Der türkische Maschinenbau bleibt ein wichtiger Industrietreiber, steht aber unter Druck. Inflation, volatile Wechselkurse und teure Finanzierung bremsen Investitionen, während exportorientierte Branchen und deutsche Anbieter auf neue Impulse hoffen.
Ernst LeisteErnstLeiste
Der türkische Maschinenbau hofft auf bessere Zeiten. Auch die deutschen Exporteure warten auf Impulse.IHERPHOTO - stock.adobe.com
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Summary: Der türkische Maschinenbau kämpft mit hoher Inflation, volatilen Wechselkursen und schwacher Investitionsdynamik, bleibt aber ein bedeutender Markt für deutsche Anbieter. AHK Türkei, VDMA und GTAI sehen vor allem bei exportorientierten Industrien, Dekarbonisierung, Automatisierung und neuen Industrieprogrammen Chancen. Für deutsche Exporteure ist der Markt weiter relevant, doch besonders neue Investoren agieren vorerst vorsichtig.
„Trotz der
wirtschaftlich weiterhin angespannten Lage in der Türkei mit einer Inflation
von immer noch etwa 30% gibt es weiterhin deutsche Unternehmen, die bei ihrer
Suche nach alternativen Standorten in der Türkei investieren und (Teile)
ihre(r) Produktion hierher verlagern“, berichet Burkhardt Hellemann,
Geschäftsführendes Vorstandsmitglied der AHK Türkei. „Allerdings sind das meist
Firmen, die schon seit Jahren auf dem türkischen Markt aktiv sind und sich
daher mit den teils volatilen Geschäftsverhältnissen bestens auskennen“,
erläutert der Delegierte der Deutschen Wirtschaft in der Türkei weiter.
„Deutsche 'Neueinsteiger', für die die Türkei dagegen zu 'krisendominiert' wirkt, warten mit ihren Engagements dagegen eher ab.“
„Immerhin sind
die deutschen Exporte in die Türkei im Jahr 2025 nach vorläufigen Daten des
Statistischen Bundesamtes (Destatis) wieder um rund 1 Mrd. EUR bzw. 3,7% auf
29,7 Mrd. EUR gestiegen, nachdem die deutschen Ausfuhren an den Bosporus im
Vorjahr noch um 2,4 Mrd. EUR bzw. 7,8% gesunken waren“, stellt Hellemann
weiter fest.
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Und es ist gar
nicht solange her, dass sich deutsche Maschinenbauer über gute Geschäfte in der
Türkei freuen konnten. Denn in den vier Jahren von 2020 bis 2023 stiegen die
deutschen Maschinenlieferungen an den Bosporus nach Daten des VDMA von 3,6 Mrd. EUR um immerhin 60% auf 5,8 Mrd. EUR - teilweise mit jährlichen Zuwachsraten
von über 20% - an.
„Besonders die
Hersteller von Antriebs-, Fluid und Fördertechnik sowie Nahrungsmittel- und
Verpackungsmaschinen sowie Energiesystemen konnten in diesen Jahren steigende
Umsätze verbuchen“, berichtet Dr. Alexander Koldau, VDMA-Referent
Außenwirtschaft - Naher und Mittlerer Osten, Nordafrika und Türkei. „Und obwohl
die Tendenz seitdem deutlich rückläufig ist – im Jahr 2025 sanken die deutschen
Maschinenexporte in die Türkei um 3,7% im Vorjahresvergleich - liegt das Land
im Exportranking des deutschen Maschinenaußenhandels mit fast 5,2 Mrd. EUR im
Jahr 2025 auf Platz 12. Dieser Ausfuhrwert liegt nur wenige Millionen Euro
unter dem Tschechiens (auf Platz 11) aber deutlich hinter der Schweiz (6,1 Mrd. EUR - Platz 10)“, so der VDMA-Experte weiter.
Dass die
Geschäfte in der Türkei derzeit nicht besser laufen, hat viel mit den
dortigen wirtschaftlichen
Rahmenbedingungen zu tun. „Zwar sind die Wachstumsraten in der Türkei derzeit
deutlich höher als in Deutschland – der IWF erwartet nach seinen neuesten
Prognosen von Januar für 2026 ein reales BIP-Wachstum von 4,2% nach 3,5% im
Vorjahr -, doch bleibt die Dynamik für türkische Verhältnisse schwach“, betont
Katrin Pasvantis, GTAI-Korrespondentin für die Türkei.
