Mittel- und Hochspannungsmotoren und -antriebe leisten in vielen stationären und mobilen Anwendungen Schwerstarbeit. Neue Entwicklungen verbessern die Energieeffizienz in der Megawattklasse. Den größten Effekt bringt aber die elektronische Drehzahlreglung.
Torsten KirchmannTorstenKirchmann
Die größte Wärmepumpenanlage der Niederlande: ENECO in Utrecht wird von Hochspannungsmotoren sowie Umrichter von Innomotics angetrieben.Innomotics
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Summary: Hersteller wie VEM, Innomotics und ABB treiben Hochspannungsmotoren mit effizienteren Bauarten, Condition Monitoring und elektronischer Drehzahlregelung voran. In Europa rückt bis etwa 2030 eine Ausweitung der Ökodesign-Regeln auf 2 MW näher. Die Auswirkungen reichen von geringeren Energiekosten über weniger CO2-Emissionen bis zu kürzeren Stillständen.
Während im Niederspannungsbereich Motoren immer kompakter
werden, erfordern große Aufgaben schiere Größe. Mittel- und
Hochspannungsmotoren betreiben extrem große Pumpen für die Wasserversorgung
oder das Abpumpen von Grubenwasser. Sie stehen unter freiem Himmel oder in den
Hallen von Stahlwerken, Recyclinganlagen und Zementfabriken. Im mobilen Sektor
kommen sie in Eisenbahnzügen, riesigen Muldenkippern für den Bergbau oder
Arbeitsschiffen zum Einsatz.
Die Nachfrage nach den großen Lösungen wächst solide. Den
weltweiten Markt für Hochspannungsmotoren berechnen Marktforscher von Market
Reports World auf rund 18 Milliarden US-Dollar, bis 2033 soll er auf rund 22
Milliarden US-Dollar anwachsen. Traditionell größter Absatzmarkt ist
Nordamerika, Asien wächst aber mittlerweile deutlich dynamischer.
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Eintritt ab 1 kV Spannungsversorgung
Während Niederspannungsmotoren fast immer in Serie gefertigt
werden, werden Mittel- und Hochspannungsmotoren häufig projektweise angepasst,
durch explosionsgeschützte Varianten, für die Öl- und Gasindustrie,
verschiedene Kühlungen oder einen besonders sanften Anlauf. Die Unterscheidung
zwischen Mittel- und Hochspannung ist dabei willkürlich und je nach Hersteller
historisch gewachsen. Einigkeit besteht herstellerübergreifend darin, dass
Motoren ab einer Spannungsversorgung von rund einem kV dazugehören. Je nach
Region und Anwendung reicht das Spektrum bis 15 kV.
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Fast drei Viertel der gefertigten Motoren sind
Synchronmotoren, die unabhängig von der Last die Drehzahlen konstant halten
können. In allen großen Märkten haben Regulierungsbehörden bereits Vorgaben für
eine verbesserte Energieeffizienz erlassen oder planen die Einführung. Die
Motorenhersteller haben darauf bereits reagiert und bieten effizienzgesteigerte
Motoren und Antriebe auch im obersten Leistungsbereich. Das reduziert den CO2-Ausstoß
und macht sich auch in der wirtschaftlichen Bilanz der Anwender deutlich
bemerkbar, denn mehr als 90 Prozent der Lebenszykluskosten verursacht der
Stromverbrauch der großen Motoren.
Neue Ökodesign-Richtlinie in Europa bis 2030
Ausgezeichnet mit dem German Innovation Award 2026: Das ölgeschmierte Wälzlagersystem verlängert Wartungsintervalle von Hochspannungsmotoren auf mindestens zwei Jahre.Innomotics
Fast zehn Prozent des weltweiten Stromverbrauchs fließt in
große elektrische Motoren mit mehr als 1.000 V Spannungsversorgung. Daraus
entstehen Multimegawattleistungen, die im Bergbau, im Recycling, in Stahl- und
Zementwerken, in der chemischen Industrie und bei der Infrastruktur Mahlwerke,
Förderstrecken, Pumpen, Kompressoren und Lüfter antreiben. Die aktuell geltende
Ökodesign-Richtlinie der Europäischen Union für Elektromotoren und
drehzahlvariable Antriebe erfasst aktuell nur Motoren bis 1.000 kW Leistung -
eine Grenze mit Verfallsdatum. „Um das Jahr 2030 wird der Geltungsbereich auf 2
MW ausgedehnt“, kündigt Bernhard Sattler, Fachbereichsgeschäftsführer des Fachbereichs
Elektrische Antriebe beim ZVEI an.
