Die deutschen Rüstungsexporte sind im ersten Halbjahr deutlich gestiegen. Genehmigt wurden Lieferungen im Wert von 13,87 Milliarden EUR – mehr als viermal so viel wie im Vorjahreszeitraum.
Der Umfang der von der Bundesregierung genehmigten Rüstungsexporte ist im ersten Halbjahr dieses Jahres im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stark gestiegen.Symbolbild - KI-generiert
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Summary: Die Bundesregierung genehmigte von Januar bis Juni 2026 Rüstungsexporte im Wert von 13,87 Milliarden EUR. Der Großteil entfiel auf Kriegswaffen, wichtigstes Empfängerland blieb die Ukraine. Mehr als 60 % der Lieferungen gingen an EU- und Nato-Staaten sowie enge Partner.
Wie stark sind die Rüstungsexporte gestiegen?
In diese Länder exportiert Deutschland die meisten Waffen:
Land
Genehmigungswert in Euro
Ukraine
2.520.502.586
Vereinigte Staaten
1.645.576.831
Niederlande
1.300.063.368
Tschechien
1.236.096.626
Litauen
1.211.333.322
Israel
799.340.076
Lettland
500.866.405
Norwegen
435.585.280
Estland
425.757.973
Slowenien
410.993.713
Quelle: BMWE
Der Umfang der von der Bundesregierung genehmigten Rüstungsexporte hat im ersten Halbjahr 2026 deutlich zugenommen. Von Januar bis Juni wurden Ausfuhren im Gesamtwert von 13,87 Milliarden EUR genehmigt. Das geht aus vorläufigen Zahlen des Bundeswirtschaftsministeriums hervor, wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet.
Gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum entspricht dies einer deutlichen Steigerung. Der Genehmigungswert lag mehr als viermal so hoch wie im ersten Halbjahr 2025.
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Kriegswaffen machen den größten Anteil aus
Der Gesamtwert setzt sich aus zwei zentralen Gütergruppen zusammen. Rund 9,6 Milliarden EUR entfielen auf Kriegswaffen. Weitere 4,3 Milliarden EUR betrafen sonstige Rüstungsgüter.
Damit machten Kriegswaffen den mit Abstand größten Teil der genehmigten Rüstungsexporte aus. Die Zahlen beziehen sich auf erteilte Genehmigungen und nicht zwangsläufig auf bereits vollständig erfolgte Lieferungen.
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Wohin gingen die deutschen Rüstungsgüter?
Im ersten Halbjahr wurden Rüstungsexporte im Wert von etwa 9 Milliarden EUR für EU- oder Nato-Staaten sowie enge Partner genehmigt. Dies entsprach mehr als 60 % des gesamten Genehmigungsvolumens.
Im Vorjahreszeitraum hatte der Anteil dieser Staatengruppe noch bei 83 % gelegen. Gleichzeitig wurden Lieferungen an sogenannte Drittländer im Wert von insgesamt 4,9 Milliarden EUR genehmigt.
Größter Abnehmer deutscher Rüstungsgüter blieb die Ukraine. Der Genehmigungswert belief sich auf 2,5 Milliarden EUR. Das Land wird mit finanziellen Mitteln und Waffenlieferungen unterstützt, um sich im Abwehrkampf gegen Russland behaupten zu können.
Obwohl die Ukraine umfangreiche Unterstützung aus Deutschland erhält, wird sie bei der statistischen Erfassung der Rüstungsexporte als Drittland eingestuft.
Auf Platz zwei der Empfängerländer lagen die USA. Für Exporte aus Deutschland wurde ein Wert von 1,6 Milliarden EUR genehmigt. Dahinter folgten die Niederlande, Tschechien und Litauen.
Israel belegte unter den Abnehmerländern den sechsten Rang. Der Genehmigungswert lag bei knapp 800 Millionen EUR. Es folgte Lettland mit rund 500 Millionen EUR.
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Zu den zehn größten Empfängerländern gehörten außerdem Norwegen, Estland und Slowenien. Die Genehmigungswerte dieser drei Staaten lagen jeweils nur mit vergleichsweise geringem Abstand auseinander.
• Wie hoch waren die Rüstungsexporte im ersten Halbjahr 2026? – Die Bundesregierung genehmigte Rüstungsexporte im Wert von 13,87 Milliarden EUR.
• Welchen Anteil hatten Kriegswaffen an den Rüstungsexporten? – Auf Kriegswaffen entfielen rund 9,6 Milliarden EUR, auf sonstige Rüstungsgüter etwa 4,3 Milliarden EUR.
• Welches Land erhielt die meisten genehmigten Rüstungsexporte? – Die Ukraine lag mit einem Genehmigungswert von 2,5 Milliarden EUR an erster Stelle.
• Welche Rolle spielten EU- und Nato-Staaten bei den Rüstungsexporten? – Rund 9 Milliarden EUR beziehungsweise mehr als 60 % entfielen auf EU- und Nato-Staaten sowie enge Partner.
• Wie hoch waren die genehmigten Rüstungsexporte nach Israel? – Israel lag mit knapp 800 Millionen EUR auf Platz sechs der Empfängerländer.