Der erste vollelektrische Wagen von Seat, der Cubra El-Born.

Seat will weiter in Elektromobilität investieren. Das Bild zeigt das erste vollelektrische Modell des Autobauers, den Cubra El-Born. - Bild: Seat

| von Anja Ringel

Die spanische Volkswagen-Tochter Seat will bis 2025 fünf Milliarden Euro in Forschung sowie in die Entwicklung neuer Modelle und Werke investieren. Man habe das Ziel, am katalanischen Hauptstandort Martorell vollelektrische Fahrzeuge zu fertigen, sagte der seit Jahresanfang amtierende neue Vorstandschef Carsten Isensee am Mittwoch (8.7.) in Barcelona. "Mit diesem Investitionsplan zeigen wir, dass wir mit Entschlossenheit und Optimismus an einem stärkeren, innovativeren und nachhaltigeren Unternehmen arbeiten."

Mit dem Geld sollen den Angaben zufolge in erster Linie neue Projekte zur Elektrifizierung der Flotte finanziert werden. Zudem werden die Werke in Martorell und Barcelona neue Produktionsanlagen bekommen. Man wolle die Umwandlung der Autoindustrie in Spanien vorantreiben, so Isensee: "Die Zukunft erfordert mehr Digitalisierung, mehr Automation, mehr Einsatz erneuerbarer Energien." In den vergangenen zehn Jahren habe Seat die Umweltbelastung um 43 Prozent reduziert.

Wayne Griffiths, Vorstand für Vertrieb und Marketing, erklärte, der aktuelle Wandel der Branche sei für neue Marken wie die 2018 ins Leben gerufene Cupra "eine Riesenchance". Man könne damit einen Umsatz von einer Milliarde Euro erreichen, "sobald die gesamte Produktpalette auf dem Markt verfügbar ist".

Das erste vollelektrische Werk wird in Zwickau gebaut

Im zweiten Halbjahr beginnt die Produktion des Cupra Formentor. Der Cupra El-Born soll 2021 folgen. Dieses erste vollelektrische Modell der Marke wird im VW-Werk Zwickau gebaut, wo auch der Volkswagen ID.3 entsteht - das leicht verzögerte, wichtigste VW-Projekt 2020. Der Wagen soll eine neue Reihe von E-Fahrzeugen begründen. Die Gesamtinvestitionen im Konzern liegen bis 2024 bei 33 Milliarden Euro, davon entfällt ein Drittel auf die Autos der VW-Hauptmarke.

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