Boeing 737 Max 8 Lion Air

Bereits vor dem jüngsten Unglück ist eine Boeing 737 Max 8 im Oktober 2018 der Fluggesellschaft Lion Air abgestürzt. - Bild: Boeing

21.03.2019, 14:00: FBI schließt sich Ermittlungen zu Boeing-Zulassung an

Einem Zeitungsbericht zufolge hat sich das FBI den Ermittlungen im Zusammenhang mit der Zulassung des Boeing 737 Max angeschlossen. Laut Angaben werde die Ermittlung vom Verkehrsministerium durchgeführt und von der strafrechtlichen Abteilung des Justizministeriums überwacht. Nun soll auch das Ministerium der US-Verkehrsministerin Elaine Chao überprüfen, ob bei der Sicherheitszertifizierung der Boeing Maschine im Jahr 2017 alles mit rechten Dingen zugegangen ist.

Die Unfallermittler vermuten, dass die umstrittene Steuerungssoftware MCAS an den Abstürzen mit verantwortlich sei. Der US-Luftfahrtbehörde zufolge arbeite Boeing bereits an einem entsprechenden Softwarepatch und Installationsprogrammen für die 737-Max-Maschinen. Auch ein spezielles Ausbildungsprogramm wird nun in Anspruch genommen. Das Startverbot für die 737 Max-Serie gilt weiterhin.

20.03.2019, 14:00: Boeing-Absturz kostet Munich Re bis zu 120 Millionen Euro

Der Absturz der Boeing 737 Max in Äthiopien und die Folgeprobleme bei dem US-Flugzeughersteller kosten den weltgrößten Rückversicherer Munich Re 100 bis zu 120 Millionen Euro. Das sagte Vorstandsmitglied Torsten Jeworrek am Mittwoch bei der Vorlage der Jahresbilanz in München. Das setzt sich nach Angaben des Managers aus drei Faktoren zusammen: Die Kosten für die Passagierhaftpflicht und das zwerstörte Flugzeug bei Ethiopian Air sowie bei Boeing die Kosten des in vielen Ländern verhängten Startverbots für den Flugzeugtyp.

Mit der genannten Summe von 100 bis 120 Millionen hat der Münchner Konzern nach Jeworreks Worten bereits das obere Limit der vertraglich festgelegten Zahlungen in diesem Fall erreicht. Der erste Absturz einer Boeing 737 Max in Indonesien im vergangenen Oktober kostete das Unternehmen demnach einen niedrigen zweistelligen Millionenbetrag, der aber bereits 2018 komplett verbucht wurde.

Die Katastrophe bei Boeing soll aber den Ausblick der Munich Re für 2019 nicht trüben. Das Traditionsunternehmen rechnet mit einem Anstieg des Gewinns um 200 Millionen auf rund 2,5 Milliarden Euro, wie Vorstandschef Joachim Wenning erläuterte. Dazu soll maßgeblich die Erstversicherungstochter Ergo beitragen, die nach jahrelanger Krise und einem harten Sanierungsprogramm wieder Gewinne erwirtschaftet. Einen Verkauf der Ergo nach deren Gesundung schloss Wennig aus: "Ergo ist Bestandteil der Gruppe. Punkt."

19.03.2019, 15:40: Boeing-Boss wendet sich in Video-Statement an Öffentlichkeit

Boeing hat einen Brief und eine Videobotschaft von Boeing CEO Dennis Muilenburg an Airlines, Passagiere und die Luftfahrt-Community veröffentlicht.

15.03.2019, 13:16: Diese Kosten könnten auf Boeing zukommen

Nach dem Absturz einer Boeing 737 Max 8 der Ethiopian Airlines am Sonntag und einer Lion-Air-Maschine des gleichen Typs im vergangenen Oktober ist die neueste Version des Boeing-Mittelstreckenjets fast überall auf der Welt wegen Sicherheitsbedenken gegroundet.

Die Kosten für das Grounding der 737 Max könnte den US-Flugzeughersteller zwischen einer und fünf Milliarden Dollar kosten, wie die Analysten Melius Research sowie Jefferies auf Basis eines dreimonatigen Flugverbots ermittelt haben. Allerdings könnte Boeing sich den Schaden "leisten", wie es bei CNN heißt. Allein im abgelaufenen Jahr hatte Boeing über zehn Milliarden Dollar Gewinn gemacht.

