Das Geschäftsjahr 2025 ist bei Liebherr von stabilem Umsatz, hohen Investitionen und technologischen Fortschritten geprägt worden.
Redaktion ProduktionRedaktionProduktion
Die Moschee Hagia Sophia, eines der bekanntesten Wahrzeichen der Welt mit einer 1.500-jährigen Geschichte, wird derzeit mit Hilfe eines Liebherr-Verstellauslegerkrans 280 HC-L umfassend restauriert.Liebherr
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Summary: Die Firmengruppe Liebherr hat das Geschäftsjahr
2025 mit einem Umsatz von 14.772 Mio EUR abgeschlossen. In Bulle stellte das
Unternehmen am 2. April 2026 die Zahlen, Investitionen und
Technologiefortschritte vor und verweist auf Stabilität trotz regional und
segmentseitig unterschiedlicher Entwicklungen. Auswirkungen zeigen sich in hohen
Zukunftsinvestitionen, neuen autonomen und elektrifizierten Maschinen sowie
einem zuversichtlichen Ausblick auf 2026.
Wie lief das Geschäftsjahr 2025 bei Liebherr?
Die Firmengruppe Liebherr hat das Geschäftsjahr 2025 mit
einem Umsatz von 14.772 Mio EUR abgeschlossen. Gegenüber dem Vorjahr
entspricht das einem Umsatzwachstum von 150 Mio. EUR oder 1,0 Prozent. Die
Firmengruppe entwickelte sich insgesamt stabil. Diese Entwicklung führt Liebherr auf die breite
Diversifikation und die dezentrale Struktur zurück. Dadurch konnten rückläufige
Absätze in einzelnen Produktsegmenten ausgeglichen werden. In den Produktsegmenten Maritime Krane, Aerospace und
Verkehrstechnik, Verzahntechnik und Automationssysteme, Kühl- und
Gefriergeräte, Komponenten sowie Hotels erzielte Liebherr einen Gesamtumsatz
von 5.427 Mio EUR. Das entspricht einer Steigerung von 14,7 Prozent gegenüber
dem Vorjahr.
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Rückläufig entwickelte sich dagegen der Bereich
Baumaschinen und Mining. Dazu zählen die Produktsegmente Erdbewegung,
Materialumschlag, Spezialtiefbau, Mining, Mobil- und Raupenkrane, Turmdrehkrane
und Betontechnik. Obwohl Spezialtiefbau und Turmdrehkrane zulegen konnten, sank
der Umsatz des Bereichs insgesamt um 5,5 Prozent auf 9.345 Mio EUR.
Wo wuchs Liebherr, wo gab es Rückgänge?
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Regional entwickelte sich das Geschäft unterschiedlich.
Rückgänge verzeichnete die Firmengruppe in Asien und Ozeanien sowie in
Nordamerika. In Europa ergab sich laut Unternehmen ein geteiltes Bild.
Während die Geschäfte in den Nicht-EU-Ländern rückläufig waren, erzielte
Liebherr in der Europäischen Union ein Umsatzplus. Dieses wurde insbesondere
von der positiven Entwicklung in Deutschland getragen. Gewachsen ist die Firmengruppe außerdem in Mittel- und
Südamerika sowie in der Absatzregion Afrika / Naher und Mittlerer Osten.
Besonders Südafrika und die Vereinigten Arabischen Emirate erwiesen sich dabei
als Wachstumstreiber.
Welche Kennzahlen prägten das Geschäftsjahr 2025?
Liebherr erzielte 2025 ein Jahresergebnis von 272 Mio
EUR. Während das Betriebsergebnis im Vergleich zum Vorjahr abnahm, lag das
Finanzergebnis über dem Vorjahreswert. Auch die Mitarbeiterzahl stieg weiter. Zum Jahresende
beschäftigte Liebherr weltweit 55.963 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Das
waren 1.235 mehr als im Vorjahr.
