80-MN-Freiformschmiedepresse in Wetzlar

GMH startet 80-MN-Freiformschmiedepresse neu

Die GMH Gruppe nimmt ihre 80-MN-Freiformschmiedepresse in Wetzlar wieder in Betrieb. Damit reagiert der Stahlhersteller auf die steigende Nachfrage nach großen Schmiedeteilen für Energie, Schiffbau und digitale Infrastruktur.

GMH startet die 80-MN-Freiformschmiedepresse neu: Der Konzern erweitert Kapazitäten für Energie, Schiffbau und Infrastruktur.

• Die GMH Gruppe reaktiviert am Standort Buderus Edelstahl in Wetzlar eine der größten Freiformschmiedepressen Europas.

• Die 80-MN-Presse schafft zusätzliche Kapazitäten für komplexe Schmiedekomponenten.

• Rund 30 Millionen Euro fließen in die Modernisierung und Integration der GMH Open Die Forging Group.

• Schrottbasierter Elektrostahl ermöglicht bis zu 80 Prozent weniger CO₂-Emissionen gegenüber der Hochofenroute.

Die GMH Gruppe hat am 7. Oktober 2026 die Wiederinbetriebnahme ihrer 80-MN-Freiformschmiedepresse bei Buderus Edelstahl in Wetzlar bekannt gegeben. Die Anlage soll zusätzliche Produktionskapazitäten für große, metallurgisch anspruchsvolle Schmiedeteile schaffen.

Hintergrund ist die steigende Nachfrage aus der Energieinfrastruktur, dem internationalen Schiffbau und der Rechenzentrumsinfrastruktur. Auch in der Fusionstechnologie erwartet GMH künftig zusätzlichen Bedarf.

„Mit der 80-MN-Presse gewinnen wir zusätzliche Kapazität und Flexibilität, um unsere Kunden bei anspruchsvollen Anwendungen zu bedienen“, erklärt Monika Boh, Vorsitzende der Geschäftsführung der GMH Open Die Forging Group und erläutert weiter: „Insbesondere in den Bereichen Energie, Schiffbau und anderen anspruchsvollen Industrieanwendungen sehen wir eine wachsende Nachfrage nach großen Schmiedeteilen mit komplexen metallurgischen Anforderungen. Mit dieser zusätzlichen Kapazität in Wetzlar richten wir die Open Die Forging Group gezielt auf diese Nachfrage aus.“

30 Millionen Euro für integrierte Schmiedekapazitäten

Die GMH Open Die Forging Group vereint Buderus Edelstahl, Schmiedewerke Gröditz und Kind & Co. Die drei Unternehmen decken die Wertschöpfung von der Stahlproduktion über das Umschmelzen und Schmieden bis zur Wärmebehandlung und mechanischen Bearbeitung ab. Gemeinsam erreichen die Standorte eine Jahresproduktion von mehr als 100.000 Tonnen.

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GMH treibt Expansion voran

Rund 30 Millionen Euro investiert GMH in die Integration, Modernisierung und Erweiterung der Produktionskapazitäten. Zudem plant die Gruppe, ihr Geschäft mit Rund- und Flachstahl für Werkzeugstahl auszubauen. Wachstumspotenzial sieht sie insbesondere in Asien und Amerika.

Wie stärkt die Presse die Lieferketten?

Mit der Wiederinbetriebnahme will GMH auch die standortübergreifende Fertigung stärken. Zunehmend stammt der Stahl für Schmiedeteile von Buderus Edelstahl aus schrottbasierten Elektrolichtbogenöfen in Gröditz, Bous und Georgsmarienhütte. Gegenüber der konventionellen Hochofenroute lassen sich die CO₂-Emissionen dadurch um bis zu 80 Prozent reduzieren.

80-MN-Presse stärkt industrielle Wertschöpfung

„Die Nachfrage nach großen und hochkomplexen Schmiedeteilen steigt in Branchen wie Energieinfrastruktur, maritime Anwendungen und digitale Industrien deutlich an“, betont Dr. Alexander Becker, CEO der GMH Gruppe. „Die Wiederinbetriebnahme der 80-MN-Presse gibt uns mehr Flexibilität, auf diese Nachfrage zu reagieren. Gleichzeitig vernetzen wir die Fähigkeiten unserer Standorte enger miteinander und stärken die industrielle Wertschöpfung in Deutschland.“ Die Reaktivierung ist damit Teil einer Strategie, die industrielle Kapazitäten, integrierte Fertigungsprozesse und europäische Lieferketten miteinander verbindet.

Quelle: Mit Material der GMH Gruppe

Was Sie zur 80-MN-Freiformschmiedepresse
von GMH wissen müssen

1. Wo steht die 80-MN-Freiformschmiedepresse?

Am Standort Buderus Edelstahl in Wetzlar.

2. Welche Bauteile fertigt die 80-MN-Freiformschmiedepresse?

Große, metallurgisch anspruchsvolle Schmiedekomponenten für Energie, Schiffbau und Infrastruktur.

3. Warum wird die 80-MN-Freiformschmiedepresse reaktiviert?

Um zusätzliche Kapazitäten für die wachsende Nachfrage nach komplexen Großschmiedeteilen bereitzustellen.

4. Wie fügt sich die 80-MN-Freiformschmiedepresse in die GMH-Strategie ein?

Sie stärkt die integrierte Wertschöpfung und erweitert die Fertigungskapazitäten
der Open Die Forging Group.

5. Welche Unternehmen gehören zur GMH Open Die Forging Group?

Zur Gruppe zählen Buderus Edelstahl, Schmiedewerke Gröditz und Kind & Co. Gemeinsam decken sie die gesamte Wertschöpfungskette von der Stahlproduktion bis zur mechanischen Bearbeitung ab.