"Dauern die Flugverbote länger an, wäre das für Boeing schon bedenklich", wird Klaus-Heiner Röhl, Luftverkehrs-Experte des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), von dem Portal airliners.de zitiert. Demnach sei es höchst ungewöhnlich, dass binnen kurzer Zeit zwei Flugzeuge eines neuen Modells abstürzen.

Röhl hält es nun sogar für "nicht unwahrscheinlich, dass Fluggesellschaften zu Airbus wechseln". Mit Garuda Indonesia habe sogar bereits eine Airline angekündigt, eine Stornierung ihrer 50 bestellten 737 Max zu erwägen, wie Reuters berichtet.

Dabei hängt Boeing auf der Kurz- und Mittelstrecke schon jetzt hinter Airbus zurück, wie airliners.de berichtet. Denn die direkte Konkurrenzmodellfamilie um den Airbus A320 neo läuft mit rund 6.500 Bestellungen und rund 690 Auslieferungen seit 2016 ohnehin schon besser als die 737 Max.

15.03.2019, 10:21: Boeing setzt Auslieferung der 737 Max aus

Nach dem Absturz einer Ethiopian-Airlines-Maschine will der US-Flugzeugbauer Boeing vorerst keine Maschinen vom Typ 737 Max mehr ausliefern. Dies gelte, "bis wir eine Lösung finden", sagte ein Boeing-Sprecher. Die Produktion sei jedoch noch nicht gestoppt.

Die Boeing 737 Max ist erst seit Mai 2017 in Betrieb. Weltweit sind rund 450 Maschinen des Typs registriert. Wegen des geringen Spritverbrauchs war das Flugzeug bislang sehr begehrt. Nach Angaben auf der Homepage des Konzerns haben mehr als hundert Kunden insgesamt rund 5.000 der Flugzeuge bestellt.

Boeing 737 Max
Für Boeing ist der Absturz ein schwerer Imageschaden, der den Konzern teuer zu stehen kommen könnte, denn 78 Prozent der Bestellungen in den Auftragsbüchern betreffen die Max-Familie. Der Aktienkurs des US-Flugzeugbauers fiel in den Tagen nach dem Absturz in Äthiopien bereits um zwölf Prozent. - Bild: Boeing

14.03.2019, 14:45: 737 Max bleibt wohl Monate am Boden

Die geplanten Nachbesserungen an den in die Kritik geratenen Boeing-Maschinen der Reihe 737 Max könnten Monate in Anspruch nehmen: Davon geht der Chef der US-Luftfahrtbehörde FAA, Dan Elwell, aus. Er sei zu dem Schluss gekommen, "dass eine Gefahr mit Bezug zur Sicherheit bei der kommerziellen Luftfahrt besteht", sagte er.

Wie lange das Flugverbot für Flugzeuge des Typs gelten werde, wisse er nicht. Das berichtet unter anderem die Tagesschau. Die USA hatten gestern nach langem Zögern ein entsprechendes Verbot erlassen und es mit Informationen begründet, denen zufolge der Absturz einer Max 8-Maschine über Äthiopien mit 157 Toten Ähnlichkeit zu einem Flugzeugunglück in Indonesien vergangenes Jahr aufweise. FAA-Chef Elwell zufolge hätten verbesserte Satellitendaten und physische Beweise am Boden der Absturzstelle zutage gebracht, dass sich beide Flüge sehr ähnelten.

14.03.2019, 09:10: Trump ordnet Flugverbot für Boeing 737 Max an

Jetzt doch: US-Präsident Donald Trump hat angeordnet, alle Maschinen des umstrittenen Flugzeugtyps Boeing 737 Max in den USA am Boden zu lassen. Die Order gelte ab sofort, teilte der Präsident mit.