Mit Blick auf Forschung und Entwicklung investierte die
Firmengruppe im Geschäftsjahr 2025 insgesamt 708 Mio EUR in ihre entsprechenden
Aktivitäten. Darüber hinaus lagen die Gesamtinvestitionen mit 1.059 Mio EUR
erneut auf hohem Niveau. Wie der Hersteller erklärt, wurden diese Investitionen
mit in der Firmengruppe erwirtschafteten Mitteln bestritten. Die Abschreibungen
beliefen sich auf 587 Mio EUR.
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Wie treibt Liebherr Autonomie und Elektrifizierung voran?
Im Bereich Autonomie erreichte Liebherr im Berichtsjahr
mehrere Meilensteine. Auf der Bauma 2025 präsentierte das Unternehmen erstmals
einen autonom arbeitenden Radlader mit dem System „Liebherr Autonomous
Operations“. Vorgestellt wurde zudem mit S1 Vision der Prototyp für
einen autonomen, batterieelektrischen und einachsigen Muldenkipper. Auch
autonome Mining-Trucks stehen laut Mitteilung kurz vor dem produktiven Einsatz.
Ein weiterer Entwicklungsschwerpunkt lag auf alternativen
Antriebstechnologien. Liebherr erweiterte sein Portfolio um neue
elektrifizierte Baumaschinen, darunter den ersten vollelektrischen Seilbagger
HS 8100.2 dual power und den ersten batterieelektrischen Raupenbagger R 920
G8-E. Zudem lassen sich der All-Terrain-Kran LTM 1150-5.4E und
der Mobilbaukran MK 120-5.1E wahlweise über das Stromnetz oder eine integrierte
Batterie betreiben. Ergänzt wird das Angebot durch den batteriebasierten
Energiespeicher LPO 600, der das Laden und den Betrieb elektrischer Maschinen
auf der Baustelle ermöglicht.
Welche digitalen Lösungen standen 2025 im Fokus?
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Im Berichtsjahr entwickelte Liebherr zahlreiche digitale
Lösungen. Neue Assistenzsysteme für Schnelleinsatzkrane korrigieren pendelnde
Bewegungen und ermöglichen es, gespeicherte Punkte teilautomatisiert
anzufahren. Mit dem Energy Planner bietet das Unternehmen eine
Software zur Planung des Energiebedarfs auf Baustellen. Sie soll helfen,
Versorgungslücken zu vermeiden und Ladephasen sowie Energiebedarfe effizient zu
kalkulieren.
Firmengruppenweit arbeitete Liebherr außerdem an einer
einheitlichen Software-Basis für digitale Services sowie am Programm „Software
Defined Machine“. Dieses soll eine zukunftsfähige Steuerungsarchitektur für
alle Baumaschinen ermöglichen. Darüber hinaus baute die Firmengruppe die Organisation
und Kompetenzen im Bereich Cybersicherheit aus. Zugleich stärkte Liebherr das
interne KI-Kompetenzzentrum, um die verantwortungsvolle Nutzung künstlicher
Intelligenz voranzutreiben.
Wo investiert Liebherr in Wachstum und
Wettbewerbsfähigkeit?
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Auch im vergangenen Geschäftsjahr investierte Liebherr
stark in den Ausbau der Produktionsstandorte sowie in Mietparks. Damit
unterstreicht die Firmengruppe ihr langfristiges Engagement für Innovation
sowie nachhaltiges und organisches Wachstum. Um der steigenden Nachfrage nach Mobil- und Raupenkranen
gerecht zu werden, erwarb Liebherr in Ehingen-Berg in Deutschland ein über
500.000 m² großes Grundstück. In Kirchdorf an der Iller entsteht ein neues
Versandzentrum. Am Standort Biberach an der Riß führten zwei
volumenstarke Aufträge für Großwälzlager aus der Windindustrie zu Investitionen
in Produktion, Infrastruktur und Prüftechnik. Bis 2034 modernisiert Liebherr
dort zudem die Produktion von Turmdreh- und Mobilbaukranen.