Hohe
Inflation und volatile Wechselkurse belasten
„Hauptgrund ist
die straffe Geldpolitik, die zur Stabilisierung der Inflation beiträgt,
gleichzeitig aber die Konjunktur dämpft. Denn angesichts einer
Preissteigerungsrate von immer noch um die 30% und der hohen Leitzinsen bleiben
die Finanzierungsmöglichkeiten für Unternehmen sehr schlecht. Zudem erschweren“
– so die GTAI-Expertin weiter - „die volatilen Wechselkurse und die rasch
steigenden Lohnkosten das Geschäft. Zugleich verteuert die Abwertung der Lira
die Einfuhr von Rohstoffen und Vorprodukten weiter. Diese Kombination belastet
auch den türkischen Maschinenbau – sowohl die Hersteller selbst als auch ihre
Abnehmerbranchen. Die Folge: Die Industrie zeigt sich deutlich zurückhaltender
bei Investitionen.“
„Viele
türkische Firmen, die auf hohe technische Standards sehr viel Wert legen,
planen daher vorsichtiger“, ergänzt Dr. Koldau vom VDMA. „Um auf den
Weltmärkten erfolgreich zu sein, ist die Nachfrage nach deutschen
High-Tech-Maschinen und Komponenten in vielen Branchen des türkischen
Maschinenbaus traditionell hoch. Dank
deutscher Steuerungskomponenten werden türkische Maschinen oft weltmarktfähig.
Andererseits werden Anlagen 'Made in Turkey', die häufig in die EU exportiert
werden, zunehmend zu einer ernstzunehmenden Konkurrent für deutsche Hersteller.
Dies vor allem, da türkische Maschinenbauer lange von der rasanten Abwertung
der türkischen Lira, die mit der Hyperinflation einherging, profitieren
konnten. Sie waren in der Lage, die eigenen Produkte auf dem Weltmarkt relativ
günstig anzubieten.“
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„Um die
Inflation, die in der Spitze in die Nähe der 100% p.a. heranreichte, in den
Griff zu bekommen, wurde die türkische Währung inzwischen durch geldpolitische
Maßnahmen stabilisiert. Zuletzt hat die türkische Wirtschaft daher“ – so der
VDMA-Experte weiter – „international deutlich an Wettbewerbsfähigkeit verloren.
Zudem bleibt die Nachfrage nach Investitionsgütern, die vor allem zur Bedienung
des türkischen Marktes bestimmt sind, u.a. wegen der weiterhin erheblichen
Inflation und der hohen Zinsen gering.“
"Vergleichbare
Probleme wie in der Maschinenbaubranche zeigen sich besonders deutlich in der
Abschwächung der Textil- und Bekleidungsindustrie, einem der
traditionsreichsten Industriezweige des Landes“; berichtet Katrin Pasvantis von
der GTAI. „Steigende Löhne treffen auf ohnehin knappe Margen. Das schmälert die
Wettbewerbsfähigkeit und erschwert Modernisierungen. Einige Hersteller
verlagern daher ihre Produktion inzwischen nach Ägypten."
"Zu den
dynamischsten Industriezweigen zählt derzeit noch die Automobilindustrie;“
fährt die GTAI-Korrespondentin fort. „Die Branche profitiert von anhaltend
hohen Investitionen, insbesondere in den Bereichen Elektromobilität und
Batteriefertigung. Dank der Zollunion mit der EU ist die Türkei ein attraktiver
Produktionsstandort für den europäischen Markt. Neben Erweiterungen bestehender
Standorte investieren Hersteller und Zulieferer, insbesondere aus China, in der
Türkei verstärkt in die Elektromobilität.“ Die laufenden Investitionen in neue
Kapazitäten und Technologien untermauern die Erwartung, dass die türkische
Kfz-Industrie ihre Rolle als bedeutender Produktions- und Exportstandort in der
Region langfristig festigen wird.“
Vor allem
exportorientierte Firmen planen trotz schwieriger Bedingungen
Kapazitätserweiterungen. Die Dekarbonisierung der Industrie dürfte mit Blick
auf die EU voranschreiten, erwartet der VDMA. Steigende Energie- und
Arbeitskosten fördern Investitionen in Effizienz und Automatisierung.
