Maschinenbau in Ägypten

Maschinenbau in Ägypten: Warum der Markt lockt

Der Maschinenbau in Ägypten trifft auf wachsende Industrieinvestitionen, neue Produktionsstandorte und einen hohen Importbedarf. Auch als Logistikdrehscheibe zwischen Europa, Asien und Afrika gewinnt das Land an Bedeutung.

Warum wird der Maschinenbau in Ägypten attraktiver? Industrieausbau, Logistiklage und steigender Importbedarf eröffnen Geschäftschancen.
Warum wird der Maschinenbau in Ägypten attraktiver? Industrieausbau, Logistiklage und steigender Importbedarf eröffnen Geschäftschancen.

Summary: Ägypten baut Produktionskapazitäten, Industriezonen und Verkehrsinfrastruktur aus und positioniert sich stärker als Logistikstandort zwischen Europa, Afrika und Asien. Für deutsche Maschinenbauer entstehen Chancen in Branchen wie Textil, Lebensmittel, Verpackung, Energie, Verkehr und Automatisierung, während hohe Finanzierungskosten und geopolitische Risiken den Marktzugang erschweren. Deutsche Unternehmen verstärken vor allem ihre Vertriebs-, Service- und Schulungsaktivitäten vor Ort.

Die Geschäftschancen für deutsche Maschinenbauer in Ägypten sind sehr gut“, so Maren Diale-Schellschmidt, Geschäftsführerin der Deutsch-Arabischen Industrie- und Handelskammer in Kairo. „Hochwertige Maschinen deutscher Hersteller sind auch bei ägyptischen Unternehmen sehr begehrt. „Made in Germany“ genießt ein sehr hohes Ansehen – man schätzt die Qualität, Langlebigkeit und den After Sales Service des deutschen Maschinenbaus“, betont die Chefin der AHK Ägypten weiter.

„Leider stellen die sehr hohen lokalen Finanzierungskosten teilweise noch zu hohe Hürden dar, aber wo es sich die ägyptischen Unternehmen leisten können, schaffen sie sich deutsche Maschinen an. Als AHK, die die meisten internationalen Messegesellschaften in Deutschland hier vor Ort vertritt, stellen wir das große Interesse ägyptischer Geschäftsleute an deutschen Fachmessen fest und verzeichnen sehr hohe Besucherzahlen“, fährt Diale-Schellschmidt fort.

„Da Ägypten unter Devisenknappheit leidet, verfolgt die Regierung das wirtschaftspolitische Ziel, die Importabhängigkeit zu senken, über den Export Deviseneinnahmen zu generieren und sich als wichtiger Logistikstandort zwischen Asien, Afrika und Europa weiter zu positionieren“, ergänzt Dr. Alexander Koldau, VDMA-Referent Außenwirtschaft - Naher und Mittlerer Osten, Nordafrika und Türkei.

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 Die Chancen dafür stehen angesichts der anhaltenden Spannungen in der Straße von Hormus gut. Zudem erleichtern bestehende Handelsabkommen die Marktzugänge in benachbarte Regionen und eröffnen damit vielfältige Geschäftschancen. Gleichzeitig bleibt aber zu berücksichtigen, dass auch die für Ägypten wichtige Verbindung zum Indischen Ozean über den Bab al-Mandab erheblichen geopolitischen Risiken unterliegt und langfristig nicht als gesichert gelten kann“, so der VDMA-Experte weiter.

Neue Industriezonen locken Unternehmen aus aller Welt

Dies unterstreicht auch Dr. Marcus Knupp, Afrika-Nahost-Korrespondent von Germany Trade & Invest: „Zentrale Punkte der Wirtschaftsstrategie Ägyptens sind der Ausbau der inländischen Produktionskapazitäten und der Transportinfrastruktur. Mit dem Bau fertig erschlossener Industriegebiete und der stetigen Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur durch modernisierte Häfen, neue Straßen und vermehrt auch Eisenbahnlinien schafft Ägypten physische Anreize zur Ansiedlung.

