Die ERP-Anwenderzufriedenheit bleibt auf gutem Niveau. Doch die Trovarit-Studie 2026/2027 zeigt wachsende Kritik an Kosten und Integration – während KI deutlich an Relevanz gewinnt.
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Die Trovarit-Studie 2026/2027 zeigt steigende Kritik der ERP-Anwender an Kosten, Integration und Datenqualität.Symbolbild - KI-generiert
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• Trovarit wertete 1.538 Bewertungen von ERP-Installationen aus; knapp 40 ERP-Lösungen erhielten uneingeschränkte Zufriedenheitsbewertungen. • ERP-Software erreicht im Durchschnitt die Note 1,89, Wartungs- und Softwarepartner kommen auf die Note 2,01. • Laufende Kosten sind mit rund 23 Prozent das meistgenannte Problem, Schnittstellen und Integration folgen mit rund 19 Prozent. • 57 Prozent bewerten KI im ERP-Kontext 2026 als hoch relevant, breit oder regelmäßig eingesetzt wird sie aber erst von 1,8 Prozent.
ERP-Systeme erfüllen ihre Kernaufgaben aus Sicht der Anwender weiterhin gut. Das zeigt die aktuelle Trovarit-Studie „ERP in der Praxis – Anwenderzufriedenheit, Nutzen & Perspektiven 2026/2027“.
Für die 13. Ausgabe wurden 1.538 Bewertungen von ERP-Installationen ausgewertet. Die ERP-Software erreicht eine Durchschnittsnote von 1,89. Die betreuenden Wartungs- und Softwarepartner kommen auf die Note 2,01.
Gegenüber 2024 fallen beide Werte etwas schwächer aus. Kritischer beurteilt werden insbesondere Schnittstellen, Stabilität und Preis-Leistungs-Verhältnis. Verbesserungen zeigen sich dagegen bei Dokumentation und Anwenderunterstützung.
Mit rund 23 Prozent stehen die laufenden Kosten inzwischen an erster Stelle der priorisierten Probleme im ERP-Betrieb. Rund 19 Prozent nennen Schnittstellen und Integration. Mit zunehmender Unternehmensgröße gewinnen zudem Datenqualität, Releasewechsel und Administration an Gewicht. Der klassische Nutzen von ERP bleibt bestehen: Etwa 60 Prozent nennen die Vereinfachung und Beschleunigung von Prozessen als wichtigsten Nutzenbeitrag. Rund 52 Prozent sehen den schnellen und einfachen Informationszugriff als wesentlichen Vorteil, knapp 49 Prozent die Bereitstellung korrekter und nützlicher Informationen.
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Wie verändert sich die Rolle von ERP-Systemen?
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Mit wachsender Unternehmensgröße verändert sich die Rolle des ERP. In kleineren Unternehmen arbeitet ein deutlich größerer Anteil der Beschäftigten direkt mit dem System. In größeren Unternehmen wird ERP zunehmend zum transaktionalen und prozessualen Kern einer arbeitsteiligen Softwarelandschaft. Spezialisierte Lösungen etwa für CRM, Business Intelligence oder MES übernehmen zusätzliche Aufgaben. Damit rücken Integration und das Zusammenspiel unterschiedlicher Anwendungen stärker in den Mittelpunkt.
Systeme im Zufriedenheitsportfolio „Anwenderzufriedenheit insgesamt“.Trovarit
Wie weit ist KI im ERP angekommen?
Besonders deutlich steigt die Bedeutung von Künstlicher Intelligenz. 2022 stuften rund 16 Prozent der Anwender KI im ERP-Kontext als hoch relevant ein. 2024 waren es 29 Prozent, 2026 bereits 57 Prozent. Als relevante Anwendungsfelder werden in der Studie unter anderem automatische Text- und Dokumentenerstellung sowie KI-gestützte Suche und Wissensnutzung genannt. Interesse besteht außerdem an der Stammdatenpflege, den Übersetzungen und teilautonomen Prozessschritten durch KI-Agenten.
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Wie groß ist die Lücke zwischen KI-Relevanz und Einsatz?
Die Umsetzung hinkt der wahrgenommenen Relevanz jedoch hinterher. Rund 41 Prozent der Unternehmen befinden sich in der Orientierungsphase, weitere zehn Prozent planen bereits konkret. Knapp 17 Prozent nutzen KI selektiv produktiv für einzelne Use Cases. Breit oder regelmäßig kommt KI bislang nur bei 1,8 Prozent zum Einsatz. 27 Prozent planen derzeit keinen KI-Einsatz. Die Studie beschreibt damit keinen ERP-Markt im radikalen Umbruch, sondern deutlich steigende Anforderungen an das Zusammenspiel von ERP, spezialisierten Anwendungen, Daten, Integration und Modernisierung.
Quelle: Mit Material von Trovarit
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Was Sie zur ERP-Anwenderzufriedenheit wissen müssen
1. Wie hoch ist die ERP-Anwenderzufriedenheit 2026?
ERP-Software erreicht in der Trovarit-Studie durchschnittlich die Note 1,89, Wartungs- und Softwarepartner die Note 2,01.
2. Welche Probleme beeinflussen die ERP-Anwenderzufriedenheit?
Laufende Kosten führen mit rund 23 Prozent, gefolgt von Schnittstellen und Integration mit rund 19 Prozent.
3. Welche Rolle spielt KI für die ERP-Anwenderzufriedenheit?
57 Prozent der Anwender bewerten KI im ERP-Kontext 2026 als hoch relevant.
4. Wie verbreitet ist KI trotz hoher ERP-Anwenderzufriedenheit?
Knapp 17 Prozent nutzen KI selektiv produktiv, nur 1,8 Prozent setzen sie breit oder regelmäßig ein.
5. Wie verändert sich die ERP-Anwenderzufriedenheit mit steigenden Anforderungen?
Integration, Datenqualität und Modernisierungsfähigkeit gewinnen an Bedeutung und werden insbesondere in komplexeren Softwarelandschaften wichtiger.