Die Vorbereitungen laufen bereits und 2024 wurde mit der IEC
60034-30-3 "Wirkungsgradklassen von Hochspannungs-Wechselstrommotoren“
eine Normierung für Motoren bis zu 2 MW vorangetrieben. Bis zu dieser Schwelle
herrschen oft Standardmotoren vor, die mittlerweile bereits Wirkungsgrade von
94 Prozent und mehr erreichen. Ob eine Festlegung der Wirkungsgrade in
EU-Vorgaben sinnvoll ist? „Durch die gesetzlichen Vorgaben im
Niederspannungsbereich hatten die Elektromotorenhersteller Planungssicherheit
und haben die nicht unerheblichen Investitionen in neue Produktfamilien – wie
die Klasse IE3 – veranlassen können. Aus meiner Sicht eine gute Entscheidung,
um eine Transformation zu höheren Einsparungen zu erzielen”, bewertet Bernhard
Sattler die Vorgaben.
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30 bis 40 Prozent höhere Energieeffizienz
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Einen mächtigeren Hebel für Energieeffizienz sieht er aber –
wie auch die meisten Hersteller – im Einsatz von Frequenzumrichtern zur
elektronischen Drehzahlregelung. Hier sind nach Berechnungen von Experten des
Fachbereichs Elektrische Antriebe des ZVEI und der Hersteller je nach Anwendung
im Betrieb Energieeinsparungen von 30 bis zu 40 Prozent möglich.
Nach Markterhebungen betreiben die Anwender derzeit weniger
als 20 Prozent der installierten Hochvoltmotoren mit elektronischer
Drehzahlregelung. Bei neu installierten liegt der Anteil der Großmotoren mit
Drehzahlregelung immerhin bei rund 35 Prozent, aber damit sind rund zwei
Drittel immer noch ungeregelt. „Darum drängen wir darauf, nicht nur den
Wirkungsgrad der Motoren zu betrachten, sondern eben auch den Systemgedanken in
die Richtlinie mit aufzunehmen“, beschreibt Bernhard Sattler die
Verhandlungsposition der Branche.
Für Motoren über 2 MW, vor allem für das Projektgeschäft,
sieht er dagegen einen geringeren Handlungsdruck. „Die Kunden vereinbaren mit
den Herstellern hier in der Regel ohnehin hohe Zielvorgaben für die
Energieeffizienz, weil die Stromkosten über die Lebensdauer den weitaus größten
Kostenblock bilden“, bekräftigt der ZVEI-Experte. Genau hier liegt auch eine
Stärke der europäischen Hersteller.
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Erst die Anforderungen der Kunden, dann die Norm
Die VEM-Lösung VEMoDiAC erfasst Sensordaten des Motors und sendet sie sie in die Prozesstechnik. Damit können Anwender über die zustandsbasierte Wartung außerplanmäßige Stillstandzeiten deutlich reduzieren.VEM-Gruppe
Sorgen machen die kommenden Regulierungen Marco Macion,
Leiter Globaler Branchenvertrieb der VEM-Gruppe nicht. Das Unternehmen bietet
seit 140 Jahren weltweit komplette elektrische Antriebslösungen, bestehend aus elektrischen
Maschinen, Frequenzumrichtern, Stromrichtern oder auch Transformatoren an. Der Leistungsbereich
umfasst dabei 0,06 kW bis 100 MW für Nieder- und Mittelspannung.
„Lange vor der Norm kommen die Anforderungen der Kunden“,
lächelt er und verweist darauf: „Wir erreichen bei unseren Motoren aktuell
schon Wirkungsgrade bis zu 99 Prozent.“ Das gilt vor allem für große
permanenterregte Sondermaschinen, wie die Motoren hier auch genannt werden.
