Chiron Group

Chiron Group zeigt auf AMB vernetzte Fertigung

Die Chiron Group präsentierte auf der AMB 2026 integrierte Fertigungslösungen für kleine Präzisionsteile bis zu schweren Aerospace-Komponenten. Im Mittelpunkt standen neue Bearbeitungszentren, flexible Automation und digitale Auftragsverwaltung.

„Where Automation meets Machining Excellence“: Am Messestand der Chiron Group erlebte das Fachpublikum zukunftsbereite Fertigungslösungen in jeder Dimension in Aktion.

  • Die Chiron Group präsentierte vom 15. September 2026 an auf der fünftägigen AMB in Stuttgart neue Fertigungs- und Automationslösungen.

  • Zu den Exponaten gehörten die Micro5 XL, MT 715 two+, MILL 2000 five axis sowie die FZ 16 S und FZ 19 S five axis.

  • Neue Palettenautomationslösungen ermöglichen die automatisierte Bearbeitung von Werkstücken bis 1.200 kg und längere autonome Laufzeiten.

  • Eine standardisierte digitale Auftragsverwaltung soll die Fertigungsplanung und flexible Produktion auch bei kleinen Losgrößen unterstützen.

Die Chiron Group hat auf der AMB 2026 in Stuttgart ein breites Spektrum integrierter Fertigungslösungen präsentiert. Während der fünftägigen Fachmesse, die insgesamt rund 65.000 Fachbesucher aus 76 Ländern anzog, zeigte der Werkzeugmaschinenhersteller in Halle 10, wie sich Bearbeitungstechnologie, Automation und digitale Lösungen miteinander kombinieren lassen.

Im Mittelpunkt standen Anwendungen von der hochpräzisen Mikrobearbeitung bis zur automatisierten Fertigung großer Strukturbauteile. Neben neuen Bearbeitungszentren präsentierte das Unternehmen erweiterte Automationslösungen und eine standardisierte digitale Auftragsverwaltung.

Für Roman Gaida war die Veranstaltung zugleich die erste AMB in seiner Funktion als CEO der Chiron Group. „Für mich ist das wie ein Homecoming. Nach ein paar Jahren ohne Zerspanung macht es Freude, bekannte Gesichter wiederzusehen und die besser werdende Stimmung in der Industrie zu fühlen.“

Welche Fertigungstechnologien zeigte die Chiron Group auf der AMB 2026?

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Das Messekonzept der Chiron Group stand unter dem Leitgedanken „Where Automation meets Machining Excellence“. An mehreren Maschinen demonstrierte das Unternehmen unterschiedliche Ansätze zur Prozessintegration und Automatisierung.

„Ob die vollautomatisierte Micro5 XL, die MT 715 two+, die neue MILL 2000 five axis oder die FZ 16 S five axis und FZ 19 S five axis mit jeweils neuer Palettenautomation: Wir haben hier wirklich jeden Quadratmeter genutzt, um zu zeigen, was wir leben. Wir arbeiten mit dem Werkzeug im Metall, wir produzieren Späne. Und genau das macht für mich eine Messe wie die AMB aus“, so Roman Gaida.

Die Bandbreite der ausgestellten Technologien reichte von kompakten Fertigungszentren für filigrane Präzisionsteile bis zu Maschinen für die Bearbeitung großer und schwerer Werkstücke. Entsprechend unterschiedlich waren die Anforderungen an Präzision, Prozessintegration und automatisiertes Werkstückhandling.

Micro5 XL und MT 715 two+: Präzision und Prozessintegration

Unter dem Motto „Uncompromising quality. From very small to very large.“ demonstrierte die Chiron Group unter anderem die Möglichkeiten der automatisierten Präzisionsbearbeitung.

