Rauf oder runter: Wie wird sich die Konjunktur entwickeln?

Rauf oder runter: Wie wird sich die Konjunktur entwickeln? - Bild: Gerd Altmann auf Pixabay

Es war der dritte Rückgang in Folge. Analysten hatten zwar einen Dämpfer erwartet, aber im Schnitt nur auf minus 22,0 Punkte.

"Insbesondere die Fortsetzung des Negativtrends bei den Auftragseingängen der deutschen Industrie dürfte die Finanzmarktexperten in ihrem Konjunkturpessimismus bestätigt haben", kommentierte ZEW-Präsident Achim Wambach. Eine nachhaltige Eindämmung der Unsicherheitsfaktoren für die exportorientierten Branchen der deutschen Wirtschaft sei derzeit nicht in Sicht.

Die aktuelle Wirtschaftslage wurde von den Befragten ebenfalls schlechter bewertet. Der entsprechende Indikator fiel im Juli um 8,9 Punkte auf minus 1,1 Zähler.

 

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Sorge um die deutsche Industrie

Experten machen sich zunehmend Sorgen um die deutsche Industrie. "Der nun schon seit längerem anhaltende Auftragsschwund in der Industrie, hinterlässt langsam aber sicher tiefe Kerben in der Wirtschaftsentwicklung", sagte Chefvolkswirt Thomas Gitzel von der VP Bank. Vor allem in den deutschen Schlüsselindustrien Automobil- und Maschinenbau sowie in der Chemiebranche "nehmen die Sorgenfalten zu".

Zuletzt hatte die Europäische Zentralbank (EZB) vor dem Hintergrund der Konjunkturflaute in der Eurozone eine Lockerung der Geldpolitik ins Spiel gebracht. Mit Blick auf die erneut enttäuschend ausgefallene ZEW-Umfrage sagte Analyst Patrick Boldt von der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba): "Durch die Datenveröffentlichung werden die Spekulationen auf eine EZB-Zinssenkung Ende dieses Monats tendenziell verstärkt."

An der ZEW-Umfrage haben sich 189 Analysten und institutionelle Anleger beteiligt. Am Devisenmarkt geriet der Euro nach Veröffentlichung der Daten unter Druck. Der Kurs fiel auf ein Tagestief bei 1,1236 US-Dollar.

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