Wann ist eine Produktion wirklich nachhaltig und was bedeutet das eigentlich? Bild: Pixabay/frei

Wann ist eine Produktion wirklich nachhaltig und was bedeutet das eigentlich? Bild: Pixabay/frei

| von Florian Blum

Hat "Geiz ist Geil" ausgedient? Laut einer Umfrage der Unternehmensberatung Accenture aus dem Jahre 2019 sind knapp die Hälfte der deutschen Verbraucher durchaus bereit, mehr Geld für nachhaltige Produkte auszugeben. Allem Anschein nach wünschen sich Verbraucher, dass Unternehmen mehr Verantwortung übernehmen - für die Menschen, die sie beliefern und die Natur, die sie mit Rohstoffen versorgt. Für Unternehmen ist das ein starkes Argument, das zeigt: Nachhaltig wirtschaften und produzieren lohnt sich! Die Gründe dafür liegen auf der Hand, sind aber noch längst nicht bei jedem Unternehmen angekommen. Warum CEOs und Produktionsleiter jetzt handeln müssen, zeigen die folgenden Potenziale.

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  • Ihre Fabrik und Fertigungslinie mittels 3DExperience-Twin modellieren
  • Prozesspläne erstellen und die Arbeit organisieren
  • Das Wertschöpfungsnetzwerk vorab digital optimieren
  • Den Durchsatz der Anlage maximieren
  • Die Logistik anpassen
  • Transparenz und Nachhaltigkeit schaffen indem die Daten aus der realen Fabrik wieder in den digitalen Zwilling zurückfließen

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Warum ökologisch produzieren?

Rohstoffe wie Erdöl oder verschiedene Metalle werden knapp, die Preise steigen immer weiter. Der zunehmenden Ausbeutung natürlicher Ressourcen - dazu gehören Natur und Mensch - steht ein nachhaltiges Wirtschaften diametral gegenüber, das Profit und Verantwortung in Einklang bringt: Das Wissen, Teil eines großen Ganzen zu sein, eines Uhrwerks, das langfristig nur dann laufen wird, wenn finanzielle Rentabilität mit sozialer Gerechtigkeit und ökologischer Integrität einhergehen.

Nachhaltigkeit: Große Zustimmung bei Generation Y und Z

Die Millenials, das heißt alle, die zwischen 1981 und 1994 geboren wurden, und die Generation Z, die zwischen 1995 und 2009 geboren ist, treiben durch ihr Konsumverhalten das Wachstum des Markts für Nachhaltigkeit voran. Innerhalb dieser beiden Gruppen sind es fast 75 Prozent, die bereit sind, für nachhaltige Produkte mehr zu bezahlen. Das ist das Ergebnis einer Nielsen-Studie aus 2018.

Nachhaltige Produktion bedeutet deshalb immer die Herstellung von Produkten durch wirtschaftlich sinnvolle Prozesse, die negative Auswirkungen auf die Umwelt minimieren und gleichzeitig Energie und natürliche Ressourcen schonen. Aus Sicht von Unternehmen ergeben sich daraus fünf Gründe für ein Handeln im Sinne von Nachhaltigkeit:

  1. Steigerung der betrieblichen Effizienz durch Reduzierung von Kosten und Verschwendung
  2. Kundengewinnung und Steigerung des Wettbewerbsvorteils
  3. Schutz und Stärkung von Marke und Ruf und Aufbau von öffentlichem Vertrauen
  4. Aufbau von langfristiger geschäftlicher Rentabilität und langfristigem Erfolg (vs. kurzfristige Profit-Strategien)
  5. Reaktion auf regulatorische Beschränkungen und Chancen