Die vorteilhafte geographische Lage, die geringen Arbeitskosten und die derzeit günstigen Wechselkursrelationen ziehen relativ mobile Branchen wie die Textilindustrie von sich aus an. Ausdrückliches Ziel ist dabei, zusätzliche Arbeitsschritte ins Land zu holen oder wieder zu stärken. Das reicht von Baumwollspinnereien über die Herstellung von Pressspan für die Möbelindustrie bis zu Solarpaneelen. Hier bieten sich zahlreiche Ansatzpunkte für den Maschinenbau“, erklärt Dr. Knupp weiter.

„Besonders viel Zulauf erhielt in den vergangenen zwei Jahren die Textil- und Bekleidungsindustrie. Aber auch Bereiche wie Nahrungsmittel, Arzneimittel, Elektroteile oder Automobilzulieferungen erweitern ihre Basis im Land,“ so der GTAI-Experte weiter. „Die finanzielle Förderung bei der Ansiedlung beschränkt sich bei einem eher armen Land wie Ägypten allerdings auf Steuerermäßigungen und zollfreie Einfuhr von Investitionsgütern.“

Stabiles BIP-Wachstum über 4%

Dr. Marcus Knupp, Afrika-Nahost-Korrespondent der GTAI
Dr. Marcus Knupp, Afrika-Nahost-Korrespondent der GTAI.

Seit der erfolgreichen Stabilisierung der Währung im Frühjahr 2024 genießt Ägypten relativ konstante Wachstumsraten des Bruttoinlandsproduktes zwischen real 4 und 5%. Wichtige Antriebskräfte sind umfangreiche Investitionen in die Infrastruktur, die Erweiterung der Produktion in Industrie und Dienstleistungen sowie nicht zuletzt eine deutliche Zunahme ausländischer Investitionen, berichtet die GTAI weiter.

Der Krieg im Nahen Osten beeinträchtigt auch die ägyptische Wirtschaft erheblich. Die Preise für Energie und Treibstoffe sind in die Höhe geschossen. Um Stromabschaltungen vorzusorgen, hat die Regierung im April temporär Geschäftsöffnungszeiten begrenzt und öffentliche Projekte angehalten. Die Lage hat sich seither aber wieder entspannt. Der IWF hat seine Wachstumsprognose für 2026 nur leicht von real 4,7% auf 4,2% reduziert.

Die Förderung von Öl und Gas in Ägypten hat sich in den vergangenen Jahren verringert. Da der Bedarf gleichzeitig gestiegen ist, hat sich das Land netto von einem Exporteur in einen Importeur verwandelt. Das hat vor allem zwei Effekte: Die Exploration neuer Vorkommen wird wieder intensiviert. Und die Nutzung erneuerbarer Energien hat an Aufmerksamkeit gewonnen. Die jüngsten geopolitischen Ereignisse haben den Trend noch verstärkt.

Viele deutsche Maschinenbauer vor Ort aktiv

Für das Engagement deutscher Unternehmen am Nil gibt es zahlreiche Beispiele. Zu den wichtigsten Akteuren vor Ort zählt etwa die Siemens AG, die bereits seit 125 Jahren in Ägypten präsent ist. Das Unternehmen ist insbesondere in den Bereichen Energie, intelligente Infrastruktur und Digitalisierung aktiv und hat bereits mehrere Großprojekte erfolgreich umgesetzt, so etwa den Bau von drei Gaskraftwerken mit insgesamt 14,4 GW Leistung. Für das in Ägypten entstehende 2.000 km lange Hochgeschwindigkeitsnetz, das sechstgrößte der Welt, liefert Siemens Mobility derzeit Regional- und Hochgeschwindigkeitszüge.

In den letzten Jahren hat Siemens seine Industrieaktivitäten in Ägypten schrittweise ausgebaut. 2024 wurde mit der ägyptischen Industrieentwicklungsbehörde ein Memorandum of Understanding zur lokalen Fertigung von Nieder- und Mittelspannungsprodukten unterzeichnet. Ziel ist der Ausbau einer lokalen Produktion und der Export in den Nahen und Mittleren Osten sowie nach Afrika. Bereits zuvor hatte Siemens mehrere Vereinbarungen zur Digitalisierung der Industrie, zum Aufbau von Industrie-4.0-Kompetenzen und zur Ausbildung von Fachkräften geschlossen.