13.03.2019, 15:20: Diese Airlines lassen die Boeing 737 Max am Boden

  • Norwegian Air Shuttle (18 Maschinen)
  • China Southern Airlines (16 Maschinen)
  • Air China (15 Maschinen)
  • Flydubai (14 Maschinen)
  • Lion Air (14 Maschinen)
  • China Eastern Airlines (14 Maschinen)
  • Tui Travel PLC (14 Maschinen)
  • Turkish Airlines (12 Maschinen)
  • Xiamen Airlines (9 Maschinen)
  • GOL Linhas Aereas (6 Maschinen)
  • Aeromexico (6 Maschinen)
  • Shandong Airlines (6 Maschinen)

Das ist der Stand bis dato. Diese Liste zeigt allerdings nur die 12 größten Abnehmer, die den Einsatz der 737 Max nach zwei Flugzeugabstürzen - vorübergehend - stoppen. Grundlage für diese Liste sind offizielle Angaben von Boeing sowie diverse Medienberichte.

Auch die Fluglinie Norwegian Air Shuttle hatte die Boeing 737 Max im Einsatz, will aber vorübergehend auf Flüge mit diesem Maschinemtyp verzichten.
Auch die Fluglinie Norwegian Air Shuttle hatte die Boeing 737 Max im Einsatz, will aber vorübergehend auf Flüge mit diesem Maschinemtyp verzichten. - Bild: Norwegian

13.03.2019, 13:08: Was Trump über Boeing denkt

Donald Trump, Präsident der Vereinigten Staaten, hat auch eine Meinung zur Boeing-Krise respektive zum Fliegen allgemein, und teilte diese der Weltöffentlichkeit wie gewohnt via Twitter mit: Fliegen sei zu komplex.

Man bräuchte ja gar keine Piloten mehr, sondern Computerspezialisten. Er, der selbst sehr häufig in einer Boeing 747 - der Air Force One - unterwegs ist, beobachte das in vielen Produkten, die immer komplizierter werden würden. All das passiere unter hohen Kosten und mit sehr wenig Nutzen.

13.03.2019, 04:26: Boeing-Chef Muilenburg verteidigt 737-Max

Der Chef des Flugzeugbauers Boeing, Dennis Muilenburg, hat angesichts des jüngsten Flugzeugabsturzes einer Boeing-Maschine des Typs 737 Max 8 mit US-Präsident Donald Trump telefoniert. Bei dem Gespräch habe er versichert, dass das Flugzeugmodell sicher sei, wie das Unternehmen mitteilte.

Die US-Luftfahrtbehörde Federal Aviation Administration (FAA) sieht trotz der wachsenden Anzahl internationaler Verbote weiterhin keinen Anlass für eine solche Maßnahme. Bislang hätten die Überprüfungen der FAA keine "systemischen Leistungsprobleme" bei dem Flugzeugtyp und keine Grundlage für ein Startverbot ergeben, schrieb der amtierende Behördenchef Daniel Elwell auf Twitter. Auch hätten Luftfahrtbehörden anderer Länder der FAA keine Daten zur Verfügung gestellt, die Maßnahmen erforderlich machten.

12.03.2019, 16:03: Deutscher Luftraum für Boeing 737 Max 8 gesperrt

Nach dem Absturz einer Boeing 737 Max 8 in Äthiopien wird der deutsche Luftraum für Maschinen dieses Typs gesperrt. Das sagte ein Sprecher des Bundesverkehrsministeriums am Dienstag in Berlin auf Anfrage. Zuvor hatte Minister Andreas Scheuer (CSU) dies dem Sender ntv gesagt.

Video: Boeing 737 MAX 8 ist für Amerikaner wohl sicher genug

12.03.2019, 15:24: Tui stoppt alle Flüge mit Boeing 737 Max 8

Der weltgrößte Reisekonzern Tui stoppt nach dem Flugverbot für die Boeing 737 Max in Großbritannien alle Flüge mit dem umstrittenen Flugzeugtyp. Der Schritt umfasse alle Fluggesellschaften des Konzerns, teilte ein Unternehmenssprecher am Dienstag in Hannover mit. Kunden, die ab diesem Mittwoch auf Flüge mit einer der 15 Boeing-Max-Maschinen gebucht sind, will der Konzern auf seiner Internetseite über Änderungen der Reisepläne informieren.

Zuvor hatte die britische Luftfahrtbehörde mitgeteilt, dass sie nach dem Absturz einer Boeing 737 Max in Äthiopien den Luftraum Großbritanniens für Maschinen dieses Typs sperrt. Die Anordnung werde bis auf Weiteres in Kraft sein, hieß es.