So geht nachhaltige Produktion mit dem digitalen Zwilling

Die 3D-Experience-Plattform ist eine Business Experience-Plattform von Dassault Systèmes, die als Public Cloud oder als On-Premise-Private-Lösung verfügbar ist. Mit der Entwicklung steht produzierenden Unternehmen eine webbasierte Plattform für Innovationsmanagement, Engineering, unternehmensübergreifende Zusammenarbeit und Geschäftsprozesse zur Verfügung. Dassault Systèmes selbst spricht auch von der „Business Experience Plattform, in der alle Abteilungen und Disziplinen gemeinsam das Produkt und seine Produktion virtuell planen und spezifizieren." Mit der 3D-Experience-Plattform können Teams an einem präzisen, holistischen virtuellen Modell eines zukünftigen physischen Produkts arbeiten. Dieser 3D Experience Twin verbindet alle Teams vom Engineering bis ins Manufacturing und sorgt so für Nachhaltigkeit, indem er es Unternehmen ermöglicht, die Auswirkungen ihrer Ideen und Prozesse zu verstehen, zu bewerten und zu optimieren bevor sie physische Ressourcen einsetzen.

Warum die digitale Produktion für Nachhaltigkeit gemacht ist

Das Prinzip der Nachhaltigkeit ist fest mit den Werten der Fabrik von morgen, der Industrie 4.0, verbunden. Im Internet der Dinge ist alles so orchestriert, dass Verbauch nur dort und dann stattfindet, wo er nötig ist. Nicht wenige sehen in Technologien wie Smart Grid gar eine große Chance für die Energiewende.

Dabei wird schnell vergessen, dass auch der Mensch von der Produktion 4.0 profitieren wird. Die Ressource Mensch gesunderhaltend einzusetzen, ist mit das wichtigste Ziel der Produktion von morgen. Roboter sollen nicht nur monotone, sondern auch unergonomische Arbeiten übernehmen. Dadurch ist der Mitarbeiter entlastet und kann sich auf Dinge konzentrieren, die der Roboter nicht kann. Das Potenzial liegt in der Kollaboration: Die Fehlerquote sinkt und es entsteht weniger Ausschuss. Erkennen Produktionsleiter diese Potenziale und bilden ihre Mitarbeiter heute schon für die Arbeitsplätze der Zukunft aus, könnten Hochrechnungen von Denkfabriken, wie dem IFTF (Institute for the Future), die besagen, dass 85 Prozent der Arbeitsplätze, die es 2030 geben wird, bislang noch gar nicht entwickelt wurden, nicht unrealistisch sein.

So funktioniert nachhaltige Produktion mit Dassault Systèmes - eine Infografik - Quelle: Dassault Systèmes

Produktion & Co.: Hier setzen Unternehmen auf Nachhaltigkeit

  • Das 1917 gegründete Unternehmen Latécoère unterstützte den Aufbau der Luftfahrtbranche in Frankreich. Heute verfolgt Latécoère einen ehrgeizigen Plan, der den Bau einer vollautomatisierten, intelligenten Fabrik umfasst, die rund um die Uhr betrieben werden soll. Mit der 3D-Experience-Plattform von Dassault Systèmes schuf Latécoère die Grundlage für die gemeinsame Modellierung, Simulation, Bedienung, Optimierung und Reduzierung des ökologischen Fußabdrucks seiner zukünftigen Fabrik.
  • EcoRobotix, ein Schweizer Startup-Unternehmen, brachte 2018 einen Sprühroboter zur Unkrautbekämpfung auf den Markt. Der solarbetriebene Roboter arbeitet mit GPS-Navigation, kamerabasierter Unkrauterkennung und zwei beweglichen Armen, die jeweils eine Sprühdüse tragen. Bis zu 20 Prozent weniger Herbizid-Einsatz und bis zu 30 Prozent niedrigere Kosten sind die wichtigsten Vorteile für Landwirte. (Quelle: futurefarming.com, 2018)
  • Mahindra, der Hersteller des Roxor-Geländewagens, plant die Revitalisierung der Buick City in Flint, einem 400 Hektar großen Grundstück, das seit dem frühen 20. Jahrhundert für die Produktion genutzt wurde, aber im Zuge der General-Motors-Pleite 2009 geschlossen wurde. Mahindra will 200.000 Zustellfahrzeuge der nächsten Generation für den US-Postdienst bauen, ein Schritt, der in den ersten fünf Jahren bis zu 2.000 Arbeitsplätze schaffen könnte.

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