Podcast-Cover mit den Gesichtern von Anja Ringel, Julia Dusold und Rainer Hundsdörfer

Rainer Hundsdörfer spricht mit (von links) Anja Ringel und Julia Dusold über die Transformation seines Unternehmens. - Bilder: Florian Swoboda, Heidelberg; Grafik: Claudia Weber

Für Rainer Hundsdörfer, Chef der Heidelberger Druckmaschinen, ist jeden Tag Urlaub. Er komme jeden Tag zum Spaß in die Arbeit, sagt er in der neuen Folge von Industry Insights. Und genau das wünscht er sich auch für seine Mitarbeitenden. Deshalb will er ein Klima schaffen, in dem seine Beschäftigten Freude an der Arbeit haben und motiviert sind.

Da reiche es nicht, nur eine Kantine und ein eigenes Impfzentrum auf dem Werksgelände zu haben – was Heidelberg natürlich hat – sondern man benötigt noch weitere Maßnahmen. Das koste auf den ersten Blick zwar mehr, man bekomme aber auch mehr dabei heraus, so der CEO.

Auch das Thema Nachhaltigkeit ist Hundsdörfer und dem ganzen Konzern enorm wichtig. Das merkt er auch an seiner Post: Sehr häufig bekommt er Mails und Bewerbungsschreiben für Heidelbergs neue Sparte, den Wallboxen für die Elektromobilität.

Welche Ziele sich das Unternehmen in Bezug auf Klimaschutz und Nachhaltigkeit gesetzt hat, erfahren Sie im Podcast:

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Wie Heidelberg mit der tollsten Druckmaschine scheiterte

Neben den Mitarbeitenden sind auch die Kunden und deren Wünsche für das Unternehmen wichtig. Dass es sich lohnt, auf die Kunden zu hören, erklärt der CEO den Redakteurinnen Julia Dusold und Anja Ringel mit einem Beispiel: „Wir sind Ingenieure, wir sind technikgetrieben. Ab und zu verrennen wir uns aber und entwickeln etwas, was der Markt nicht braucht“, sagt er.

Denn Heidelberg habe „die allergeilste Druckmaschine, die es gab“ entwickelt. Das Problem: Sie war sehr teuer und fand keine Abnehmer. Das Unternehmen habe also mehrere Millionen umsonst ausgegeben.

Als Erkenntnis habe man hinterher diskutiert, dass die Kunden diese Entwicklung schon vorhergesagt haben. Denn: sie haben die technischen Erneuerungen gelobt, aber als Rückmeldung auch gesagt, dass die Maschine so auf dem Markt nicht gebracht werde.

Welche Schlüsse das Unternehmen daraus gezogen hat, erfahren Sie im Podcast.

Das ist Rainer Hundsdörfer

Rainer Hundsdörfer, CEO Heidelberger Druckmaschinen
Bild: Heidelberg

Rainer Hundsdörfer ist seit fünf Jahren Vorstandsvorsitzender von Heidelberger Druckmaschinen.  Davor war er unter anderem Chef von Ebm-Papst, Vorsitzender der Geschäftsleitung Industrie und Mitglied des Executive Boards bei Schaeffler und Gruppengeschäftsführer Vertrieb und Marketing bei Trumpf. Er ist Diplom-Ingenieur und Diplom-Wirtschafts-Ingenieur und hat an der Fachhochschule Esslingen studiert.

Heidelberg: Konzern und Start-up in einem?

Heidelberg ist derzeit noch vor allem für seine Druckmaschinen bekannt. Den Konzern gibt es bereits seit 170 Jahren. Doch in Zukunft könnte er anders aussehen, denn es wird noch der ein oder andere Bereich dazukommen. Warum? Hundsdörfer erwartet im Kernbereich kein großes Wachstum. Das Unternehmen werde sich zwar auf das Vor-Corona-Niveau erholen können. Aber für Wachstum müsse man sich neue Dinge einfallen lassen, sagt er.

Besagtes Wachstum passiere aber nur an Orten, an denen nicht alles durchstrukturiert ist, so Hundsdörfer. Deshalb hat Heidelberger Druckmaschinen Start-ups ausgelagert. Eines davon beschäftigt sich mit der E-Mobilität. Wieder ein anderes beschäftigt sich mit Heidelbergs offener Industrie-Plattform.

Die Start-up-Kultur wird auch im Konzern genau beobachtet: „Alle schauen ganz neidisch auf das kleine Gebilde“, so Hundsdörfer.

Welche Ziele sich das Unternehmen für die kommenden Jahre gesetzt hat, um von einem reinen Druckmaschinenhersteller zu einem Technologieunternehmen zu werden, hören Sie im Podcast.

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Industry Insights: Das sind die Moderatorinnen

Anja Ringel (links) und Julia Dusold (rechts) strahlen in die Kamera.
Bild: Florian Swoboda

Julia Dusold (rechts) kann genauso gut Differentialgleichungen lösen wie Instagram-Stories aufbauen. Schließlich hat sie neben Physik auch noch Wissenskommunikation studiert. Ihre Spezialgebiete sind verschiedene Fertigungstechnologien wie Zerspanung und 3D-Druck. Besonders begeistert ist sie von Zukunftsthemen wie KI und Quantentechnologie. Julia hat schon vielen Kollegen mit ihren IT- und Programmierfähigkeiten aus der Patsche geholfen, besitzt ein Hogwarts-Schloss aus Lego und ist großer Doctor-Who-Fan. Folgen Sie Julia Dusold auch auf LinkedIn, Xing und Twitter.

 

Als Wirtschaftsredakteurin schaut Anja Ringel (links) den Unternehmen auf die Finger oder besser gesagt auf die Bilanzen. Ihr Trumpf: Ein Master in „European Studies“ mit den Schwerpunkten Politik und BWL. Anja interessiert sich aber nicht nur für die finanzielle Seite. Sie recherchiert unter anderem auch zu Management-Themen, Nachhaltigkeit, Digitalisierung und den Herausforderungen der Transformation. Privat kann sie gut auf Bilanzzahlen verzichten und geht lieber in den Alpen wandern. Neben Wanderschuhen immer mit dabei: ein spannendes Buch. Folgen Sie Anja Ringel auch auf LinkedIn, Xing und Twitter.

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