Pakete mit der Aufschrift "Made in China" rollen über ein Förderband.

Die Konjunktur zieht in China weiter an. - Bild: AdobeStock/Maksym Yemelyanov

| von Gabriel Pankow

Im Juli hat sich der Anstieg der Verbraucherpreise den dritten Monat in Folge beschleunigt und die Inflationsrate stieg auf 2,7 Prozent, wie das nationale Statistikamt am Montag in Peking mitteilte. Im Juni waren die Verbraucherpreise nur um 2,5 Prozent im Jahresvergleich gestiegen und im Mai um 2,4 Prozent, nachdem die Inflationsrate zum Jahreswechsel noch etwa doppelt so hoch lag.

Damit verstärkte sich die allgemeine Preisentwicklung nach dem Corona-Tief im Mai. Der Anstieg der Verbraucherpreise fiel im Juli außerdem etwas kräftiger als erwartet aus.

Neben den Verbraucherpreisen lieferte auch die Entwicklung der Erzeugerpreise Hinweise auf eine weitere konjunkturelle Belebung. Die Preise, die Unternehmen von anderen Firmen verlangen, sanken im Juli nicht mehr so stark wie im Juli.

Was Chinas Notenbank plant

Bei den Erzeugerpreisen meldete das Statistikamt für Juli eine Rate von minus 2,4 Prozent, nachdem sie im Juni noch um 3,0 Prozent im Jahresvergleich und im Mai um 3,7 Prozent gesunken waren.

Experte Hao Zhou, Analyst bei der Commerzbank, verwies auf Aussagen des chinesischen Notenbankpräsidenten Yi Gang vom Wochenende. Der Notenbankchef hatte in einem Interview erklärt, dass China in den kommenden Monaten an einer angemessenen Geldmenge festhalten werde. Nach Einschätzung des Commerzbank-Experten deuten die Aussagen darauf hin, dass die Notenbank den Fokus stärker auf die Schuldenkontrolle richtet und die Geldpolitik nicht mehr so locker sein wird wie in der Corona-Krise.

Die Corona-Krise hatte China früher erfasst als andere führende Industriestaaten und weite Teile der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt drastisch gebremst. Zuletzt zeichnete sich aber bei vielen Konjunkturdaten eine Besserung der Lage ab.

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