Dr. Alexander Koldau, VDMA-Referent Außenwirtschaft - Naher und Mittlerer Osten, Nordafrika und Türkei.
Dr. Alexander Koldau, VDMA-Referent Außenwirtschaft - Naher und Mittlerer Osten, Nordafrika und Türkei.

Im Mai 2021 kündigte DMG MORI den Bau des ersten Werkzeugmaschinenwerks Afrikas in Kairo an. Diese Pläne wurden jedoch nie umgesetzt, da sich die Nachfrage nach Werkzeugmaschinen infolge der Corona-Krise anders entwickelte als erwartet und Ägypten ab 2022 in eine schwere Wirtschafts- und Währungskrise geriet. Nun errichtet DMG MORI jedoch sein neues, modernes Technologie-, Service- und Schulungszentrum sowie die Verwaltungszentrale in Cairo New Capital, der neuen Hauptstadt des Landes, von der aus der gesamte afrikanische Kontinent betreut wird. Die Gesamtinvestition wird sich auf mehrere Millionen Euro belaufen, und die offizielle Eröffnung ist für das2. Quartal 2027 geplant, was die Bedeutung Ägyptens als Markt und Tor zu Afrika unterstreicht.

„Einzelne Ausnahmen, wie z.B. die Samson AG, ein Frankfurter Hersteller von Stellventilen, bestätigen die Regel, dass Ägypten sich als Montage- und Produktionsstandort bei deutschen Maschinenbauunternehmen noch nicht etabliert hat“, berichtet Dr. Koldau. „Aber Bosch Rexroth und KSB haben in Kairo eigene Servicecenter mit Werkstatt. Zahlreiche Unternehmen haben eigene Niederlassungen, die sich vor allem um Vertrieb und Sales Engineering kümmern, z.B. Multivac, Wika, Neuman & Esser und Aerzener. Weitere Beispiele mit Niederlassungen wären z.B. Leser, Beckhoff und Phoenix Contact. Andere bedeutende Maschinenbauer wie, die GEA Group, Trumpf, Kuka, Festo, Claas, Liebherr, Putzmeister, um nur einige zu nennen, sind meist über Händler, Servicepartner oder im Projektgeschäft vor Ort vertreten. Dies gilt auch für viele mittelständische deutsche Maschinenbauer“, so der VDMA-Experte weiter.

Insgesamt nimmt das Engagement deutscher Maschinenbauer in Ägypten aber zu. Neben DMG Mori ist die Holmer Maschinenbau GmbH aus Schierling/Eggmühl ein aktuelles Beispiel. Der Weltmarktführer bei selbstfahrenden Rübenerntemaschinen, der bereits seit 2010 im Land am Nil aktiv ist, baut sein Engagement vor Ort aus und hat dieses Jahr im Februar einen eigenen Service- und Ersatzteilstützpunkt in Kairo eröffnet. Mit rund 260.000 Hektar Zuckerrübenanbaufläche zählt Ägypten nach Unternehmensangaben zu den zehn größten Anbauländern weltweit und bietet großes Potenzial für moderne Erntetechnik.

Lokaler Maschinenbau noch in den „Kinderschuhen“

„Bislang ist Ägypten primär ein Absatzmarkt für den deutschen Maschinenbau. Viele Unternehmen arbeiten dabei aber erfolgreich mit Vertriebspartnern vor Ort zusammen, vermehrt werden aber auch lokale Serviceniederlassungen gegründet“, berichtet Maren Diale-Schellschmidt. „Dieses erfolgreiche Modell funktioniert über fast alle Branchen hinweg, von Textilmaschinen, Verpackungstechnik bis hin zu Energie- und Umwelttechnik sowie dem Agrar- und Infrastruktursektor. Und last not least, betreuen viele deutsche Unternehmen vermehrt die gesamte Region MENA und zunehmend weitere Märkte in ganz Afrika über ihre lokalen Partner oder Präsenzen in Ägypten. Es lohnt sich also, den Markt genauer anzuschauen“, fährt die Chefin der AHK Ägypten fort.