Tui hat bei seinen Airlines in Großbritannien und den Benelux-Ländern insgesamt 15 Maschinen des Typs im Einsatz. Die deutsche Tochter Tuifly soll ihre erste Maschine der Reihe erst in einigen Wochen bekommen. Zuvor hatte Tui wiederholt betont, dass die Jets sicher seien und der Konzern sie weiterhin in der Luft lasse.

  • Platz 10: Mit 30,97 Milliarden US-Dollar Jahresumsatz in 2017 rangiert der US-Konzern ‚General Dynamics‘ auf Platz 10 der Rangliste. Das Unternehmen ist als Rüstungshersteller bekannt und hat beispielsweise Kampfflugzeuge, aber auch Panzer, U-Boote, Militär-Satelliten sowie Waffen im Portfolio. Hauptsitz des Konzerns ist in West Falls Church, Virginia.

    Platz 10: Mit 30,97 Milliarden US-Dollar Jahresumsatz in 2017 rangiert der US-Konzern ‚General Dynamics‘ auf Platz 10 der Rangliste. Das Unternehmen ist als Rüstungshersteller bekannt und hat beispielsweise Kampfflugzeuge, aber auch Panzer, U-Boote, Militär-Satelliten sowie Waffen im Portfolio. Hauptsitz des Konzerns ist in West Falls Church, Virginia. – Bild: General Dynamics

  • Platz 9: Auf 34,07 Milliarden US-Dollar Umsatz im Jahr 2017 – und somit Platz 9 im Ranking - brachte es das chinesische Unternehmen ‚China Aerospace Science & Industry‘, besser bekannt unter dem Namen CASIC. Die staatseigene Firma wird direkt von der chinesischen Zentralregierung verwaltet und kontrolliert. Die größten Aufträge erhält das Unternehmen über das chinesische Raumfahrtprogramm. CASIC stellt regelmäßig auf der Hannover Messe aus. Im Jahr 2017 zeigten die Chinesen dort eine sogenannte Leuchtturm-Panoramakamera (siehe Bild). Sie verfügt laut Hersteller über einzigartige optische Abbildungsprinzipien sowie fortschrittliche Künstliche-Intelligenz-Algorithmen. Mit der Kamera lassen sich somit verdächtige Objekte analysieren und lokalisieren.

    Platz 9: Auf 34,07 Milliarden US-Dollar Umsatz im Jahr 2017 – und somit Platz 9 im Ranking - brachte es das chinesische Unternehmen ‚China Aerospace Science & Industry‘, besser bekannt unter dem Namen CASIC. Die staatseigene Firma wird direkt von der chinesischen Zentralregierung verwaltet und kontrolliert. Die größten Aufträge erhält das Unternehmen über das chinesische Raumfahrtprogramm. CASIC stellt regelmäßig auf der Hannover Messe aus. Im Jahr 2017 zeigten die Chinesen dort eine sogenannte Leuchtturm-Panoramakamera (siehe Bild). Sie verfügt laut Hersteller über einzigartige optische Abbildungsprinzipien sowie fortschrittliche Künstliche-Intelligenz-Algorithmen. Mit der Kamera lassen sich somit verdächtige Objekte analysieren und lokalisieren. – Bild: CASIC

  • Platz 8: Den 8. Platz belegt mit einem Jahresumsatz von 34,25 Milliarden US-Dollar in 2017 die ‚China Aerospace Science & Technology‘, kurz CASC. Die vom chinesischen Staat geführte Unternehmensgruppe hat das chinesische Weltraumprogramm als Hauptauftraggeber. Da verwundert es nicht, dass der Konzern auf jegliche Art von Raumfahrt-Zubehör spezialisiert ist. – Bild: CASC

    Platz 8: Den 8. Platz belegt mit einem Jahresumsatz von 34,25 Milliarden US-Dollar in 2017 die ‚China Aerospace Science & Technology‘, kurz CASC. Die vom chinesischen Staat geführte Unternehmensgruppe hat das chinesische Weltraumprogramm als Hauptauftraggeber. Da verwundert es nicht, dass der Konzern auf jegliche Art von Raumfahrt-Zubehör spezialisiert ist. – Bild: CASC