Investitionen planen – so der Maschinenbauverband weiter - vor allem die
Chemie-, Rüstungs-, Kfz-Industrie und der Energiesektor. Die OECD
prognostiziert für das Jahr 2026 ein Anstieg der Bruttoanlageinvestitionen von
5,2%.
Impulse erhofft
sich die türkische Regierung auch von der neuen Industrie- und
Technologiestrategie 2030, die Präsident Recep Tayyip Erdoğan im Mai 2025
verkündete. Der umfassende Fahrplan zielt darauf ab, die technologische
Unabhängigkeit, industrielle Fähigkeiten und globale Wettbewerbsfähigkeit des
Landes zu stärken. Die ehrgeizige Strategie konzentriert sich auf
Schlüsselsektoren wie Raumfahrttechnologien, Verteidigung, Elektrofahrzeuge,
Halbleiter, erneuerbare Energien, grüne Technologien, Biotechnologie,
Quantencomputer und künstliche Intelligenz. Laut Industrieminister soll der
Etat für FuE und Technologieparks auf 16 Mrd. US$ pro Jahr erhöht werden.
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Nachhaltigkeit wird wichtiger
„Mit dem
Inkrafttreten des Klima-Rahmengesetzes Nr. 7552 im Juli 2025 erhält die
türkische Industrie erstmals verbindliche Vorgaben für die
Emissionsüberwachung, -reduzierung und die Vorbereitung auf ein nationales
Emissionshandelssystem (ETS)“, berichtet Katrin Pasvantis weiter. „Zusammen mit
dem ETS entsteht ein regulatorisches Fundament, das Investitionen in Effizienz,
Emissionsminderung und Digitalisierung stimulieren und Anknüpfungspunkte für
Technologie- und Servicepartnerschaften schaffen dürfte.
Zeitgleich
verfolgt der ebenfalls im Juli 2025 veröffentlichte Investment Plan 2025 des
Investitionsrats YOIKK das Ziel, die industrielle Produktion insgesamt grüner
und digitaler zu gestalten. Für die Chemieindustrie bedeutet das - so erwartet
die GTAI-Expertin - dass Unternehmen, die frühzeitig auf saubere Verfahren,
automatisierte Prozesse und Energieeffizienz setzen, nicht nur Kosten senken,
sondern auch ihre Wettbewerbsposition verbessern können.
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Auch im
türkischen Lebensmittelmarkt bleiben die mittelfristigen Perspektiven nach
Einschätzung der GTAI trotz der angespannten Lage vielversprechend. Impulse
kommen vor allem von der steigenden Nachfrage nach Fertig- und
Convenience-Produkten, einem wachsenden Gesundheitsbewusstsein und der großen
Agrarproduktion. Zudem fördert die wachsende Mittelschicht, insbesondere in
westlichen Metropolregionen, sowie die Offenheit der jungen Generation
gegenüber internationalen Marken die Nachfrage nach hochwertigen Lebensmitteln.
Der
türkische Maschinenbau ist breit aufgestellt
Generell gehört
der Maschinenbau zu den Schlüsselindustrien der Türkei und gilt als einer der
größten Wachstumstreiber im verarbeitenden Sektor. Die Branche, in der nach
Angaben von Invest in Türkiye jedes Jahr über 39.000 Maschinenbau-Ingenieure
graduiert werden, liefert wichtige Vorleistungen für zahlreiche Sektoren wie
Chemie, Bau, Automotive, Energie, Textil, Landwirtschaft und Bergbau. „Die
Branche wird“ – wie Dr. Koldau betont - „von der türkischen Regierung
vielfältig unterstützt. Es gibt ein umfassendes Exportförderprogramm sowie
Hilfen u.a. bei Messebeteiligungen, Marktrecherchen, Niederlassungsgründungen,
der Eintragung von Marken- und Patentrechten und der Exportfinanzierung.“
Die
Maschinenausfuhr der Türkei erreichte im Jahr 2024 nach Daten des VDMA etwa
16,8 Mrd. EUR. Mehr als die Hälfte dieser Anlagen sind für die USA und die
EU-Länder, vor allem Deutschland, UK, Frankreich und Italien bestimmt. Die
Maschinenimporte der Türkei erreichten – so der VDMA weiter - 2024 etwa 29,1
Mrd. EUR, davon stammten etwa 20% aus Deutschland.
