Stahlherstellung im Stahlwerk

Stahlbranche steckt derzeit in der Krise. - Bild: Pixabay

| von Gabriel Pankow

Deshalb werde der europäische Markt gegenwärtig von überschüssigem Stahl überschwemmt. Im Geschäftshalbjahr zu Ende September hat Tata in Europa einen herben Gewinnbruch wegstecken müssen.

Tata Steel betreibt Fabriken sowohl in den Niederlanden wie auch Großbritannien, wo der Brexit eine zusätzliche Belastung darstellt. Rund zwei Drittel der vom Abbau betroffenen Stellen sollen in der Verwaltung wegfallen. Darüber hinaus will Tata laut Europa-Chef Henrik Adam unter andern die Kosten im Einkauf senken und die Produktion profitabler machen. Adam bezeichnet die Herausforderungen für das Europageschäft von Tata als "beispiellos".

Konkurrenz spürt Preisdruck

In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres zwischen April und September sank der operative Gewinn (Ebitda) von Tata Steel Europe im Jahresvergleich um 90 Prozent auf 31 Millionen britische Pfund (36,3 Millionen Euro). Mit den bekannt gegebenen Maßnahmen will Tata einen positiven Bargeldzufluss bis Ende März 2021 erreichen.

Weiterhin wird eine operative Marge von rund 10 Prozent im Europageschäft angestrebt. Auf Basis der Umsatzzahlen des vergangenen Geschäftsjahres entspräche dies einem Ebitda von rund 750 Millionen Pfund.

Auch die Konkurrenz spürt Preisdruck und Absatzschwäche. Thyssenkrupp, dessen Stahlfusion mit Tata Steel die EU-Kommission im Juni gestoppt hatte, steht ebenfalls vor einem Konzernumbau und plant in diesem Zug 6.000 Stellen zu streichen. Daneben will der deutsche Traditionskonzern seine Aufzugssparte an die Börse bringen oder verkaufen. Der weltgrößte Stahlkonzern ArcelorMittal meldete zum Ende des dritten Quartals einen Einbruch des operativen Gewinns im globalen Geschäft um 61 Prozent auf etwas mehr als eine Milliarde Euro im Vergleich zum Vorjahr.

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