Urs Flükiger  / pixelio.de

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Wenn man den Begriff “Sandstrahlen” hört, denkt man meistens zuerst an das Entrosten von Metallteilen oder das Entfernen von alten Lackschichten. Tatsächlich sind die Anwendungsbereiche von Sandstrahlern aber weitaus vielfältiger. So kann man die Technik beispielsweise auch in der Holzbearbeitung verwenden. Dabei sind aber auch einige Dinge zu beachten. Hier erfahren Sie, wo Sie besonders aufpassen müssen.

Holzflächen mit Sandstrahlen wieder schöner machen

Das Sandstrahlen ist eine gute Methode, wenn man Holzflächen effizient und gründlich reinigen will. Die abrasive Wirkung des Sandstrahlers erlaubt es, feine Schmutz- und Lackschichten mühelos abzulösen und das Material in neuem Glanz erstrahlen zu lassen. Hat man einen Sandstrahler zur Hand, kann man sich viel Arbeit sparen. Will man beispielsweise verwittertes Holz wieder schöner machen, muss man es nicht erst abschleifen. Mit einem Sandstrahler lassen sich die verwitterten Schichten ganz einfach entfernen.

Ein Sandstrahler ist vor allem dann empfehlenswert, wenn das Holz mit Lacken aus Kunstharz behandelt wurde. Diese lassen sich meistens nur sehr schwer schleifen. Das Problem besteht hierbei darin, dass sich viele der Lacke während des Schleifvorgangs erwärmen und mit dem Schleifpapier verkleben. Das Papier ist dann schon nach kurzer Zeit nicht mehr zu gebrauchen.

Die Auswahl des richtigen Strahlmittels

Wenn Sie sich auf dem Markt umsehen, erkennen Sie schnell, wie viele verschiedene Strahlmittel es gibt:

  • Glasstrahlpernen
  • Hartgussgranulat
  • Korund
  • Glasgranulat
  • Stahlkies
  • Stahlguss
  • Schrot
  • Trockeneis

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Wenn Sie verschiedene Oberflächen mit unterschiedlichen Eigenschaften bestrahlen wollen, sollten Sie sich einmal die Strahlmittel von Steag ansehen. Hier bekommen Sie eine breite Auswahl für unterschiedlichste Anwendungsgebiete. Beim Sandstrahlen von Holz eignen sich in den meisten Fällen abrasive Strahlmittel. Am besten greifen Sie zu Glasperlen. Achten Sie hierbei aber auf die richtige Körnung.

Beachten Sie: Die Bestrahlung mit Quarzsand ist gem. BGR 500 unzulässig. Wegen der hohen Feinstaubbelastung ist die Gefahr für schwerwiegende Lungenkrankheiten hoch (vgl. hierzu http://www.tagesspiegel.de/mobil/bootskur-schoener-strahlen/1969308.html).

Wählen Sie das Strahlmittel mit der richtigen Körnung aus

Wenn Sie die individuelle Maserung Ihres Holzes besser zum Vorschein bringen wollen, entscheiden Sie sich für ein stärker abrasives Strahlmittel mit kleinerer Korngröße. Das hängt damit zusammen, dass das Holz nicht an allen Stellen gleich hart ist. Der Abtrag durch das Strahlmittel erfolgt an verschiedenen Stellen unterschiedlich intensiv. Dadurch wirkt die Oberfläche noch plastischer, die Maserung tritt deutlicher hervor.

Merke: Wenn Sie die härteren gegenüber den weicheren Holzanteilen stärker hervortreten lassen wollen, entscheiden Sie sich für ein Strahlmittel mit feinerer Körnung.

Wissenswertes: Die Einsatzgebiete von Sandstrahlern sind noch sehr viel vielfältiger. Wie Sie in diesem Artikel nachlesen können, werden Sandstrahlroboter sogar bei der Instandhaltung von Brücken eingesetzt.

Wann ist das Trockeneisstrahlen von Holz sinnvoll?

Das Sandstrahlen ist in den meisten Fällen die richtige Wahl, wenn Sie Holz behandeln wollen. Wenn es aber schon sehr stark verwittert oder verschmutzt ist, brauchen Sie eine behutsamere Lösung. In diesem Fall entscheiden Sie sich für das Trockeneisstrahlen. Typische Anwendungsbereiche sind:

  • Dachstühle
  • Holzdeckenverkleidungen
  • alte Möbel
  • Gartenzäune

Der Vorteil des Trockeneisstrahlens besteht darin, dass es weniger abrasiv ist. Die Veredelung erfolgt hier besonders behutsam durch den Gefrierprozess. Die oberen gefrorenen Schichten des Holzes platzen einfach ab. Darüber hinaus gibt es noch einen weiteren unschlagbaren Pluspunkt. Der einzige Rückstand, der beim Trockeneisstrahlen übrig bleibt, ist gasförmiges Kohlenmonoxid. Da es von selbst verfliegt, ist keine nachträgliche Reinigung nötig.

Andy Röhrbein