  • Platz 7: Ganze 44,79 Milliarden US-Dollar Umsatz konnte die ‚China South Industries Group‘ – auch bekannt als ‚China Ordnance Equipment Group Corporation‘ – im Jahr 2017 generieren. Im Ranking liegt die Firma damit auf Platz 7. Der chinesische Staatskonzern wurde 1999 gegründet und hat seinen Hauptsitz in Peking. Das Unternehmen ist unter anderem auf opto-elektronische Produkte spezialisiert, die in Flugzeugen verbaut werden. Auf dem Bild zu sehen ist der Besuch des stellvertretenden Premierministers von Russland, Dmitry Rogozin, in der neu eröffneten Fabrik in Yuzui. An diesem Standort baut der Staatskonzern Autos. – Bild: China South Industries Group

    Platz 7: Ganze 44,79 Milliarden US-Dollar Umsatz konnte die ‚China South Industries Group‘ – auch bekannt als ‚China Ordnance Equipment Group Corporation‘ – im Jahr 2017 generieren. Im Ranking liegt die Firma damit auf Platz 7. Der chinesische Staatskonzern wurde 1999 gegründet und hat seinen Hauptsitz in Peking. Das Unternehmen ist unter anderem auf opto-elektronische Produkte spezialisiert, die in Flugzeugen verbaut werden. Auf dem Bild zu sehen ist der Besuch des stellvertretenden Premierministers von Russland, Dmitry Rogozin, in der neu eröffneten Fabrik in Yuzui. An diesem Standort baut der Staatskonzern Autos. – Bild: China South Industries Group

  • Platz 6: Der US-Konzern Lockheed Martin konnte im Jahr 2017 einen Umsatz von 51,05 Milliarden US-Dollar erzielen. Dies beschert dem Unternehmen Platz 6 in der Rangliste. Das Unternehmen entwickelt Produkte für die zivile und militärische Luft- und Raumfahrt. Den größten Anteil seines Umsatzes erwirtschaftet Lockheed Martin mit Aufträgen der US-Regierung. Zum Produktportfolio gehören zum Beispiel Waffensysteme für Helikopter. – Bild: Lockheed Martin

    Platz 6: Der US-Konzern Lockheed Martin konnte im Jahr 2017 einen Umsatz von 51,05 Milliarden US-Dollar erzielen. Dies beschert dem Unternehmen Platz 6 in der Rangliste. Das Unternehmen entwickelt Produkte für die zivile und militärische Luft- und Raumfahrt. Den größten Anteil seines Umsatzes erwirtschaftet Lockheed Martin mit Aufträgen der US-Regierung. Zum Produktportfolio gehören zum Beispiel Waffensysteme für Helikopter. – Bild: Lockheed Martin

  • Platz 5: Auf den 5. Platz im Ranking hat es die ‚Aviation Industry Corp. of China‘ – auch bekannt als AVIC - geschafft. Basis dafür war ein Umsatz von 59,26 Milliarden US-Dollar im Jahr 2017. Der chinesische Staatskonzern wird von Tan Ruisong  (siehe Bild) geleitet. Spezialisiert ist das Unternehmen auf die Bereiche Flugzeugbau und Rüstungsindustrie. – Bild: AVIC

    Platz 5: Auf den 5. Platz im Ranking hat es die ‚Aviation Industry Corp. of China‘ – auch bekannt als AVIC - geschafft. Basis dafür war ein Umsatz von 59,26 Milliarden US-Dollar im Jahr 2017. Der chinesische Staatskonzern wird von Tan Ruisong (siehe Bild) geleitet. Spezialisiert ist das Unternehmen auf die Bereiche Flugzeugbau und Rüstungsindustrie. – Bild: AVIC

  • Platz 4: Mit ganzen 59,84 Milliarden US-Dollar Umsatz im Jahr 2017 gebührt dem US-amerikanischen Unternehmen ‚United Technologies‘ Platz 4 auf der Rangliste. Der Konzernbereich ‚UTC Aerospace Systems‘ produziert Komponenten für Luft- und Raumfahrt. Dazu gehören auch Systeme zur Elektroversorgung von Flugzeugen (siehe Bild). Das Tochterunternehmen ‚Pratt & Whitney‘ wiederum ist auf Flugzeugturbinen, Gasturbinen und Raketenantriebe spezialisiert. – Bild: United Technologies

