Excel-Alternative für Unternehmensdaten

Warum Excel zum Risiko wird

Eine Excel-Alternative wird notwendig, wenn Tabellen geschäftskritische Prozesse steuern. Datenbanken schaffen klare Strukturen, automatisierte Abläufe und verlässliche Zugriffsrechte.

Frank Böhmer, CEO bei Ninox: "Der Wechsel von Excel zu einer professionellen Datenbank verändert grundlegend, wie Unternehmen arbeiten können."

Summary: Ninox-CEO Frank Böhmer beschreibt, warum Excel in wachsenden Unternehmen an Grenzen stößt. Professionelle Datenbanken bündeln Informationen, ermöglichen Automatisierung und verbessern die Zusammenarbeit. Low-Code-Plattformen sollen den Umstieg ohne aufwendige Individualentwicklung ermöglichen.

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Microsoft Excel gehört weltweit zu den am häufigsten eingesetzten Business-Anwendungen. Gleichzeitig wird die Tabellenkalkulation für zahlreiche Aufgaben verwendet, für die sie ursprünglich nicht entwickelt wurde. Aus einem vertrauten Werkzeug kann dadurch ein Hindernis für stabile Prozesse und weiteres Unternehmenswachstum werden.

Die Schwächen treten häufig dort auf, wo Unternehmen besonders auf verlässliche Informationen angewiesen sind. Dazu zählen Fehler in kritischen Datensätzen, unterschiedliche Dateiversionen, fehlende Automatisierung und eine unzureichende Nachvollziehbarkeit von Änderungen.

Eine professionelle Unternehmensdatenbank soll diese Probleme lösen. Der Wechsel ist zugänglicher, als viele Unternehmen vermuten. Weder müsse dafür zwingend ein Entwickler beauftragt werden, noch sei ein langwieriges IT-Projekt erforderlich.

Wo liegen die Stärken von Excel?

Excel ist leistungsfähig, wenn Berechnungen, Diagramme oder Datenanalysen in einem überschaubaren Rahmen benötigt werden. Für klar abgegrenzte Projekte, die von einer einzelnen Person verwaltet werden, bleibt die Software ein sinnvoller Ausgangspunkt. Beispiele sind eine Budgetplanung oder eine kleinere Inventarliste.

Das Problem liegt daher nicht in Excel selbst, sondern in der Art seiner Nutzung. Kritisch wird es, wenn die Tabellenkalkulation als universelle Lösung für betriebliche Aufgaben eingesetzt wird.

Excel wurde weder als CRM-System noch als Lagerverwaltung, Projektdatenbank oder zentrale Betriebsdatenbank konzipiert. Wird die Software dennoch für diese Aufgaben genutzt, entstehen Risiken für Datenqualität, Zusammenarbeit und Prozesssicherheit.

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Die Kosten einer ungeeigneten Datenverwaltung erscheinen nicht unmittelbar auf einer Rechnung. Dennoch entstehen sie durch zusätzliche Abstimmungen, wiederholte Arbeitsschritte und die Korrektur fehlerhafter Daten.

Besonders deutlich wird dies bei der Zusammenarbeit. Sobald mehrere Personen dieselbe Datei bearbeiten, können unterschiedliche Versionen des Datenbestands entstehen. Der anschließende Abgleich verursacht manuelle Arbeit und bindet Ressourcen.

Hinzu kommt das Risiko beschädigter oder unbeabsichtigt veränderter Daten. Die automatische Formatierungslogik von Excel kann Inhalte eigenständig interpretieren. Dadurch können Fehler entstehen, die zunächst unbemerkt bleiben und später geschäftliche Folgen haben.

Ein Beispiel ist ein Excel-Modell von J.P. Morgan. Ein Fehler beim Kopieren und Einfügen führte dazu, dass das Risiko eines Kreditportfolios erheblich unterschätzt wurde. Dies trug zu Verlusten von rund 6,5 Milliarden USD bei.

