Der Auftragseingang im Maschinenbau hat im Februar 2026 spürbar nachgegeben. Auch die aktuelle Konjunkturerhebung des VDMA signalisiert eine eingetrübte Stimmung in der Branche.
Claus WilkClausWilkClaus WilkChefredakteur
Die aktuellen Zahlen unterstreichen, dass sich die Orderlage im Maschinen- und Anlagenbau nicht nur im Monatsvergleich abgeschwächt hat, sondern auch über mehrere Monate hinweg belastet bleibt.Industrieblick - stock.adobe.com
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Summary: Der deutsche Maschinen- und Anlagenbau verzeichnete im Februar 2026 ein reales Orderminus von 12 % zum Vorjahr. Besonders schwach entwickelten sich Inlandsbestellungen und Aufträge aus Nicht-Euro-Ländern, während die Stimmung laut VDMA-Konjunkturerhebung ebenfalls nachgab. Trotz des Dämpfers hält der Verband an der Hoffnung auf eine zaghafte Konjunkturerholung fest und drängt auf schnelle Reformen.
Was der Auftragseingang im Maschinenbau im Februar zeigt
Der Maschinen- und Anlagenbau in Deutschland hat im Februar einen deutlichen Dämpfer in seinen Orderbüchern erhalten. Insgesamt sanken die Bestellungen real um 12 % zum Vorjahr. Aus dem Inland kamen 16 % weniger Orders, das Auslandsgeschäft verbuchte ein Minus von 11 %.
Positiv entwickelte sich lediglich das Geschäft mit den Euro-Partnerländern. Hier legten die Aufträge um 6 % zu. Aus den Nicht-Euro-Ländern kamen dagegen 17 % weniger Bestellungen.
„Geopolitische Konflikte belasten unsere Geschäfte schon seit längerem und jetzt ist noch der Iran-Krieg dazugekommen, der für weitere Unsicherheit sorgt. Für das globale Investitionsklima sind all diese Auseinandersetzungen eine schwere Belastung, die sich deutlich bemerkbar macht“, sagt VDMA-Chefvolkswirt Dr. Johannes Gernandt.
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Wie aus der VDMA-Mitteilung hervorgeht, zeigt sich die Schwäche auch im weniger schwankungsanfälligen Drei-Monats-Zeitraum Dezember 2025 bis Februar 2026. In diesem Zeitraum verbuchten die Unternehmen ein Bestellminus von real 8 % zum Vorjahr. Die Inlandsbestellungen sanken um 6 %, die Auslandsorders lagen um 8 % unter ihrem Vorjahreswert.
Wie sich das Auslandsgeschäft im Maschinenbau entwickelt
Im Drei-Monats-Zeitraum kamen aus den Euro-Ländern 2 % weniger Aufträge. Aus den Nicht-Euro-Ländern waren es 11 % weniger Orders. Damit bleibt vor allem das internationale Geschäft außerhalb des Euroraums unter Druck.
Die aktuellen Zahlen unterstreichen, dass sich die Orderlage im Maschinen- und Anlagenbau nicht nur im Monatsvergleich abgeschwächt hat, sondern auch über mehrere Monate hinweg belastet bleibt.
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Konjunkturerhebung: Stimmung im Maschinenbau trübt sich ein
Die schwache Auftragslage spiegelt sich auch in der aktuellen VDMA-Konjunkturerhebung wider. Insgesamt hat sich die Stimmung im Maschinen- und Anlagenbau wieder leicht eingetrübt. Laut der im März durchgeführten Umfrage unter Mitgliedsfirmen bewerten rund ein Viertel der insgesamt 881 Unternehmen ihre aktuelle Lage als „sehr gut“ oder „gut“. In der Umfrage von Ende Januar lag der Wert bei noch knapp 30 %.
Etwa 26 % der Unternehmen gibt aktuell dagegen das Urteil „schlecht“ oder „sehr schlecht“ ab. Auch die Aussichten haben einen Dämpfer erlitten. Etwa ein Viertel der Unternehmen ist optimistisch mit Blick auf die nächsten 6 Monate. Im Januar waren es noch 30 %. Zugleich erwarten 14 % eine weitere Verschlechterung der Geschäftslage, nach 9 % im Januar.
Warum die Hoffnung auf Erholung dennoch bleibt
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Dies wirkt sich auch auf den Blick nach vorne aus. Für das laufende Jahr rechnen rund 52 % der Unternehmen mit einer nominalen Umsatzsteigerung. Knapp 30 % sehen eine Stagnation als realistisch an, knapp 18 % erwarten einen Umsatzrückgang.
„Wenig überraschend haben sich im aktuellen Umfeld sowohl die allgemeine Lageeinschätzung als auch die Aussichten mit Blick auf die kommenden 6 Monate eingetrübt. Der Dämpfer fällt hier jedoch moderat aus, was die Hoffnung auf eine zaghafte Konjunkturerholung im laufenden Jahr weiterhin am Leben hält“, resümiert Dr. Gernandt.
Reformen rücken wieder in den Fokus
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Mit Blick auf die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen verbindet der Verband die Konjunkturhoffnung mit klaren Erwartungen an die Politik. „Nichtsdestotrotz ist es jetzt entscheidend, dass die Regierungskoalition die seit langem angekündigten Reformen endlich beschließt und direkt umsetzt“, fügt er hinzu. „Das Zeitfenster bis zum Sommer muss unbedingt genutzt werden! Die Zeit ist reif für einen neuen Agenda-Moment in Deutschland.“
mit Material vom VDMA
Sorgenkind Auftragseingang
• Wie hat sich der Auftragseingang im Maschinenbau im Februar entwickelt? – Der Auftragseingang sank im Februar 2026 real um 12 % zum Vorjahr.
• Welche Märkte belasteten den Auftragseingang im Maschinenbau besonders? – Vor allem das Inland mit minus 16 % und die Nicht-Euro-Länder mit minus 17 % entwickelten sich schwach.
• Was zeigt die Konjunkturerhebung zum Auftragseingang im Maschinenbau? – Die Stimmung hat sich leicht eingetrübt, und auch die Erwartungen für die nächsten 6 Monate haben sich verschlechtert.
• Warum bleibt der Auftragseingang im Maschinenbau unter Druck? – Laut VDMA belasten geopolitische Konflikte und zusätzliche Unsicherheit durch den Iran-Krieg das globale Investitionsklima.
• Was fordert der VDMA beim Auftragseingang im Maschinenbau? – Der Verband fordert, dass die Regierungskoalition angekündigte Reformen schnell beschließt und umsetzt.