Drohnenabwehrsystem Perdix von Irisnet und Tms

Drohnenabwehrsystem Perdix: Irisnet kooperiert mit Tms

Das Drohnenabwehrsystem Perdix von Irisnet und Tms verbindet KI-basierte Drohnenerkennung mit einem kinetischen Abfangflugkörper. Im September 2026 wird der Technologiedemonstrator erstmals auf der EUDEX in Essen gezeigt.

Die Abwehr von Drohnen stellt besondere Herausforderungen. Die Perdix-Bodenstation erkennt und verfolgt Drohnen dabei mithilfe KI-gesteuerter Sensorik.

• Irisnet und die Technisch-mathematische studiengesellschaft mbH (Tms) entwickeln gemeinsam das Drohnenabwehrsystem Perdix.

• Das System kombiniert eine KI-gestützte Basisstation zur Erkennung und Verfolgung von Drohnen mit dem kinetischen Abfangflugkörper PX75.

• Perdix soll niedrig fliegende Angriffsdrohnen bekämpfen und künftig einen Baustein einer mehrschichtigen Luftverteidigung bilden.

• Der Live-Demonstrator wird im September 2026 auf der EUDEX in Essen in Halle 3 am Stand A55.07 vorgestellt.

Irisnet und Tms entwickeln gemeinsam Drohnenabwehrsystem Perdix

Die Irisnet GmbH hat eine strategische Partnerschaft mit der technisch-mathematische studiengesellschaft mbH (Tms) geschlossen. Ziel der Zusammenarbeit ist die gemeinsame Entwicklung des Drohnenabwehrsystems Perdix, wie Irisnet in einer Unternehmensmeldung mitteilt.

Die beiden Partner bringen dafür unterschiedliche Entwicklungen zusammen. Irisnet hat ein eigenes Echtzeit-Framework für Künstliche Intelligenz (KI) entwickelt und bietet seit 2021 Softwarelösungen zur Erkennung von Objekten in Bildern und Videos in Echtzeit an. Aufgrund einer starken Kundennachfrage erweiterte das Unternehmen seine KI-Plattform um Funktionen zur Drohnenerkennung.

Tms wiederum begann 2025 mit der Entwicklung eines raketengetriebenen Abfangsystems zur Drohnenabwehr. Beide Ansätze wurden anschließend zu einem gemeinsamen System zusammengeführt. Seitdem arbeiten die Unternehmen an einem Technologiedemonstrator unter dem Namen Perdix.

Was leistet die KI im Drohnenabwehrsystem Perdix?

Das skalierbare System besteht aus einer Basisstation, die Drohnen mithilfe KI-gesteuerter Sensorik erkennt und verfolgt, sowie einem intelligenten Effektor. Irisnet entwickelt die KI für die Bodenstation.

Dr. Walter Benzing, Geschäftsführer der Irisnet GmbH, erklärt dazu: "Dank unseres leistungsfähigen Echtzeit-KI-Frameworks, das wir in den vergangenen Jahren kontinuierlich weiterentwickelt haben, konnten wir innerhalb kürzester Zeit eine hochpräzise Drohnenerkennung realisieren. Gemeinsam mit TMS bringen wir diese Kompetenz nun in die Drohnenabwehr ein: Wir entwickeln die KI für die PERDIX-Bodenstation, die Drohnen im Nahbereich zuverlässig erkennt und damit einen entscheidenden Beitrag zu deren effektiver Abwehr leistet."

Neben der militärischen Anwendung bietet Irisnet seine Technologie zur Drohnenerkennung auch zivilen Kunden zum Schutz kritischer Infrastrukturen an.

PX75 soll niedrig fliegende Drohnen abfangen

Als kinetischer Abfangflugkörper kommt beim Drohnenabwehrsystem Perdix die PX75 zum Einsatz. Sie ist ebenfalls mit Sensorik ausgestattet und wurde speziell zur Bekämpfung niedrig fliegender Angriffsdrohnen entwickelt.