    Platz 4: Mit ganzen 59,84 Milliarden US-Dollar Umsatz im Jahr 2017 gebührt dem US-amerikanischen Unternehmen ‚United Technologies‘ Platz 4 auf der Rangliste. Der Konzernbereich ‚UTC Aerospace Systems‘ produziert Komponenten für Luft- und Raumfahrt. Dazu gehören auch Systeme zur Elektroversorgung von Flugzeugen (siehe Bild). Das Tochterunternehmen ‚Pratt & Whitney‘ wiederum ist auf Flugzeugturbinen, Gasturbinen und Raketenantriebe spezialisiert. – Bild: United Technologies

  • Platz 3: Den 3. Platz im Ranking belegt ein chinesisches Unternehmen. Ganze 64,65 Milliarden US-Dollar Umsatz hat die sogenannte ‚China North Industries Group‘ im Jahr 2017 erwirtschaftet. Besser bekannt ist das Unternehmen unter seinem englischen Namen Norinco. Entwickelt werden im Konzern unter anderem opto-elektronische Geräte, aber auch Waffensysteme für die Luftfahrt sowie Fahrzeuge für Militäroperationen (siehe Bild). – Bild: Norinco

    Platz 3: Den 3. Platz im Ranking belegt ein chinesisches Unternehmen. Ganze 64,65 Milliarden US-Dollar Umsatz hat die sogenannte ‚China North Industries Group‘ im Jahr 2017 erwirtschaftet. Besser bekannt ist das Unternehmen unter seinem englischen Namen Norinco. Entwickelt werden im Konzern unter anderem opto-elektronische Geräte, aber auch Waffensysteme für die Luftfahrt sowie Fahrzeuge für Militäroperationen (siehe Bild). – Bild: Norinco

  • Platz 2: Das weltweit zweitgrößte Unternehmen in der Luft- und Raumfahrt kommt aus Europa: stolze 75,26 Milliarden US-Dollar Umsatz erzielte die Airbus Group im Jahr 2017. Entstanden ist der Konzern – der sich selbst als europäisches Unternehmen bezeichnet -  aus einer Fusion der deutschen DASA, der französischen Aerospatiele-Matra und der spanischen CASA. Hauptsitz ist in Leiden in den Niederlanden. Die Konzernzentrale befindet sich in Toulouse, Frankreich. – Bild: Airbus

    Platz 2: Das weltweit zweitgrößte Unternehmen in der Luft- und Raumfahrt kommt aus Europa: stolze 75,26 Milliarden US-Dollar Umsatz erzielte die Airbus Group im Jahr 2017. Entstanden ist der Konzern – der sich selbst als europäisches Unternehmen bezeichnet - aus einer Fusion der deutschen DASA, der französischen Aerospatiele-Matra und der spanischen CASA. Hauptsitz ist in Leiden in den Niederlanden. Die Konzernzentrale befindet sich in Toulouse, Frankreich. – Bild: Airbus

  • Platz 1: Deutlich auf Platz 1 liegt der Boeing-Konzern. Mit 93,39 Milliarden US-Dollar Umsatz im Jahr 2017 erwirtschaftete das US-amerikanische Unternehmen rund 18 Milliarden mehr als sein Konkurrent Airbus. Spezialisiert ist die Firma auf militärische und zivile Flugzeuge. Die Unternehmenszentrale ist in Chicago, Illinois, angesiedelt. – Bild: Boeing.

    Platz 1: Deutlich auf Platz 1 liegt der Boeing-Konzern. Mit 93,39 Milliarden US-Dollar Umsatz im Jahr 2017 erwirtschaftete das US-amerikanische Unternehmen rund 18 Milliarden mehr als sein Konkurrent Airbus. Spezialisiert ist die Firma auf militärische und zivile Flugzeuge. Die Unternehmenszentrale ist in Chicago, Illinois, angesiedelt. – Bild: Boeing.

Video: Luftfahrtexperte Volker Thomalla über Luftraum-Sperrung für 737 Max 8

12.03.2019, 10:29: Lion Air erwägt nach Boeing-Absturz Wechsel zu Airbus

Die indonesische Fluglinie Lion Air denkt einem Insider zufolge nach dem Absturz zweier Boeing-Max-Jets über einen Wechsel zu Airbus nach. Dies erfuhr die Nachrichtenagentur Bloomberg am Dienstag von einer mit den Überlegungen vertrauten Person.

