Schaeffler Fahnen

Schaeffler investiert unter anderem in Robotik. - Bild: Schaeffler

| von Anja Ringel

Die Autobranche steckt in der Krise. Um mithalten zu können, muss Veränderung her. Das gilt auch für die Zulieferer. Bestes Beispiel: Schaeffler. Zwar macht der Konzern immer noch 62 Prozent seines Umsatzes mit Technologien für die Autobranche und 13 Prozent mit dem Automotive Aftermarket, doch der Druck wächst.

Bei Schaeffler hat man sich für eine zweigleisige Taktik entschieden: Einerseits soll das Hauptgeschäft weiter vorangetrieben werden, gleichzeitig sollen neue Innovationen die Zukunft des Unternehmens aus Herzogenaurach sichern.

Da ist es kaum verwunderlich, dass Schaeffler nun verstärkt in einem Markt mitmischen will, der in den vergangenen Jahren konstant gewachsen ist: Robotik und Automatisierung. Ralf Moseberg, Leiter des Geschäftsfelds Industrial Automation, erklärte Schaefflers Komponenten und Systeme sollen die Leistung von Leichtbaurobotern und Cobots verbessern und weitere Anwendungsgebiete eröffnen.

Dabei will Schaeffler mit Produkten punkten, die unter anderem eine höhere Effizienz und verbesserte Steuerung versprechen. Das erklärte das Unternehmen auf einer Pressekonferenz im Rahmen der Hannover Messe.

Eine andere Zukunftstechnologie, in der Schaeffler aktiv ist, ist Wasserstoff. Mehr zum Engagement der Herzogenauracher lesen Sie hier:

Automatisierte Zustandsüberwachung: Das plant Schaeffler

Eine weitere Sparte, in der Schaeffler nun verstärkt mitspielen will, ist die automatisierte Zustandsüberwachung. Das Unternehmen hat seine 2020 vorgestellte IoT-Lösung Optime weiter ausgebaut. Dadurch soll nun die Zustandsüberwachung eines breiten Spektrums an Maschinen und somit teilweise auch ganzen Werken möglich sein.

„Optime bietet aussagekräftige Analyseergebnisse, die Instandhaltungsteams sofort handlungsfähig machen. So reduzieren unsere Kunden Stillstandzeiten und erhöhen die Wirtschaftlichkeit ihrer Maschinenparks“, sagte Rauli Hantikainen, Leiter Strategisches Geschäftsfeld Industrie 4.0. Damit reiht sich Schaeffler in eine Reihe mit anderen Anbietern, die in ähnlichen Segmenten aktiv sind.

Mehr zur Zustandsüberwachung von heute und warum es sich lohnt, nicht nur alte Maschinen mit Sensoren auszustatten, lesen Sie auf unserem Schwesterportal INSTANDHALTUNG.

Das sind die Ziele von Schaeffler

Schaeffler-Chef Klaus Rosenfeld erinnerte bei der Veranstaltung noch einmal an die „Roadmap 2025“, die der Konzern vergangenes Jahr vorgestellt hat. Darin wurde die Unternehmensstrategie aktualisiert und mittelfristige Ziele bis 2025 festgelegt. Man wolle seinen Kunden bei der Transformation helfen, sagte er. Seinem Unternehmen bescheinigte er dabei, selbst schon „wichtige Schritte vorwärts“ gemacht zu haben. Ziel sei es, der präferierte Technologiepartner aller Kunden zu werden und zwar in sämtlichen Bereichen, in denen Schaeffler aktiv ist.

Wie Schaeffler die eigene Transformation gelingt, wird sich zeigen. An der Börse erlebt der Zulieferer derzeit schon einmal einen kleinen Höhenflug, was aber laut Experten vor allem an der guten Lage der Automobilbranche liegt. 

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