Materialengpässen betroffen? – Besonders betroffen sind Hersteller von Datenverarbeitungsgeräten sowie elektronischen und optischen Erzeugnissen mit 37,8 %. Auch die Hersteller elektrischer Ausrüstungen melden mit 27,4 % weiterhin erhebliche Engpässe.
Wie entwickeln sich die Materialengpässe im Maschinenbau? – Der Anteil der betroffenen Maschinenbauunternehmen stieg von 14,9 % im August auf 16,3 % im September.
Wo haben sich die Materialengpässe in der Industrie verringert? – Besonders deutlich entspannte sich die Lage in der Metallerzeugung und -bearbeitung. Dort sank der Anteil betroffener Unternehmen von 21,1 auf 14,2 %.
Warum nehmen die Materialengpässe in Teilen der Elektroindustrie zu? – Laut ifo Institut trifft dort eine kräftige Nachfrage auf eine angespannte Materialversorgung. Fehlende Vorprodukte könnten dadurch zunehmend zum Produktionsengpass werden.