Dabei gilt: Je größer die Motoren sind, desto besser können sie konstruktiv auf
höchste Wirkungsrade ausgelegt werden. Allerdings steigt mit der
Energieeffizienz auch der Materialeinsatz. „Ein hocheffizienter 2 MW Motor
braucht rund 220 kg Magnete, bestehend aus selten Erden“, rechnet der Leiter
Branchenvertrieb hervor. „Man muss die Balance finden zwischen dem, was
technisch machbar ist und wirtschaftlich Sinn macht.“
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High-Speed- Motoren ersetzen Getriebe
VEM deckt das gesamte Spektrum an Motorprinzipien ab, von
Asynchron- über permanent erregte Synchron- bis hin zu Reluktanzmotoren. Eine
Neuheit bei VEM sind High-Speed-Motoren mit bis zu 30.000 U/min bis in den
Multimegawattbereich. „Damit sparen unsere Kunden beispielsweise bei Pumpen und
Verdichtern Getriebe ein, verringern so die mechanischen Verluste und senken
die Wartungskosten“, hebt Marco Macion hervor.
Die großen Motoren baut VEM sowohl für Mittel- als auch für
Niederspannung. „In maritimen Anwendungen, z. B. bei Arbeitsschiffen, ist ein
960 V Bordnetz weit verbreitet“, betont Marco Macion. „Das reicht auch für die
Motoren der Schiffsantriebe.“ Im stationären Bereich sind Netze ab 6,3 kV bis
zu 15 kV verbreitet. Bislang dominiert bei VEM das Projektgeschäft. „Hier
analysieren wir ab dem ersten Beratungsgespräch gemeinsam mit dem Kunden die
konkrete Anwendung und konfigurieren Gesamtsysteme“, bekräftigt Marco Macion.
Zukünftig zielt das Unternehmen vermehrt auch auf den Volumenmarkt mit
kompakten und modularen Baureihen.
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Trend zur elektronischen Drehzahlregelung spart Energie
Drehzahlvariabilität ist in der Mittelspannung ein
grundlegender Trend. Richtig ausgelegt, arbeiten permanenterregte Motoren in
Verbindung mit einem Frequenzumrichter immer im optimalen und damit
effizientesten Bereich. Geregelte Antriebe verbessern auch das Anlaufverhalten.
Gerade bei starken Widerständen, beispielweise bei Anwendungen im Recycling
oder im Bergbau, müssen Motoren hohe Losbrechmomente erzeugen. Ohne Umrichter
kommt es zu enormen Verbrauchsspitzen, die das Stromnetz stark belasten oder
gar überlasten können.
Bewegung bei Condition Monitoring
Bernhard Sattler, Fachbereichsgeschäftsführer des Fachbereichs Elektrische Antriebe beim ZVEI zur elektronischen Drehzahlregelung: „Darum drängen wir darauf, nicht nur den Wirkungsgrad der Motoren zu betrachten, sondern eben auch den Systemgedanken in die Richtlinie mit aufzunehmen.“www.mb-photodesign.com
Condition Monitoring gewinnt angesichts der hohen
Investitions- und Stillstandkosten bei den Endanwendern erheblich an Bedeutung.
„Dieses Interesse war aus unterschiedlichen Gründen anfangs sehr gering“,
erinnert sich Marco Macion. Früher waren Kunden oft nicht bereit, ihre
Betriebsdaten zu teilen. Heute sieht der Leiter Branchenvertrieb aber Bewegung
im Markt. Gerade bei großen Antrieben werden bereits seit einiger Zeit
Sensordaten für Temperatur, Vibrationen, Kühlung und anderes integriert. Die
VEM-Lösung VEMoDiAC erfasst diese Daten und kann sie in die Prozesstechnik
senden. Damit können Anwender über die zustandsbasierte Wartung außerplanmäßige
Stillstandzeiten nach VEM Angaben deutlich reduzieren.
Mindestanforderungen in China bei knapp 97 Prozent
Wirkungsgrad
„Eine hohe Leistungsdichte auf weniger Bauraum und Gewicht“,
das zeichnet für Sebastian Schwarz, Leiter Produktmanagement
Hochspannungsmotoren &-Generatoren bei Innomotics, die eigenen Motoren aus.