Das Beispiel verdeutlicht, dass Tabellenfehler nicht nur Großunternehmen betreffen. Auch Preisangaben, Lagerbestände und Kundendaten kleiner und mittelständischer Unternehmen können fehlerhaft verarbeitet werden. Laut Vorlage enthalten 94 % der Tabellenkalkulationen, die als Grundlage für Geschäftsentscheidungen dienen, Fehler.

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Wiederkehrende Aufgaben lassen sich in Excel grundsätzlich automatisieren. Dafür sind jedoch meist Kenntnisse in Visual Basic for Applications, kurz VBA, erforderlich. Für viele kleine und mittelständische Unternehmen bedeutet dies einen erheblichen technischen Aufwand.

Fehlen Zeit, Budget oder entsprechendes Fachwissen, bleiben Prozesse manuell. Beschäftigte übernehmen weiterhin Aufgaben, die eine Datenbank automatisiert ausführen könnte. Dies erhöht den Arbeitsaufwand und erschwert die Skalierung bestehender Abläufe.

Auch die Zugriffssteuerung stößt an Grenzen. Häufig erhalten entweder alle Beteiligten Zugriff auf sämtliche Inhalte, oder Dateien verbleiben lokal auf einzelnen Rechnern. Detaillierte Berechtigungen, Prüfprotokolle und eine nachvollziehbare Dokumentation von Änderungen fehlen.

Damit bleibt oft unklar, wer einen Datensatz zu welchem Zeitpunkt bearbeitet hat. Gerade bei geschäftskritischen Informationen kann diese fehlende Transparenz zum Problem werden.

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Eine professionelle Datenbank führt Unternehmensinformationen an einem zentralen Ort zusammen. Daten werden strukturiert gespeichert, während alle berechtigten Personen gleichzeitig auf denselben aktuellen Datenbestand zugreifen können.

Verbindlich definierte Datentypen verhindern typische stille Fehler, wie sie in Tabellenkalkulationen auftreten können. Gleichzeitig lassen sich auch Millionen von Datensätzen verarbeiten, ohne dass die Leistung nach Darstellung des Autors einbricht.

Mehrere Personen können parallel arbeiten, ohne Änderungen anderer Beteiligter zu überschreiben. Zugriffsrechte lassen sich differenziert vergeben, wiederkehrende Aufgaben automatisieren und bestehende Anwendungen miteinander verbinden.

Die Datenbank entwickelt sich damit zu einer zentralen Schnittstelle für Unternehmensprozesse. Sie bündelt Informationen, reduziert manuelle Arbeit und verbessert die Nachvollziehbarkeit.

Solche Systeme sind nicht ausschließlich für große Konzerne relevant. Sie eignen sich ebenso für wachsende kleine und mittelständische Unternehmen, deren Abläufe komplexer werden und deren Datenbestände zunehmen.

Kriterien für eine Excel-Alternative

Eine geeignete Excel-Alternative muss sich im Arbeitsalltag ohne monatelange Schulungen einsetzen lassen. Auch Beschäftigte ohne technischen Hintergrund sollten das System von Beginn an sicher bedienen können. Andernfalls steigt das Risiko, dass die neue Lösung nicht akzeptiert wird.

Ebenso wichtig ist die Integration in vorhandene Systeme. Die Datenbank sollte sich beispielsweise mit CRM-Anwendungen, Buchhaltungssoftware und Kommunikationsplattformen verbinden lassen. Entstehen durch die Einführung neue Datensilos, wird lediglich ein Problem durch ein anderes ersetzt.

Datenschutz und Compliance spielen ebenfalls eine zentrale Rolle. Die Lösung sollte die Anforderungen der DSGVO sowie die jeweils relevanten Branchenstandards erfüllen. Entscheidend sind außerdem der Speicherort der Daten und die Zertifizierungen des Anbieters.

