Die HKM-Übernahme bringt einen tiefgreifenden Umbau des Duisburger Stahlstandorts. Salzgitter übernimmt das Unternehmen vollständig, plant Investitionen und kündigt einen umfassenden Stellenabbau an.
Die vollständige Übernahme der Hüttenwerke Krupp Mannesmann durch die Salzgitter AG soll den Duisburger Stahlstandort sichern, ist jedoch mit einem Abbau von rund 2000 Arbeitsplätzen verbunden.solvi - stock.adobe.com
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Summary: Salzgitter übernimmt die Hüttenwerke Krupp Mannesmann (HKM) vollständig von Thyssenkrupp Steel Europe und Vallourec. Bis Ende 2028 soll die Beschäftigtenzahl von rund 3000 auf etwa 1000 sinken. Gleichzeitig plant der Konzern Investitionen in die grüne Stahlproduktion und einen Elektrolichtbogenofen am Standort Duisburg.
Was umfasst die HKM-Übernahme?
Die Salzgitter AG übernimmt die Duisburger Stahlfirma HKM vollständig. Wie das Unternehmen mitteilt, wurden entsprechende Verträge mit den bisherigen Miteigentümern Thyssenkrupp Steel Europe (TKSE) und Vallourec unterzeichnet.
Bislang hielt TKSE 50 % der Anteile an HKM, die Salzgitter AG 30 % und Vallourec 20 %. HKM steht für Hüttenwerke Krupp Mannesmann.
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Warum werden rund 2.000 Stellen abgebaut?
Mit der Übernahme verbindet Salzgitter einen tiefgreifenden Personalabbau. Aktuell beschäftigt HKM rund 3000 Mitarbeiter. Bis Ende 2028 sollen noch etwa 1.000 Arbeitsplätze bestehen.
„Dies ist ein schwerer, aber notwendiger Schritt“, sagt Salzgitter-Personalvorständin Birgit Dietze.
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Nach Angaben des Unternehmens sollen die Veränderungen „grundsätzlich sozialverträglich“ gestaltet werden. Ohne den Stellenabbau hätte Salzgitter die vollständige Übernahme nicht umsetzen können. Die Alternative wäre eine komplette Schließung des Duisburger Hüttenwerks gewesen. Nur mit einer konsequenten Neuaufstellung habe HKM die Chance auf eine erfolgreiche Zukunft.
Wie soll der Standort künftig ausgerichtet werden?
Salzgitter plant Investitionen in den Standort, um künftig an der klimaschonenden Stahlproduktion mitzuwirken. Geplant ist der Bau eines Elektrolichtbogenofens, der Strom nutzt und nur wenig CO2 verursacht.
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„Wir sind froh, dass wir nun für alle Beteiligten eine zufriedenstellende Lösung gefunden haben“, sagte Salzgitter-Chef Gunnar Groebler. Man wolle den Standort auf die grüne Transformation ausrichten und in eine langfristige Zukunft führen.
Welche Folgen hat die HKM-Übernahme für Thyssenkrupp?
Die Vorstandsvorsitzende von Thyssenkrupp Steel Europe, Marie Jaroni, bezeichnete die Einigung als „wichtigen Meilenstein für alle Beteiligte“. TKSE könne die eigene Produktion künftig auf den Duisburger Norden konzentrieren sowie Auslastung, Effizienz und Wirtschaftlichkeit nachhaltig steigern.
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HKM beliefert TKSE nur noch bis Ende 2028. Ursprünglich war die Belieferung bis 2032 vorgesehen.
Ein Sprecher der IG Metall bezeichnete den geplanten Stellenabbau als „bitter“. Gleichzeitig sei es positiv, dass der Standort erhalten bleibe und damit immerhin 1000 gut abgesicherte Industriearbeitsplätze in Nordrhein-Westfalen bestehen bleiben.
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Stefan Dietzfelbinger von der Niederrheinischen Industrie- und Handelskammer sprach von „ein gutes Signal für unseren Stahlstandort“. Die angekündigte Ausrichtung auf die grüne Transformation und die Investitionen in einen Elektrolichtbogenofen bewertet er positiv. „Damit wird das Unternehmen einen merklichen Beitrag zur CO2-Reduktion leisten.“
• Was umfasst die HKM-Übernahme? – Salzgitter übernimmt sämtliche Anteile an HKM von Thyssenkrupp Steel Europe und Vallourec.
• Warum führt die HKM-Übernahme zu einem Jobabbau? – Nach Unternehmensangaben ist der Stellenabbau Voraussetzung für die wirtschaftliche Neuaufstellung und den Erhalt des Standorts.
• Was bedeutet die HKM-Übernahme für die Produktion? – Salzgitter plant Investitionen in die grüne Stahlproduktion und den Bau eines Elektrolichtbogenofens in Duisburg.
• Wann soll die HKM-Übernahme abgeschlossen sein? – Die Umstrukturierung und der Personalabbau sind bis Ende 2028 vorgesehen.
• Welche Auswirkungen hat die HKM-Übernahme auf den Standort Duisburg? – Der Standort bleibt erhalten und soll langfristig auf die grüne Transformation der Stahlproduktion ausgerichtet werden.