Hochvorschubschruppen mit QUICKTURN bringt WST Präzisionstechnik beim Drehen von Abtriebswellen mehr Stabilität, längere Standzeiten und deutlich kürzere Prozesszeiten.
Redaktion ProduktionRedaktionProduktion
Mit Iscars QUICKTURN bearbeitet WST Präzisionstechnik Abtriebswellen deutlich schneller und prozesssicherer als zuvor.Iscar
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Summary:
WST Präzisionstechnik in Löffingen optimiert das Schruppen von Abtriebswellen aus Vergütungsstahl C45E. Seit dem 11.05.2026 berichtet Iscar über den Einsatz von QUICKTURN aus der LOGIQUICK-Kampagne mit neuer Rückwärts-Hochvorschubstrategie. Die Lösung halbiert die Schruppzeit, verdoppelt die Standzeit und macht Maschinenkapazität frei.
Die WST Präzisionstechnik GmbH in Löffingen im
Schwarzwald hat sich auf Fräs- und Drehteile spezialisiert und beliefert die
Industrie mit komplexen, qualitativ hochwertigen Lösungen. Neben dem
allgemeinen Maschinenbau gehen viele Komponenten in den Automotive- und
E-Mobility-Bereich. Das Unternehmen wurde 1993 gegründet und beschäftigt heute
mehr als 800 Mitarbeiter, die Dreh- und Frästeile aus nahezu allen zerspanbaren
Werkstoffen, zum Beispiel Chrom-Nickel-Stähle, Werkzeug- und Automatenstähle
sowie NE-Metalle wie Aluminium, Messing und Kupfer, herstellen.
Bei der Produktion von Abtriebswellen aus Vergütungsstahl C45E (1.1191) für Kunden aus der
Elektromobilität sorgte das Schruppen für Unmut. Die bisher dafür eingesetzten
vierschneidigen CNMG-Wendeschneidplatten (WSP) eines Iscar-Mitbewerbers boten
nur geringe Standzeiten, unzureichende Prozesssicherheit und auch bei der
Produktivität war Luft nach oben. „Wir haben die Stangen mit einem Durchmesser von
60 Millimetern mit beiden Revolvern simultan geschruppt, bei moderatem Vorschub
und ganz klassisch von vorn nach hinten“, erklärt Velibor Nisic vom
Rüstvorbereitungszentrum bei WST. „Das haben die Platten nicht gepackt und wir
hatten viele Werkzeugbrüche, teils schon nach nur 60 oder 70 statt der
nominellen 100 Teile.“ Alexander Weber, Prozessoptimierer und Programmierer bei
WST, ergänzt: „Neben dem instabilen Prozess war auch die Laufzeit zu lang und
teils ineffizient. Während die Hauptspindel noch geschruppt hat, war die
Nebenspindel schon längst fertig.“ Da WST circa 100.000 dieser Wellen pro Jahr
fertigt, war eine effizientere Lösung gefragt.
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LOGIQUICK bringt die Wende
„Ich wusste, dass das WST-Team unzufrieden mit
dem Außenschruppen der Abtriebswellen war, konnte bisher aber keine
wirtschaftliche Lösung anbieten“, sagt Danny Schrödel, Anwendungstechniker bei Iscar,
WSTs langjährigem Werkzeugpartner. „Dank unserer neuen LOGIQUICK-Kampagne hatte
ich mit dem QUICKTURN jetzt das passende Werkzeug an der Hand, um den Prozess
zu verbessern.“ Bei einem ihrer regelmäßigen Besuche bei WST stellten Danny
Schrödel und sein Kollege Thomas Nopper, Beratung und Verkauf, den neuen
sechsschneidigen QUICKTURN zum Hochvorschub- und multidirektionalen Drehen vor.