Eine weitere Voraussetzung ist Anpassungsfähigkeit. Unternehmen, Prozesse und Anforderungen verändern sich. Die eingesetzte Plattform sollte diese Entwicklung unterstützen, ohne dass jede Anpassung einen externen Entwickler erfordert.

Detaillierte Zugriffskontrollen sorgen dafür, dass unterschiedliche Personengruppen ausschließlich die für sie vorgesehenen Informationen sehen und bearbeiten können. Eine ernstzunehmende Excel-Alternative muss solche Berechtigungen zuverlässig verwalten.

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Zusammenarbeit in Echtzeit gehört zu den zentralen Anforderungen an eine Unternehmensdatenbank. Alle Beteiligten arbeiten auf Grundlage derselben aktuellen Informationen. Veraltete Exporte und zeitaufwendige Versionsabgleiche entfallen.

Damit soll auch eine im Tabellenalltag häufig gestellte Frage überflüssig werden: „Welche Datei ist eigentlich die aktuelle?“

Die Lösung muss außerdem skalierbar sein. Steigende Nutzerzahlen und komplexere Prozesse dürfen Arbeitsabläufe nicht ausbremsen. Das System sollte gemeinsam mit dem Unternehmen wachsen können.

Ein einfacher Datenimport erleichtert den Umstieg. Bestehende Informationen müssen sich übernehmen lassen, ohne sämtliche Datensätze manuell neu einzugeben. Gleichzeitig sollte ein Export in Formaten möglich sein, die andere Anwendungen weiterverarbeiten können.

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Excel wurde nicht als System zur Unternehmensverwaltung entwickelt. Wird die Tabellenkalkulation dennoch dauerhaft als zentrale Datenbank eingesetzt, entstehen Ineffizienzen, die weiteres Wachstum erschweren können.

Mit einer Software, die auf die tatsächlichen Arbeitsprozesse abgestimmt ist, sinkt der Aufwand für die Datenverwaltung. Dadurch stehen mehr Kapazitäten für operative Aufgaben und Unternehmensentwicklung zur Verfügung.

Dabei muss die Excel-Alternative nicht zwangsläufig eine standardisierte SaaS-Lösung sein, die nur einen Teil der Anforderungen abbildet. Low-Code-Plattformen sollen kleinen und mittelständischen Unternehmen die Funktionen professioneller Datenbanken zugänglich machen, ohne die Kosten und die Komplexität einer vollständigen Individualentwicklung.

Das Ergebnis ist eine Software, die sich stärker an den tatsächlichen betrieblichen Abläufen orientiert. Damit wird aus einer Sammlung einzelner Tabellen ein strukturiertes System für Daten, Prozesse und Zusammenarbeit.

𝗙𝗔𝗤 𝘇𝘂𝗿 𝗘𝘅𝗰𝗲𝗹-𝗔𝗹𝘁𝗲𝗿𝗻𝗮𝘁𝗶𝘃𝗲

  • Warum benötigen Unternehmen eine Excel-Alternative? – Eine Excel-Alternative wird relevant, wenn Tabellen geschäftskritische Daten, mehrere Nutzer und komplexe Prozesse abbilden müssen.
  • Welche Vorteile bietet eine Excel-Alternative? – Sie ermöglicht zentrale Datenhaltung, differenzierte Zugriffsrechte, Automatisierung und Zusammenarbeit auf Basis aktueller Informationen.
  • Wie verhindert eine Excel-Alternative Versionschaos? – Alle berechtigten Personen greifen gleichzeitig auf denselben zentral gespeicherten Datenbestand zu.
  • Welche Anforderungen muss eine Excel-Alternative erfüllen? – Wichtig sind Benutzerfreundlichkeit, Integration, Datenschutz, Skalierbarkeit, Zugriffskontrolle sowie ein einfacher Datenimport und -export.
  • Wie erleichtert Low-Code den Wechsel zu einer Excel-Alternative? – Low-Code-Plattformen ermöglichen professionelle Datenbanklösungen, ohne für jede Anpassung eine individuelle Entwicklung zu benötigen.