Innomotics, bis September 2024 als Siemens Unternehmen für die Motorenfertigung
zuständig, deckt in verschiedenen Produktfamilien das Spektrum bis über 100 MW
ab. Das Unternehmen ist auf allen Märkten der Triade mit eigenen Werken aktiv.
„In China fordern die Vorschriften bereits seit 2024 Grade 3 für
Hochspannungsmotoren, das entspricht je nach Leistung einem Wirkungsgrad von bis
zu 96 Prozent. Bei staatlichen Projekten sind die Anforderungen sogar noch
deutlich höher.“, so Sebastian Schwarz. Innomotics erfüllt diese Vorgaben
weltweit. Entsprechend sieht er die kommenden Regelungen in Europa gelassen.
Gewicht und Bauraum sind gerade bei mobilen Anwendungen, auf
Schiffen oder auf Plattformen, entscheidende Kriterien für die Anwender. Hier
punktet die Baureihe HV C, Asynchronmotoren bis 3,2 MW Leistung, mit einem
wassergekühlten Mantel. Das ermöglicht eine deutlich höhere Leistungsdichte und
schützt den Motor vor Umwelteinflüssen wie Staub, Salzwasser und Chemikalien.
Ölgeschmierte Wälzlager verlängern Wartungsintervalle auf
zwei Jahre
Marco Macion, Leiter Globaler Branchenvertrieb der VEM-Gruppe: „Lange vor der Norm kommen die Anforderungen der Kunden.“VEM-Gruppe
Auch wenn der Elektromotor im Februar seinen 189. Geburtstag
feiern konnte, gibt es durchaus Innovationspotenzial. So hat Innomotics in
diesem Jahr eine patentierte Ölschmierung für Wälzlager der Hochvoltmotoren
vorgestellt. „Dadurch verlängern wir die Wartungsintervalle von wenigen tausend
Betriebsstunden bei Fettschmierung auf mindestens zwei Jahre und stellen eine
wesentliche Ursache für Ausfälle ab.“
Im ölgeschmierten Wälzlagersystem lässt ein Ölring, ähnlich
wie bei einem Gleitlager, das Öl zirkulieren und verteilt es über die
Wälzlager. Er transportiert das Öl aus einem Ölreservoir nach oben, wo es über
die Welle und die Lager verteilt wird. In der abgedichteten Kammer sind die
Wälzlager vor Schmutz und Staub aus der Umgebung geschützt. „
Aktive Vibrationsdämpfung schont Motor und Fundament
Für diese Entwicklung hat Innomotics ebenso wie für das
Active Vibration Control System (AVCS) den German Innovation Award 2026
erhalten. Zwischen Motor und Stahlrahmenfundamenten minimiert es aktiv
kritische Resonanzen. Dazu passen Sensoren, elektrodynamische Aktuatoren und eine
intelligente Regelungstechnik die Systemeigenschaften in Echtzeit an.
Unabhängig von Drehzahlen oder Krafteinwirkungen auf die Achse ermöglicht es einen
stabilen, resonanzarmen Betrieb. Das schont den Motor vor zermürbenden Schwingungen
über den gesamten Drehzahlbereich hinweg. Die Anwender profitieren durch eine
längere Lebensdauer und können teilweise die notwendigen Fundamente kleiner
dimensionieren.