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WST fertigt die Abtriebswellen von Drei-Meter-Stangen mit Durchmesser 60 Millimeter aus Vergütungsstahl C45E.Iscar
„Der Clou am QUICKTURN ist sein Klemmsystem“,
erklärt Thomas Nopper. Die WSP sind auf beiden Seiten mit v-förmigen Erhabenheiten
ausgestattet. Entsprechende Vertiefungen im Halter nehmen diese formschlüssig
auf. Zusätzlich fixiert eine Klemmpratze sie von der Oberseite. „Damit sitzen
die Platten wie angegossen und äußerst stabil. Das erlaubt ein spielfreies
Vorwärts- und Rückwärtsdrehen mit hohem Vorschub – sowohl auf der x- als auch
auf der y-Achse.“ Die Werkzeughalter verfügen zudem über eine zielgerichtete
Jet-Kühlung, die das Kühlmittel direkt in die Schnittzone bringt und die
Schneide von zwei Seiten gleichzeitig kühlt. Anwender profitieren damit von
einer sehr guten Wärmeabfuhr, einer effizienten Spanevakuierung, langen
Standzeiten und hohen Oberflächengüten bei einem großen Zeitspanvolumen.
Neuer Prozess macht den Unterschied
Für die Aufgabe bei WST kommen die Platten in
der zähen TiCN/Al2O3 MT-CVD-beschichteten Schneidstoffsorte IC8250 zum Hochvorschubdrehen
mit Kobaltanreicherung in der Randschicht zum Einsatz. Sie sind sehr
widerstandsfähig gegen Ausbröckelungen, Kerb- und Kolkverschleiß sowie
plastische Deformation.
„Mit dem QUICKTURN hatten wir auch noch eine neue
Bearbeitungsoption – das Rückwärts-Hochvorschubschruppen“, sagt Danny Schrödel.
„Statt einfach nur das Werkzeug auszutauschen, konnten wir gemeinsam einen
komplett neuen, schnelleren und werkzeugschonenderen Prozess auf die Beine
stellen.“
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„Wir sind immer auf der Suche nach neuen Ideen,
die uns die Arbeit erleichtern und unsere Prozesse voranbringen“, sagt Velibor
Nisic. „Der Vorschlag klang vernünftig, darum stimmte ich Tests auch sofort
zu.“ Alexander Weber erstellte ein entsprechendes Programm und dann konnte es
losgehen.
Standzeit verdoppelt, Prozesszeit halbiert
Statt in 26 schruppt WST die Welle jetzt in nur noch zwölf Sekunden.Iscar
Bisher schruppte das Team um Velibor Nisic und
Alexander Weber die Außenkontur mit beiden Revolvern simultan in jeweils drei
Schnitten. Sie drehten mit einer Schnitttiefe von 2,5 Millimetern und einer moderaten
Geschwindigkeit von 160 Metern pro Minute von vorne nach hinten. Das dauerte
rund 26 Sekunden. Mit dem QUICKTURN kann WST prozesssicher mit einer
Schnittgeschwindigkeit von 240 Metern pro Minute rückwärtsdrehen. Dann machen
die Werkzeuge zwar fünf beziehungsweise sechs Schnitte mit einer Schnitttiefe
von 1,5 Millimetern, benötigen in Summe aber nur noch zwölf Sekunden.
„Wir haben mit der neuen Lösung nicht nur die Zeit
für das Schruppen halbiert und Maschinenzeit frei bekommen, sondern konnten
auch die Standzeit der Werkzeuge verdoppeln und unsere Werkzeugkosten senken“,
freut sich Velibor Nisic. „200 Teile pro Schneide sind prozesssicher möglich, Werkzeugbruch
ist kein Thema mehr und wir arbeiten deutlich produktiver als vorher.“
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FAQ Hochvorschubschruppen
Was bringt Hochvorschubschruppen bei WST? – WST halbiert die Schruppzeit von rund 26 auf zwölf Sekunden und verdoppelt zugleich die Werkzeugstandzeit.
Welches Werkzeug nutzt WST für das Hochvorschubschruppen? – Zum Einsatz kommt Iscars sechsschneidiges QUICKTURN aus der LOGIQUICK-Kampagne.
Warum ist Hochvorschubschruppen bei Abtriebswellen relevant? – Die Bauteile werden bei WST in hoher Stückzahl gefertigt, wodurch stabile Prozesse und kurze Laufzeiten wirtschaftlich wichtig sind.
Wie funktioniert das Hochvorschubschruppen im neuen Prozess? – WST bearbeitet die Außenkontur rückwärts mit zwei Revolvern, höherer Schnittgeschwindigkeit und mehreren Schnitten.
Welche Auswirkungen hat Hochvorschubschruppen auf die Werkzeugkosten? – Laut WST sinken die Werkzeugkosten, weil Standzeit und Prozesssicherheit steigen und Werkzeugbruch kein Thema mehr ist.