Deutz stärkt Geschäft mit UGV

UGV: Deutz vertieft Partnerschaft mit Hypercraft

Deutz und Hypercraft bauen ihre Zusammenarbeit bei UGV aus. Im Fokus stehen neue Antriebs- und Energiesysteme sowie die mögliche gemeinsame Entwicklung und Vermarktung weiterer Plattformen.

Deutz und Hypercraft bauen ihre Zusammenarbeit im Bereich der unbemannten Bodenfahrzeuge, wie dem Razorhead, weiter aus.
Deutz und Hypercraft bauen ihre Zusammenarbeit im Bereich der unbemannten Bodenfahrzeuge, wie dem Razorhead, weiter aus.

  • Deutz und Hypercraft haben die Eckpunkte einer strategischen Partnerschaft für UGV vereinbart.

  • Das MoU wurde am 21. September 2026 bekannt gegeben; Hypercraft ist in Provo, Utah, ansässig.

  • Geprüft werden Deutz-Lösungen aus den Bereichen Verbrennungsmotoren, Hybridantriebe, Batterien und Leistungselektronik für Hypercraft-Plattformen.

  • Auch Montage und Endabnahme für Europa sowie die gemeinsame Entwicklung und Vermarktung künftiger Plattformen und Systemlösungen stehen zur Diskussion.

Wie Deutz und Hypercraft bei UGV zusammenarbeiten wollen

Die Deutz AG und Hypercraft, Inc. wollen ihre Zusammenarbeit bei unbemannten Bodenfahrzeugen, sogenannten UGV (unmanned ground vehicles), und mobilen Antriebssystemen ausbauen. Wie Deutz mitteilt, haben beide Unternehmen dazu in einem Memorandum of Understanding (MoU) die Eckpunkte einer strategischen Partnerschaft festgelegt.

Hypercraft entwickelt flexible, softwaredefinierte UGV-Missionsplattformen auf Basis einer offenen Softwarearchitektur und bringt Expertise bei der Systemintegration ein. Deutz liefert bereits Verbrennungsmotoren an Hypercraft. Künftig könnten weitere Antriebslösungen hinzukommen. Dazu prüfen die Partner den Einsatz skalierter OEM-Lösungen von Deutz für die UGV-Plattformen von Hypercraft.

„Hypercraft und DEUTZ sind zwei Unternehmen, deren Kompetenzen sich optimal ergänzen. Hypercraft entwickelt vielversprechende UGVs mit neuen offenen Softwarearchitekturen und fortschrittlichen Technologien, die Innovation und Integration an der Schnittstelle zwischen Software und Hardware für bodengebundene Fahrzeugplattformen beschleunigen. DEUTZ bringt umfangreiche Erfahrung in den Bereichen Motoren, hybridelektrische Systeme und skalierte Integration von Verteidigungsfahrzeugen ein. Gemeinsam werden wir innovative und zuverlässige Lösungen für weltweite Kunden im Verteidigungsbereich entwickeln“, sagt Marco Herre, CEO der Business Unit Defense bei Deutz.

Welche Antriebssysteme Deutz für die UGV prüft

Im Rahmen der geplanten Zusammenarbeit will Deutz seine Kompetenzen als Systemanbieter einbringen. Dazu zählt das Know-how der Business Unit NewTech bei Hybridantrieben, Batterien und Leistungselektronik.

Geprüft werden soll außerdem, ob Hypercraft-Plattformen und -Systeme für den europäischen Markt an einem Deutz-Produktionsstandort montiert und endabgenommen werden können. Ergänzend bringt Deutz sein globales Servicenetz mit mehr als 1.000 Standorten in über 180 Ländern in die geplante Kooperation ein.

Hypercraft bringt Softwarearchitektur und UGV-Know-how ein

Hypercraft wiederum soll seine Technologien sowie seine Forschungs- und Entwicklungskapazitäten in die Partnerschaft einbringen. Dazu gehören die UGV-Entwicklung, softwaredefinierte Fahrzeugarchitekturen, unbemannte Plattformen und Systemlösungen.

Darüber hinaus will Hypercraft sein Netzwerk militärischer Kunden nutzen, um bei der Definition operationeller Anforderungen mitzuwirken. Auch neue Produkte von Deutz sollen für den US-Markt getestet werden.

„Die Kombination aus den fortschrittlichen Technologien von Hypercraft, der offenen softwaredefinierten Fahrzeugarchitektur CARBON und der Expertise im Bereich unbemannter Plattformen mit dem Produktportfolio von DEUTZ in den Bereichen Antriebs- und Energiesysteme sowie skalierte OEM-Lösungen bildet eine starke Grundlage für zukünftige Lösungen. Wir freuen uns darauf, neue Möglichkeiten für Kunden in den Vereinigten Staaten, Europa und weiteren Märkten zu erschließen“, sagt Brian Bowers, CEO von Hypercraft.

Warum die UGV-Kooperation für Deutz strategisch ist

Mit der Vereinbarung baut Deutz nach eigenen Angaben seine Aktivitäten bei sicherheits- und verteidigungsrelevanten Mobilitäts- und Energielösungen weiter aus. Die Business Unit Defense soll künftig eine tragende Säule des Konzerns werden. Daneben stehen die etablierten Geschäftsbereiche Energy, Engines und NewTech sowie das Servicegeschäft als bereichsübergreifender Wachstumstreiber.

Das MoU definiert zunächst die gemeinsamen Absichten von Deutz und Hypercraft. Verbindliche Aktivitäten sollen in separaten Vereinbarungen geregelt werden. In den vergangenen zwei Jahren hat Deutz laut Mitteilung mehrere Unternehmen übernommen und Partnerschaften geschlossen.

Mit Material von Deutz

Was Sie zum Thema UGV wissen müssen

• Was planen Deutz und Hypercraft bei UGV? – Beide Unternehmen wollen ihre Zusammenarbeit bei unbemannten Bodenfahrzeugen und mobilen Antriebssystemen ausbauen.

• Welche Technik von Deutz könnte bei UGV eingesetzt werden? – Geprüft werden unter anderem Verbrennungsmotoren, Hybridantriebe, Batterien, Leistungselektronik und weitere skalierte OEM-Lösungen.

• Welche Rolle übernimmt Hypercraft bei den UGV? – Hypercraft bringt seine UGV-Entwicklung, die offene softwaredefinierte Fahrzeugarchitektur CARBON sowie Forschungs- und Entwicklungskapazitäten ein.

• Sollen UGV auch bei Deutz produziert werden? – Geprüft werden eine mögliche Montage und Endabnahme von Hypercraft-Plattformen und -Systemen für Europa an einem Deutz-Produktionsstandort.

• Ist die UGV-Partnerschaft bereits verbindlich geregelt? – Das MoU hält die gemeinsamen Absichten fest. Verbindliche Aktivitäten sollen in separaten Vereinbarungen geregelt werden.