Kompakte Komplettantriebe bis 5 MW
Sebastian Schwarz, Leiter Produktmanagement Hochspannungsmotoren &-Generatoren bei Innomotics: „In China fordern die Vorschriften bereits seit 2024 Grade 3 für Hochspannungsmotoren, das entspricht je nach Leistung einem Wirkungsgrad von bis zu 96 Prozent.“Innomotics
Mit einem kompakten Gesamtpaket treibt die ABB-Division
Large Motors and Generators den Einstieg in die elektronische Drehzahlregelung
von Mittel- und Hochspannungsmotoren voran. Das MV-Titanium-Konzept von ABB ist
nach Unternehmensangaben der weltweit erste drehzahlgeregelte
Mittelspannungsmotor (MV) im Leistungsbereich von 1 bis 5 MW, der alle
Anschlusselemente, Schaltanlagen, Steuerungsfunktionen und Motor in einer
Baugruppe zusammenfasst. „Maßnahmen zur Energieeffizienz bei drehzahlgeregelten
Motoren haben bei kleinen Motoren für Niederspannungsanwendungen deutlich an
Bedeutung gewonnen. Große Motoren wurden jedoch aufgrund der anfänglichen
Kosten und der Komplexität bisher vernachlässigt, sodass derzeit nur 10 bis 15
Prozent mit einem Antrieb ausgestattet sind», so Heikki Vepsäläinen, Leiter der
ABB-Division Large Motors and Generators.
Üblicherweise sind bislang sowohl bei Neuinstallationen als
auch bei der Nachrüstung von ungeregelten Motoren erhebliche Baumaßnahmen
notwendig. Die elektrischen Anschlusskomponenten sowie die Antriebe sind in der
Regel in einem eigenen E-Haus untergebracht. Von da aus führen Strom und
Kommunikationskabel zum Maschinenhaus, in dem die Motoren installiert sind. „Das
wird sich jedoch mit unserem neuen MV-Titanium-Konzept ändern, das die
kostengünstige und unkomplizierte Installation eines passenden Motors mit
verbesserter Steuerung, Überwachung und Konnektivität in einem einzigen Paket
ermöglicht. Es ist die richtige Upgrade-Lösung für bestehende Direktmotoren“, bekräftigt
der ABB-Manager. Anwender sparen kostbaren Platz und ein separates E-Haus.
Gerade an bestehenden, oft beengten Standorten, reduziert MV
Titanium die Komplexität in der Planung und der Installation. Sowohl
Investitions- als auch Betriebskosten sinken signifikant. Das Paket umfasst die
Steuerung, Überwachung und die Konnektivität, um sich in übergeordnete Systeme
einzufügen. Zudem bietet es Außerdem bietet es Softwarebibliotheken und
Schnittstellen für die Prozessüberwachung und -optimierung.
MV Titanium deckt Anschlussleistungen bis 11 kV und
Motorenleistungen von 1 bis 5 MW ab. Typische Einsatzgebiete sind Pumpen,
Kompressoren und Lüfter in verschiedensten Branchen. ABB erwartet je nach
Applikation eine Verringerung des Energieverbrauch um bis zu 66 Prozent, durch
die sich die Investition innerhalb kurzer Zeit amortisiert.
Besonders wichtig ist Heikki Vepsäläinen der Beitrag zum
Klimaschutz: „Das Einsparpotenzial bei Energiekosten und CO2-Emissionen
ist enorm – wenn wir die gesamte installierte Basis nachrüsten würden, wäre das
so, als würden wir knapp über 1000 Kohlekraftwerke vom Netz nehmen.“
FAQ Hochspannungsmotoren
Was sind Hochspannungsmotoren? – Hochspannungsmotoren sind elektrische Motoren ab rund 1 kV Spannungsversorgung, die in industriellen Anwendungen hohe Leistungen bereitstellen.
Warum sind Hochspannungsmotoren für die Energieeffizienz wichtig? – Hochspannungsmotoren verursachen über ihre Lebensdauer vor allem Stromkosten; effiziente Bauarten und Drehzahlregelung können den Verbrauch deutlich senken.
Welche Rolle spielt elektronische Drehzahlregelung bei Hochspannungsmotoren? – Elektronische Drehzahlregelung über Frequenzumrichter kann je nach Anwendung Energieeinsparungen von 30 bis 40 % ermöglichen.
Welche Regelungen kommen für Hochspannungsmotoren in Europa? – Der Geltungsbereich der Ökodesign-Richtlinie soll um das Jahr 2030 auf Motoren bis 2 MW ausgedehnt werden.
Welche Hersteller entwickeln Hochspannungsmotoren weiter? – VEM, Innomotics und ABB arbeiten an effizienteren Motoren, Condition Monitoring, aktiver Vibrationsdämpfung und kompakten geregelten Antriebspaketen.