Audi Werkzeugbau
Die Materialeinsparung wird in den neuen Werkzeugen in ihrer Struktur sichtbar. Durch die neuartige Konstruktion entstehen bionische Formen, die an Blätter oder Knochen eines menschlichen Skeletts erinnern. - Bild: Audi

Neben dem Material macht auch die Konstruktion der neuen Werkzeuggeneration den Unterschied. Diese hebt sich grundlegend von den Vorgängern ab. In der Presse ist ein Werkzeug enormen Kräften von bis zu 2.500 Tonnen ausgesetzt. Die ständige Wiederholung eines Umform oder Beschneidevorgangs erhöht die Belastung zusätzlich. Individuell angepasste Bogenformen in der Grundstruktur verleihen den neuen Werkzeugen optimale Stabilität und sorgen so für eine bessere Kraftübertragung.

Ein herkömmliches Werkzeug erhält seine Grundstruktur und Stabilität durch eine Kreuzverrippung aus Gusseisen. Die Rippenanordnung wird auf das zu fertigende Blechteil angepasst. Bei der neuen Werkzeuggeneration werden die Kräfte, die in der Umformpresse auf der Struktur lasten, optimal verteilt. Das sorgt für eine hohe Steifigkeit und spart bis zu 20 Prozent Material ein.

Einige Formen der Werkzeuge sind an die Natur angelehnt und ähneln beispielsweise Blättern und Knochen eines menschlichen Skeletts. Bei der Herstellung solcher „bionischer Formen“ spielen innovative Fertigungsverfahren einmal mehr eine entscheidende Rolle.

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