Im türkischen
Maschinenbau gibt es insgesamt mehrere tausend, zum Teil in Nischenbereichen
aktive, hochspezialisierte Firmen, von klassischen Baumaschinen über
landwirtschaftliche Geräte bis hin zu hochspezialisierten CNC- und
Verarbeitungsanlagen.
Bedeutendste
Exportbranchen sind Agrarmaschinen, Baumaschinen sowie Anlagen für Heiz-,
Lüftungs- und Klimatechnik. Als Hersteller landwirtschaftlicher Maschinen sind vor allem Türk Traktör
(Traktoren- und landwirtschaftliche Maschinen), Tümosan Engine and Tractor
Industry Inc. (Traktoren und Dieselmotoren für die Landwirtschaft und
industrielle Anwendungen), Basak Traktör (traditionsreicher Traktorenhersteller
mit eigener Marke und Produktions- bzw. Exportaktivitäten) und die Erkunt Group
(ArmaTrac) zu nennen.
Hidromek ist
einer der größten türkischen Hersteller von Baumaschinen (Bagger, Radlader,
Planierraupen), Çimsataş produziert Teile für Baumaschinen, Guss- und
Schmiedeteile und bearbeitete Komponenten. Maschinen und Ausrüstung für Minen
und schwere industrielle Anwendungen fertigt Eczacıbaşı Esan, Metall- und
Blechbearbeitungsmaschinen Ermaksan, Textil- und High-Tech-Maschinen Durmazlar
in Bursa, um nur einige bedeutende Hersteller zu nennen.
Starke
deutsche Präsenz vor Ort
Insgesamt sind
in der Türkei mehrere tausend deutsche Unternehmen aktiv, darunter viele
kleinere und mittelständische Unternehmen aus dem Maschinenbau oder dem
Zuliefer- und Dienstleistungsbereich. Zu den prominenten deutschen Maschinenbauern vor Ort gehört das
Unternehmen Siemens, das nahe Istanbul bereits 1961 eine seiner ersten
ausländischen Fabriken errichtete.
In einem weiteren Produktionsstandort in
Gebze (Kocaeli) werden in einem integrierten Produktionswerk, das weltweite Bedeutung im Siemens-Produktionsnetzwerk
hat, Mittel- und Niederspannungstechnik, Energieverteilanlagen und weitere
elektrische Komponenten hergestellt. Auch der deutsche Technologiekonzern Bosch
ist seit den 1970er Jahren in der Türkei vertreten und betreibt
mehrere Produktions- und Entwicklungsstandorte, u.a. in Bursa für Automobilkomponenten,
Hydraulik- und Sondermaschinen.
Teile seiner
Fertigung verlagerte auch
der deutsche Technologiekonzern für Fahrzeug- und Industrietechnik ZF
Friedrichshafen AG mit mehreren Produktionsstätten in die
Türkei. Die Dürr-Gruppe ist
seit 2007 mit einer Tochterfirma in Izmit vertreten und entwickelt dort
Anlagenbau- und Prozesslösungen im Maschinen- und Fertigungsbereich. Weitere
Beispiele sind thyssenkrupp
Asansör, Teil des thyssenkrupp-Konzerns, der in Dilovası/Kocaeli eine
Produktionsanlage für Aufzüge betreibt oder die GHH Group, der Hersteller von
Spezialmaschinen für Berg- und Tunnelbau, der seine Produkte über
Partnernetzwerke auch in der Türkei vertreibt.