Maren Diale-Schellschmidt, Geschäftsführerin der Deutsch-Arabischen Industrie- und Handelskammer in Kairo.
Maren Diale-Schellschmidt, Geschäftsführerin der Deutsch-Arabischen Industrie- und Handelskammer in Kairo.

Es gibt so gut wie keinen ägyptischen Maschinenbau“, betont auch Dr. Koldau. „Einige Bauunternehmen und Anlagenbauer mit entsprechender Ingenieurkompetenz sind vor Ort aktiv. Auch im Stahlbau gibt es entsprechende Kompetenzen, aber Maschinen werden fast ausschließlich importiert.“

„Die industrielle Wertschöpfung konzentriert sich vor allem auf Montageprozesse und arbeitsintensive Komponentenfertigung, etwa im Automobilsektor (z. B. Kabelbäume),“ ergänzt Marcus Knupp. „Gleichzeitig steigt im Zuge der Industrialisierung der Bedarf an importierten Maschinen und Anlagen deutlich. Staatliche Programme zielen darauf ab, die lokale Fertigung schrittweise auszubauen und Importabhängigkeiten zu reduzieren“, so der GTAI-Experte weiter.

Im Fiskaljahr 2024/25 hatte das produzierende Gewerbe nach Daten der GTAI einen Anteil von 15,1% an der Bruttowertschöpfung Ägyptens. Davon entfiel etwa ein Fünftel auf den Raffineriesektor. Einen starken Zufluss gibt es in den letzten zwei Jahren in der Textil- und Bekleidungsindustrie, vor allem durch die Verlagerung von Betrieben aus China und der Türkei. Damit verbunden ist aktuell eine steigende Nachfrage nach Textilmaschinen.

„Die in Ägypten ansässigen Unternehmen im Bereich Maschinen und Ausrüstungen konzentrieren sich vor allem auf mitteltechnologische Segmente wie Pumpen- und Fluidtechnik, Heizungs-, Belüftungs- und Klimaanlagen, Lebensmittel- und Verpackungsmaschinen, Bewässerungstechnik sowie elektromechanische Ausrüstung“, so Dr. Knupp weiter. „Der Sektor ist geprägt von kleinen und mittelständischen Herstellern mit Schwerpunkt auf Montage, Komponentenfertigung und anwendungsnahen Lösungen. Komplexere Maschinen und Anlagen werden in der Regel weiterhin importiert.“

Der Exportverband Engineering Export Council of Egypt bietet einen Überblick über die  im Land produzierende Unternehmen. Dies sind nach Angaben der GTAI zum Beispiel der Hersteller von Lüftern und Ventilatoren Hammam Industries, die Anbieter von Verpackungsmaschinen Hi-Tek Engineering oder Al Sakr, aber auch der Werkzeugmaschinenproduzent Simplex – nach eigener Aussage der erste in Ägypten. Gerne weisen die ägyptischen Hersteller auf die Verwendung europäischer Komponenten wie Steuerungen oder Antriebe hin, um Bedenken hinsichtlich der Qualität vorzubauen.

Die Konfektionäre vor Ort nennen oft die Kooperation mit internationalen Partnern in Bereichen wie Sensoren und Automatisierung, aus Deutschland etwa die Firmen Siemens oder Sick.

Deutsche Maschinenexporte mit „Luft nach oben“

„In Afrika ist Ägypten mit Südafrika der wichtigste Markt“,  berichtet Dr. Koldau vom VDMA. „Insgesamt fällt Ägypten aber bei den deutschen Maschinenausfuhren kaum ins Gewicht, das Geschäft ist deutlich kleiner als in Saudi-Arabien oder den VAE, obwohl die Einwohnerzahl ein Vielfaches beträgt.

Während die deutschen Gesamtausfuhren nach Ägypten 2025 um 12,2% auf 4,4,Mrd. Euro stiegen, sanken die Exporte deutscher Maschinenbauer an den Nil nach Daten des VDMA um 5,8% auf knapp 1,0 Mrd. Euro. Gefragt waren vor allem deutsche Anlagen der Fachzweige Power Systems, Verfahrenstechnische Maschinen und Apparate, Nahrungsmittel- und Verpackungsmaschinen, Allgemeine Lufttechnik sowie Druck- und Papiertechnik. Über 30% der von Ägypten insgesamt importierten Maschinen stammen inzwischen aus China, aus Deutschland kommen gut 15%“, so der VDMA-Experte weiter.

