Maschinenbau-Gipfel: Wie Produktion profitabel bleibt
Wie wird Produktion zum Profitfaktor? Ralf Kappertz, Vorsitzender der Geschäftsführung der Maschinenfabrik Niehoff und Sprecher beim Maschinenbau-Gipfel 2026, nennt die entscheidenden Stellschrauben.
Summary: Ralf Kappertz, Vorsitzender der Geschäftsführung der Maschinenfabrik Niehoff, spricht beim Maschinenbau-Gipfel 2026 über profitable Produktion. Entscheidend sind für ihn Wertschöpfung, Flexibilität, Transparenz und eine wirtschaftlich ausgelegte Automatisierung. Auch Produktionsplanung und Modularisierung müssen auf schwankende Marktbedingungen vorbereitet sein.
Wie wird Produktion zum Schlüssel für mehr Profit?
Produktion wird häufig vor allem als Kostenblock betrachtet. Ralf Kappertz, Vorsitzender der Geschäftsführung der Maschinenfabrik Niehoff und Sprecher beim Maschinenbau-Gipfel 2026, sieht jedoch eine Reihe von Stellschrauben, die darüber entscheiden, ob Produktion zum Schlüssel für mehr Profit werden kann.
An erster Stelle steht für Kappertz die Wertschöpfung. Wer diese aus der Hand gibt, verliert nach seiner Einschätzung auch Kontrolle über Qualität, Kosten und Innovationskraft.
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Entscheidend sind darüber hinaus eine annähernd fixkostenneutrale Skalierbarkeit und eine möglichst hohe Flexibilität der vorhandenen Infrastruktur. Damit verbunden ist die Fähigkeit, Produktionsstrukturen an veränderte Rahmenbedingungen anzupassen.
Weitere Faktoren sind die Minimierung von Opportunitätskosten und eine volle Kostentransparenz. Gleichzeitig muss der Fokus konsequent auf der eigentlichen Wertschöpfung und damit auf der Vermeidung von Verschwendung liegen. Hinzu kommen die Konzentration auf Kernkompetenzen sowie die permanente Weiterentwicklung von Prozessen und Technologien.
Maschinenbau-Gipfel 2026
Der Maschinenbau-Gipfel 2026 ist der wichtigste Treffpunkt für Entscheiderinnen und Entscheider aus der Branche. Wer die aktuellen technologischen, wirtschaftlichen und politischen Trends im Maschinen- und Anlagenbau aus erster Hand verstehen will, sollte den Gipfel besuchen: Hier treffen sich führende Köpfe aus Industrie, Politik, Wissenschaft und Start-ups, um die zentralen Zukunftsfragen der Branche zu diskutieren.
Wie lassen sich Standardisierung und Individualisierung verbinden?
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Standardisierung erhöht die Effizienz, während individuelle Kundenlösungen zusätzliche Anforderungen an die Produktion stellen. Für Kappertz sollte dieser Zielkonflikt bereits in den frühen Phasen der Produktentwicklung berücksichtigt werden.
Der strategische Ansatz dafür ist die Modularisierung. „Bei uns nennen wir das ‚Schnittstellen-Engineering‘. Eine Funktion muss eine technologische Lösung haben.“
Damit wird die Grundlage für das Zusammenspiel von Standardisierung und Individualisierung bereits in der Produktentwicklung gelegt und nicht erst in der späteren Produktion.
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Automatisierung braucht Grenzen der Wirtschaftlichkeit
Auch beim Thema Automatisierung plädiert Kappertz für Augenmaß. Ein hoher Automatisierungsgrad kann bei sinkendem Produktionsvolumen dazu führen, dass der Kostenanteil steigt. Bei Vollauslastung stellt sich die Situation entsprechend anders dar.
Deshalb müssen die „Grenzen der Wirtschaftlichkeit“ auch mit Blick auf Abschwungphasen berücksichtigt werden. Automatisierung darf sich nicht ausschließlich bei Vollauslastung rechnen.
Transparenz ist für Kappertz ein absolutes Muss. Ohne sie fehlen eindeutige Einflussmöglichkeiten. Dafür braucht es klare Prozesse und klare Strukturen.
Gleichzeitig spielt Transparenz für die interne Strategie-Kommunikation eine wesentliche Rolle. Eine nachvollziehbare Prozess- und Kostenbasis ist damit ein zentraler Bestandteil einer profitabel ausgerichteten Produktion.
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Produktionsplanung muss wandlungsfähig sein
Auch die Produktionsplanung entscheidet darüber, wie gut sich Schwankungen auffangen lassen. Nach Einschätzung von Kappertz muss sie schnell und flexibel reagieren können, in Echtzeit funktionieren und vor allem wandlungsfähig sein.
Darüber hinaus sollte die Produktionsplanung über mehrere Produktionsstandorte hinweg standardisiert sein. Viele der Kappertz bekannten Systeme bieten diese Eigenschaften allerdings nicht.
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Wie entsteht Abschwungresistenz in der Produktion?
Automatisierung, Transparenz und Produktionsplanung haben für Kappertz eines gemeinsam: Eine gewisse Abschwungresistenz muss von Anfang an als entscheidender und integraler Bestandteil berücksichtigt werden.
Wer damit erst im Abschwung beginnt, ist nach seiner Einschätzung meistens bereits zu spät. Flexible Planung, wirtschaftlich dimensionierte Automatisierung und transparente Prozesse müssen daher schon vorher angelegt sein.
Mit diesen Themen bringt Ralf Kappertz seine Perspektive als Vorsitzender der Geschäftsführung der Maschinenfabrik Niehoff auch in den Maschinenbau-Gipfel 2026 ein. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, wie Produktion so aufgestellt werden kann, dass Profitabilität, Flexibilität und Wertschöpfung auch unter schwankenden Marktbedingungen zusammenspielen.
Im Fokus: Profitable Produktion
• Welche Faktoren sind für profitable Produktion laut Ralf Kappertz entscheidend? – Wesentliche Faktoren sind Wertschöpfung, Skalierbarkeit, Flexibilität, Kostentransparenz, Kernkompetenzen sowie die Weiterentwicklung von Prozessen und Technologien.
• Wie unterstützt Modularisierung profitable Produktion? – Ein strategischer Fokus auf Modularisierung bereits in der Produktentwicklung kann Standardisierung und individuelle Lösungen miteinander verbinden.
• Welche Rolle spielt Automatisierung für profitable Produktion? – Automatisierung sollte so ausgelegt sein, dass ihre Wirtschaftlichkeit nicht ausschließlich von einer Vollauslastung abhängt.
• Warum braucht profitable Produktion Transparenz? – Transparenz schafft eindeutige Einflussmöglichkeiten, unterstützt klare Prozesse und ist für die interne Strategie-Kommunikation wesentlich.
• Was verbindet profitable Produktion mit dem Maschinenbau-Gipfel 2026? – Ralf Kappertz, Vorsitzender der Geschäftsführung der Maschinenfabrik Niehoff, spricht beim Maschinenbau-Gipfel 2026 und bringt dort seine Perspektive auf Produktion und Profitabilität ein.