Viele weitere
deutsche Maschinenbau-Firmen sind über Vertretungen, Handelsvertretungen oder
langjährige Partnernetzwerke in der Türkei aktiv – etwa im Werkzeugmaschinen-
und Produktionstechnologie-Sektor (z. B. DMG Mori, Emag, Heller, Hermle,
Index/Traub)
Zu den
zahlreichen deutschen mittelständischen Maschinenbauern, die teilweise schon
seit vielen Jahren auf dem türkischen Markt aktiv sind, gehört etwa die
Hammelmann GmbH aus dem westfälischen Oelde. Der seit über 70 Jahren
marktführende Anbieter von Hochdruckpumpen und technischen Systemen für
Hochdruckanwendungen ist mit einer eigene Tochtergesellschaft in Istanbul
vertreten und bietet dort Service, Kundendienst sowie technische Beratung
direkt vor Ort an.
Auch die Arburg GmbH + Co. KG aus Loßburg im Nordschwarzwald, ein weltweit führender Hersteller
von Kunststoff-Spritzgießmaschinen und Automationslösungen. hat bereits seit
1996 eine Niederlassung in Beylikdüzü nahe Istanbul. Ebenso arbeitet die Schmid
Group (Gebr. Schmid GmbH) aus Freudenstadt im Schwarzwald, ein langjährig
etabliertes Maschinenbau- und Technologieunternehmen, seit Jahren mit
türkischen Partnern (z.B.der Pekintas Group) zusammen, etwa zur Skalierung der
Produktion von Energiespeicherlösungen und -anlagen.
Seit September
2020 ist die Dieffenbacher GmbH aus Eppingen, ein traditionsreicher Anlagen-
und Sondermaschinenbauer mit Fokus auf Holzwerkstoffen, Press- und
Fertigungssystemen, auch mit einer Geschäftsstelle in der Türkei vertreten, um
die regionale Geschäftsentwicklung zu stärken und lokale Partner zu betreuen,
Ein technisches
Büro in Izmir unterhält auch die KMM Automation GmbH aus Frankfurt am Main. Der
Anbieter von Automatisierungs- und Engineering-Lösungen will mit seiner
dortigen Niederlassung lokale und internationale Projekte mit einem
deutschsprachigen Engineering-Team betreuen.
Es verwundert
daher nicht, dass Burkhardt Hellemann von der AHK Türkei für „Newcomer“ in der
Türkei noch folgenden Tipp hat: „Ich ermutige vor allem die Unternehmen, die
noch keine Erfahrung mit dem türkischen Markt gemacht haben, hierher zu reisen
und sich selber ein Bild von der Realität zu machen. Es ist“ – so Hellemann
weiter - „meines Erachtens nicht nur wichtig, Istanbul, Ankara und / oder Izmir
oder Bursa einmal gesehen zu haben. Auch die türkische Unternehmer-Mentalität
hält - selbst für uns - immer wieder viele positive Überraschungen bereit. Wenn
man sich für (oder gegen) die Türkei als Investitionsstandort entscheidet,
sollte man das auf alle Fälle erst nach einem einwöchigen Aufenthalt hier vor
Ort getan haben.“
FAQ zum türkischen Maschinenbau
• Wie entwickelt sich der türkische Maschinenbau derzeit? – Der türkische Maschinenbau bleibt ein bedeutender Industriesektor, steht aber wegen hoher Inflation, hoher Zinsen und schwacher Investitionsdynamik unter Druck.
• Warum ist der türkische Maschinenbau für deutsche Unternehmen wichtig? – Der türkische Maschinenbau ist ein großer Absatz- und Produktionsmarkt, in dem deutsche Technik weiterhin stark nachgefragt wird und deutsche Unternehmen seit Jahren präsent sind.
• Welche Chancen hat der türkische Maschinenbau trotz der Krise? – Chancen ergeben sich im türkischen Maschinenbau vor allem durch exportorientierte Industrien, Elektromobilität, Automatisierung, Dekarbonisierung und neue industriepolitische Programme.
• Welche Risiken prägen den türkischen Maschinenbau aktuell? – Im türkischen Maschinenbau belasten vor allem volatile Wechselkurse, steigende Lohnkosten, hohe Finanzierungskosten und zurückhaltende Investitionen.
• Welche Rolle spielt Nachhaltigkeit für den türkischen Maschinenbau? – Für den türkischen Maschinenbau wird Nachhaltigkeit wichtiger, weil neue regulatorische Vorgaben und ein geplantes ETS Investitionen in Effizienz, Emissionsminderung und Digitalisierung anschieben sollen.