„Aktuell sind z.B. Investitionen im Lebensmittelbereich zu beobachten, ebenso im Bergbausektor und der Textilindustrie. Dazu kommen der Aus- bzw. Aufbau eines (Hochgeschwindigkeits-)Schienennetzes. U.a. vor dem Hintergrund des Devisenmangels wird dabei auf lokale Montage wert gelegt, und es werden Fabriken zur Montage von Wagons gebaut.

Durch den Iran-Konflikt besteht die Möglichkeit, dass Ägyptens Bedeutung sogar noch zunimmt und dass Ägypten z.B. im Hinblick auf die Herstellung von petrochemischen Produkten an Bedeutung gewinnt“; fährt Dr. Koldau fort. „Es ist aber zu erwarten, dass solche Investitionsentscheidungen viel Zeit in Anspruch“ nehmen.

Tipps für Newcomer

„Wie weltweit beim Start in neue Märkte, gilt es auch für „Neulinge am Nil“ alle Aspekte vor dem Start gut zu recherchieren und vorzubereiten“, empfiehlt Maren Diale-Schellschmidt. Bei der Suche nach lokalen Vertriebspartnern, der Gründung von Servicezentren oder Niederlassungen vor Ort ist die Deutsch-Arabische Industrie- und Handelskammer, die bereits 1951 in Kairo als erste deutsche Auslandshandelskammer in der arabischen Welt gegründet wurde und damit dieses Jahr ihr 75-jähriges Jubiläum feiert, mit ihrem Netzwerk von  über 2.000 Mitgliedsfirmen ein gesuchter Partner. „Das Feedback, das wir von den deutschen Unternehmen erhalten, zeigt, dass die Kooperationen mit Ägyptern von gegenseitigem Respekt, und Verlässlichkeit geprägt sind. Zahlungsausfälle erleben wir fast nie,“ berichtet die CEO der AHK Kairo weiter.

Und Dr. Koldau ergänzt: „Setzen Sie sich intensiv mit dem Markt auseinander, vor allem mit den administrativen und regulatorischen Rahmenbedingungen. Verstehen Sie, wie Ihr Markt in Ägypten funktioniert, wie Ausschreibungen laufen, welche Rolle Lokalisierung spielt und wie diese von den Marktpartnern umgesetzt wird. Zudem ist die persönliche Vernetzung vor Ort ist sehr wichtig und um die Marktpotenziale abzuschöpfen, ist entsprechendes Engagement vor Ort nötig“, empfiehlt der VDMA-Experte abschließend.

FAQ zum Maschinenbau in Ägypten

Welche Chancen bietet der Maschinenbau in Ägypten? – Chancen bestehen insbesondere durch den Ausbau der Industrie, der Infrastruktur und lokaler Produktionskapazitäten sowie durch den hohen Bedarf an importierten Maschinen.

Welche Branchen sind für den Maschinenbau in Ägypten relevant? – Besonders relevant sind Textil, Lebensmittel, Verpackung, Energie, Umwelttechnik, Landwirtschaft, Bergbau, Verkehr und Automatisierung.

Warum ist der Maschinenbau in Ägypten auf Importe angewiesen? – Die lokale Produktion konzentriert sich vor allem auf Montage, Komponentenfertigung und mitteltechnologische Lösungen. Komplexe Maschinen werden überwiegend importiert.

Welche Rolle spielt Ägypten für deutsche Maschinenbauer? – Das Land ist vor allem ein Absatz-, Vertriebs- und Servicestandort und kann zugleich als Ausgangspunkt für weitere Märkte in der MENA-Region und in Afrika dienen.

Welche Herausforderungen bestehen für den Maschinenbau in Ägypten? – Hohe Finanzierungskosten, Devisenknappheit, regulatorische Anforderungen, Lokalisierungsvorgaben und geopolitische Risiken erschweren den Markteintritt.