Die Micro5 XL ist für die hochpräzise 5-Achs-Bearbeitung komplexer Kleinteile ausgelegt. Typische Einsatzbereiche sind die Medizin- und Präzisionstechnik, der Maschinenbau, die Elektronik sowie der Werkzeug- und Formenbau. Das kompakte Bearbeitungszentrum lässt sich mit unterschiedlichen Automationssystemen zu einer integrierten Fertigungseinheit kombinieren. Die Variocell PICK&PLACE übernimmt das Teilehandling, während die Variocell PALLET einen automatisierten Palettenwechsel ermöglicht.

Mit der Variocell UNO steht zudem eine Lösung mit 6-Achs-Roboter und einer Traglast von 4 kg zur Verfügung. Sie kann neben dem Werkstückhandling zusätzliche Prozessschritte übernehmen.

Einen anderen Schwerpunkt setzte die MT 715 two+. Das Bearbeitungszentrum kombiniert Fräsen und Drehen mit weiteren Verfahren wie Verzahnungstechnologien und Polygondrehen. Die einzelnen Bearbeitungsschritte lassen sich in beliebiger Reihenfolge miteinander verbinden. Dadurch können Umspannvorgänge und Durchlaufzeiten reduziert werden. Gleichzeitig soll die Prozessintegration eine reproduzierbare Bearbeitungsqualität bei komplexen Werkstücken unterstützen.

Was zeichnet die neue MILL 2000 five axis aus?

Zu den zentralen Maschinenneuheiten auf dem Messestand gehörte die MILL 2000 five axis. Das Bearbeitungszentrum verfügt über Rund- und Schwenkachsen in Torque-Technologie und ist für die 5-Achs-Simultanbearbeitung konzipiert.

Das Maschinenkonzept lässt sich flexibel an unterschiedliche Fertigungsanforderungen anpassen. Gleichzeitig setzt die Chiron Group auf eine konsequente Standardisierung. Nach Unternehmensangaben können dadurch die Investitionskosten um bis zu 25 % reduziert werden.

Die Baureihe MILL deckt mit Bettlängen von bis zu 12.000 mm ein breites Anwendungsspektrum ab. Dazu zählen anspruchsvolle Fräsaufgaben im Maschinenbau bei kleinen und mittleren Serien ebenso wie die Bearbeitung großer Strukturbauteile für die Luft- und Raumfahrtindustrie.

Palettenautomation für die FZ 16 S und FZ 19 S

Ein weiterer Schwerpunkt des Messeauftritts war die Verbindung leistungsfähiger 5-Achs-Bearbeitung mit flexibler Palettenautomation. Die FZ 16 S five axis wurde in Kombination mit der Variocell PALLET vorgestellt. Das System richtet sich insbesondere an Fertigungsumgebungen mit hoher Variantenvielfalt, beispielsweise in der Automobilindustrie und der Lohnfertigung. Mit 26 Paletten ermöglicht die Automationslösung eine flexible Bearbeitung wechselnder Werkstücke und kleiner Losgrößen. Werkstücke mit einem Gewicht von bis zu 300 kg lassen sich automatisiert zuführen. Die Kombination ist zudem darauf ausgelegt, produktive Maschinenlaufzeiten über das reguläre Schichtende hinaus zu ermöglichen.

Für größere und schwerere Komponenten zeigte die Chiron Group die FZ 19 S five axis mit Drehfunktion und neuer Variocell PALLET. Hier ist der Palettentransfer für Werkstückgewichte von bis zu 1.200 kg ausgelegt. Damit adressiert das System unter anderem die Anforderungen bei der Fertigung großer Aerospace-Komponenten. Eine frei zugängliche Rüstpalette erleichtert die Vorbereitung neuer Bearbeitungsaufträge. Die Automationslösung soll längere autonome Fertigungsphasen ermöglichen, beispielsweise über Nacht oder am Wochenende.

Wie unterstützt die digitale Auftragsverwaltung die Fertigung?