Auch international baut die Firmengruppe ihre Kapazitäten
aus. In Plovdiv in Bulgarien und in Guaratinguetá in Brasilien erweitert
Liebherr die Produktionskapazitäten. In Tupelo in den USA entsteht ein neues
Logistikzentrum. In Houston in den USA wurde mit dem Kauf eines Grundstücks die
Grundlage für einen neuen Standort für Reparatur, Vertrieb und Service von
Baumaschinen geschaffen.
Wie blickt Liebherr auf das Jahr 2026?
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Für das laufende Jahr bleibt die Firmengruppe vorsichtig,
aber zuversichtlich. „Liebherr rechnet auch für das Geschäftsjahr 2026 mit
einem herausfordernden wirtschaftlichen Umfeld. Globale Unsicherheiten,
geopolitische Spannungen und ein weiter steigender Wettbewerbsdruck würden die
Rahmenbedingungen weiter prägen“, so Steffen Günther, Managing Director und
Mitglied des Direktoriums der Liebherr-International AG, Bulle (Schweiz).
Entsprechend sei in mehreren Produktsegmenten weiterhin
mit einer zurückhaltenden Investitionsbereitschaft der Kunden zu rechnen. „Auch
wenn die Firmengruppe mit einem erfreulichen Auftragsbestand in das Jahr 2026
gestartet ist, erwarten wir eine ausgeprägte Wachstumsphase jedoch erst ab
2027. Bis dahin nutzen wir die Zeit, um gezielt in unsere Standorte,
Innovationen und nachhaltige Lösungen zu investieren“, erläutert Steffen
Günther.
Insgesamt profitiert die Firmengruppe laut Mitteilung von
ihrer hohen Diversifikation, ihrer internationalen Ausrichtung sowie ihrer
dezentralen Struktur. Diese Faktoren tragen dazu bei, globale Unsicherheiten
zeitweise abzufedern. Vor diesem Hintergrund zeigt sich Liebherr für 2026
zuversichtlich und rechnet mit weiterem Wachstum.
Was kennzeichnet Liebherr als Unternehmensgruppe?
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Liebherr ist ein familiengeführtes Technologieunternehmen
mit breit diversifiziertem Produktprogramm. Die Firmengruppe zählt zu den
größten Baumaschinenherstellern der Welt und ist zugleich auf weiteren Gebieten
mit Produkten und Dienstleistungen aktiv. Heute umfasst die Gruppe über 150 Gesellschaften auf
allen Kontinenten. Im Jahr 2025 beschäftigte sie mehr als 55.000 Mitarbeitende
und erwirtschaftete einen konsolidierten Gesamtumsatz von über 14 Mrd Euro.
Gegründet wurde Liebherr 1949 von Hans Liebherr im süddeutschen Kirchdorf an
der Iller.
Quelle: Liebherr
FAQ zum Geschäftsjahr 2025 bei Liebherr
Wie hoch war der Umsatz im Geschäftsjahr 2025 bei
Liebherr? – Liebherr erzielte 2025 einen Umsatz von 14.772 Mio EUR.
Welche Rolle spielte Autonomie im Geschäftsjahr 2025 bei Liebherr? – Liebherr
präsentierte unter anderem einen autonom arbeitenden Radlader und den Prototyp
S1 Vision.
Wie stark investierte Liebherr im Geschäftsjahr 2025? – Die
Gesamtinvestitionen beliefen sich auf 1.059 Mio EUR, davon 708 Mio EUR für
Forschung und Entwicklung.
Welche Auswirkungen hatte das Geschäftsjahr 2025 auf die Standorte von
Liebherr? – Liebherr investierte in mehrere Produktions- und Logistikstandorte
in Deutschland, Bulgarien, Brasilien und den USA.
Wie fällt der Ausblick nach dem Geschäftsjahr 2025 bei Liebherr aus? – Für
2026 erwartet Liebherr ein herausforderndes Umfeld, zeigt sich mit Blick auf
weiteres Wachstum aber zuversichtlich.