Vorerst legt die Gesellschaft ihre bereits erteilten Bestellungen bei Boeing auf Eis. Eigentlich sollte Lion Air in diesem Jahr vier Maschinen aus der 737-Max-Reihe bekommen. Allerdings werde sie diese Jets vorerst nicht abnehmen, sagte Lion-Air-Manager Daniel Putut in Indonesiens Hauptstadt Jakarta.

Lion Air ist die größte Fluggesellschaft Indonesiens und einer der größten Kunden von Boeings modernisiertem Mittelstreckenjet 737 Max. Insgesamt hat die Airline mehr als 200 Maschinen der Reihe bestellt und 10 davon bereits erhalten. Sie ist auch die erste Airline, die die längere Version 737 Max 9 einsetzt.

Dem Insider zufolge erwägen die Indonesier, für den weiten Ausbau ihrer Flotte auf das Konkurrenzmodell des europäischen Flugzeugbauers Airbus zu setzen. Neben der Standardversion A320neo gehe es dabei auch um die lange Variante A321neo. Ein Sprecher der Airline wollte sich zu den weiteren Flottenplänen nicht äußern. Allerdings hatte Lion Airs Mitgründer Rusdi Kirana im Dezember gesagt, er plane Boeing den bereits erteilten Milliardenauftrag zu entziehen.

Am Sonntag war eine Boeing 737 Max 8 von Äthiopiens nationaler Fluggesellschaft Ethiopian Airlines auf dem Weg in die kenianische Hauptstadt Nairobi kurz nach dem Start in Addis Abeba mit 157 Menschen an Bord abgestürzt. Unter den Opfern waren dem Auswärtigen Amt zufolge fünf Deutsche.

Im Oktober waren beim Absturz einer baugleichen Maschine der Fluglinie Lion Air in Indonesien 189 Menschen gestorben. China, Indonesien und Ethiopian Airlines verfügten am Montag ein Startverbot für alle Boeing-Flugzeuge vom Typ 737 Max 8. Die US-Luftfahrtbehörde FAA tat dies zunächst nicht.

Ein Airbus A321neo der Fluglinie Wizz Air beim Start vom Hamburger Flughafen.
Ein Airbus A321neo der Fluglinie Wizz Air beim Start vom Hamburger Flughafen. Die indonesische Fluglinie Lion Air erwägt auf diesen Flugzeugtyp zu wechseln. - Bild: Airbus

12.03.2019, 04:30: US-Flugaufsicht stärkt Boeing den Rücken

Die US-Flugaufsicht hält die Maschinen vom Typ Boeing 737 Max 8 trotz weltweiter Sicherheitsbedenken weiter für flugtauglich. Gleichzeitig fordert sie den Flugzeugbauer zu Änderungen an Maschinen dieses Typs auf.

Nötig seien unter anderem Änderungen an der Software und am Kontrollsystem MCAS. Dafür setzte die FAA dem Unternehmen eine Frist bis Ende April.

Boeing erklärte in einer Mitteilung in der Nacht zu Dienstag, man werde in den kommenden Wochen ein Software-Update durchführen, stellte dieses aber nicht in den Zusammenhang mit dem Absturz der Boeing 737 Max 8 in Äthiopien am Sonntag. Nach Angaben des Konzerns wurden mehr als 370 Maschinen dieses Typs an 47 Kunden ausgeliefert.

Derweil holte die Aktie des Unternehmens im Laufe des Tages ihre Kursverluste teilweise wieder auf. Nachdem ihr Kurs zum Auftakt des US-Handels zunächst um mehr als 13 Prozent gesunken war, schlossen die Boeing-Aktien mit einem Minus von 5,4 Prozent. Der Dow Jones Industrial blieb wegen des historischen Kursrutsches von Boeing dennoch ein gutes Stück hinter den anderen Indizes zurück. 