Neben der Maschinentechnologie stellte die Chiron Group eine neue standardisierte Auftragsverwaltung vor. Sie ist in die präsentierten Fertigungslösungen integriert und soll insbesondere die flexible und autonome Fertigung bei kleinen Losgrößen unterstützen. Das System schafft Transparenz über laufende Aufträge, Werkstücke und den jeweiligen Bearbeitungsfortschritt. Dadurch lassen sich Fertigungsaufträge planen, priorisieren und strukturiert abarbeiten.

Die digitale Auftragsverwaltung ergänzt damit die mechanischen und automatisierungstechnischen Komponenten der Fertigungslösungen. Darüber hinaus präsentierte die Chiron Group ihr Serviceportfolio. Dazu gehören neben Automation und klassischen Dienstleistungen auch Refurbishment und Spindelreparatur. An eigenen Themeninseln standen Fachleute für technische Fragestellungen und individuelle Beratung zur Verfügung.

Nachwuchsförderung und Messebilanz

Neben den technologischen Neuheiten engagierte sich die Chiron Group auf der AMB 2026 auch in der Nachwuchsförderung. Bei der Sonderschau Bildung der Nachwuchsstiftung Maschinenbau im Atrium vermittelten technische Auszubildende des Unternehmens Schülerinnen und Schülern praktische Einblicke in die moderne Frästechnik. Ziel war es, Interesse an technischen Ausbildungsberufen und beruflichen Perspektiven im Maschinenbau zu wecken. Zum Abschluss der fünftägigen Veranstaltung folgte am Messestand das traditionelle „Abklopfen“ der Bearbeitungszentren. Nach einem gemeinsamen Countdown setzte das Messeteam damit den Schlusspunkt unter den Messeauftritt.

Matthias Rapp, Vice President Global Marketing der Chiron Group, zog eine positive Bilanz: „Die AMB 2026 hat gezeigt, welche Bedeutung das Zusammenspiel von Bearbeitungstechnologie, Automation, Service und digitalen Lösungen für die industrielle Fertigung hat. An unserem Stand stieß insbesondere die Bandbreite von der Mikrobearbeitung über produktive Variantenfertigung in allen Branchen bis zur Fertigung großer Werkstücke auf großes Interesse. Die hohe Internationalität der Besucher, die Qualität der Fachgespräche und zahlreiche neue Kontakte bestätigen die AMB als wichtigen Treffpunkt der Branche.“

Mit Material der Chiron Group

Was Sie zum Thema Chiron Group AMB 2026 wissen müssen

  • Welche Maschinen zeigte die Chiron Group auf der AMB 2026? – Das Unternehmen präsentierte die Micro5 XL, MT 715 two+, MILL 2000 five axis sowie die FZ 16 S und FZ 19 S five axis mit Automationslösungen.

  • Welche Rolle spielte die Automation bei der Chiron Group auf der AMB 2026? – Im Mittelpunkt standen automatisiertes Werkstückhandling, flexible Palettenwechselsysteme und längere autonome Maschinenlaufzeiten.

  • Welche Neuheiten präsentierte die Chiron Group auf der AMB 2026 für die 5-Achs-Bearbeitung? – Zu den Neuheiten gehörten die MILL 2000 five axis mit Torque-Technologie sowie neue Palettenautomationslösungen für die FZ 16 S und FZ 19 S.

  • Welche wirtschaftlichen Vorteile zeigte die Chiron Group auf der AMB 2026? – Die Standardisierung der MILL-Baureihe soll Investitionskosten um bis zu 25 % reduzieren. Automationslösungen ermöglichen zudem längere Maschinenlaufzeiten und eine flexible Fertigung kleiner Losgrößen.

  • Welche digitalen Lösungen stellte die Chiron Group auf der AMB 2026 vor? – Eine neue standardisierte Auftragsverwaltung unterstützt die Planung, Priorisierung und strukturierte Bearbeitung von Fertigungsaufträgen und schafft Transparenz über den Bearbeitungsfortschritt.