Ingo Beckmann, Geschäftsführer der technisch-mathematische studiengesellschaft mbH (Tms), sagt: "Unsere Lenkrakete ist die wirtschaftliche Antwort auf kostengünstige Angriffsdrohnen. Mit der PX75 tragen wir zu einer mehrschichtigen Verteidigung gegen Bedrohungen aus der Luft auf der untersten Ebene bei, indem wir tief fliegende Drohnen präzise abfangen - und das mit vergleichsweise geringen negativen Auswirkungen am Boden."

Perdix soll künftig einen wichtigen Baustein einer mehrschichtigen Luftverteidigung darstellen. Das System einschließlich seiner intelligenten PX75-Effektoren adressiert laut Unternehmensmeldung aktuelle Anforderungen militärischer Kunden und soll eine kosteneffiziente Lösung für die unterste Ebene der Luftverteidigung bieten.

Wo wird das Drohnenabwehrsystem Perdix vorgestellt?

Seine öffentliche Premiere hat Perdix im September 2026 auf der EUDEX in Essen. Der Live-Demonstrator wird dort in Halle 3 am Stand A55.07 ausgestellt.

Parallel informiert Irisnet auf der SECURITY in Halle 5 am Stand C25.19 über seine weiteren Produkte airis und airs.

Irisnet ist eine Tochtergesellschaft der NET Digital AG und auf KI-basierte Computer-Vision-Lösungen für Echtzeitanwendungen spezialisiert. Das Unternehmen entwickelt skalierbare Softwarelösungen für Sicherheit, Infrastruktur, Mobilität und Industrie. Die Systeme verarbeiten Bilder und Videostreams und erzeugen daraus Informationen und Erkenntnisse.

Die technisch-mathematische studiengesellschaft mbH wurde 1970 gegründet und ist ein unabhängiges, im Besitz der Mitarbeitenden befindliches Forschungs- und Entwicklungsunternehmen mit Sitz in Bonn.

Tms bietet Dienstleistungen und Lösungen zur Verbesserung militärischer Fähigkeiten an. Zu den Schwerpunkten zählen Projekte zur Bekämpfung gehärteter Ziele, Superkavitationstechnologie, ABC-/CBRN-Schutz, Munitionssicherheit und Simulation. Hinzu kommen kundenspezifische Software, robuste inertiale Messsysteme sowie eine eigene technische Konstruktion mit angeschlossener Werkstatt für die Entwicklung und Fertigung von Prototypen.

mit Material der dpa

Was Sie zum Thema Drohnenabwehrsystem Perdix wissen müssen

• Was ist das Drohnenabwehrsystem Perdix? – Perdix ist ein gemeinsam von Irisnet und Tms entwickeltes System, das KI-basierte Drohnenerkennung mit dem kinetischen Abfangflugkörper PX75 verbindet.

• Wie erkennt das Drohnenabwehrsystem Perdix seine Ziele? – Eine Basisstation erkennt und verfolgt Drohnen mithilfe KI-gesteuerter Sensorik. Die dafür eingesetzte KI wird von Irisnet entwickelt.

• Welche Aufgabe übernimmt die PX75 im Drohnenabwehrsystem Perdix? – Die PX75 ist ein mit Sensorik ausgestatteter kinetischer Abfangflugkörper zur Bekämpfung niedrig fliegender Angriffsdrohnen.

• Welche Rolle soll das Drohnenabwehrsystem Perdix übernehmen? – Perdix soll künftig einen Baustein einer mehrschichtigen Luftverteidigung bilden und die unterste Ebene der Luftverteidigung adressieren.

• Wo wird das Drohnenabwehrsystem Perdix erstmals gezeigt? – Der Live-Demonstrator wird im September 2026 auf der EUDEX in Essen in Halle 3 am Stand A55.07 präsentiert.