  • Auch die deutsche Luftwaffe ist auf der ILA 2018 zu Gast - unter anderem mit Stabsunteroffizierin Franzi S. vom Taktischen Luftwaffengeschwader 33 aus Büchel

    Auch die deutsche Luftwaffe ist auf der ILA 2018 zu Gast - unter anderem mit Stabsunteroffizierin Franzi S. vom Taktischen Luftwaffengeschwader 33 aus Büchel. - Bild: Messe Berlin

  • Der Airbus-A400M auf der ILA 2018.

    Der Airbus-A400M auf der ILA 2018. - Bild: Messe Berlin

  • Ein Riese am Himmel: Die Antonow An-225 auf der ILA 2018.

    Ein Riese am Himmel: Die Antonow-An-225 auf der ILA 2018. - Bild: Messe Berlin

  • Und noch ein Gigant mit Flügeln: Ein Airbus A380 der Emirates in Sonderlackierung.

    Und noch ein Gigant mit Flügeln: Ein Airbus A380 der Emirates in Sonderlackierung. - Bild: Messe Berlin

  • Dient der Luftraumüberwachung: Die Boeing E-3A-Sentry AWACS

    Dient der Luftraumüberwachung: Die Boeing E-3A-Sentry AWACS. - Bild: Messe Berlin

  • Ebenfalls kein Winzline: Die Boeing C-17A-Globemaster-III.

    Ebenfalls kein Winzline: Die Boeing C-17A-Globemaster-III. - Bild: Messe Berlin

  • Die Boeing CV-22A Osprey ist besonders bei den US-Marines beliebt

    Die Boeing CV-22A Osprey ist besonders bei den US-Marines beliebt. - Bild: Messe Berlin

  • Eine CASA-C-101 der Patrulla Aguila, der die Kunstflugstaffel der spanischen Luftstreitkräfte, die ebenfalls auf der ILA 2018 zu Gast ist.

    Eine CASA-C-101 der Patrulla Aguila, der die Kunstflugstaffel der spanischen Luftstreitkräfte, die ebenfalls auf der ILA 2018 zu Gast ist. - Bild: Messe Berlin

  • Ein Eurocopter EC-135 der Bundeswehr in einer Vorführung auf der ILA 2018

    Ein Eurocopter EC-135 der Bundeswehr in einer Vorführung auf der ILA 2018. - Bild: Messe Berlin

  • Auch der Eurocopter Tiger zeigte auf der ILA 2018, was er kann

    Auch der Eurocopter Tiger zeigte auf der ILA 2018, was er kann. - Bild: Messe Berlin

  • Aus einer anderen Ära stammt das Schlachtflugzeug Iljuschin Il-2

    Aus einer anderen Ära stammt das Schlachtflugzeug Iljuschin Il-2. - Bild: Messe Berlin

  • Moderneres militärisches Fluggerät repräsentiert der Eurofighter Typhoon

    Moderneres militärisches Fluggerät repräsentiert der Eurofighter Typhoon. - Bild: Messe Berlin

  • Die Lockheed-Martin C-130J-Super-Hercules ist wohl eines der bekanntesten und am weitesten verbreiteten Transportflugzeuge der Welt.

    Die Lockheed-Martin C-130J-Super-Hercules ist wohl eines der bekanntesten und am weitesten verbreiteten Transportflugzeuge der Welt. - Bild: Messe Berlin

  • Der Mehrzweckhubschrauber NH90 zeigte auf der ILA 2018 ebenfalls sein Können.

    Der Mehrzweckhubschrauber NH90 zeigte auf der ILA 2018 ebenfalls sein Können. - Bild: Messe Berlin

  • Fast schon ein Klassiker der militärischen Luftfahrt: Der Panavia Tornado ECR

    Fast schon ein Klassiker der militärischen Luftfahrt: Der Panavia Tornado ECR. - Bild: Messe Berlin

  • A propos Klassiker: Der Sikorsky CH-53 auf der ILA 2018.

    A propos Klassiker: Der Sikorsky CH-53 auf der ILA 2018. - Bild: Messe Berlin

  • Und hier gleich der enge Verwandte: Der Sikorsky CH-53 King Stallion.

    Und hier gleich der enge Verwandte: Der Sikorsky CH-53 King Stallion. - Bild: Messe Berlin

  • Über Jahrzehnte der zuverlässige Lastesel der deutschen Luftwaffe: Die Transall C-160

    Über Jahrzehnte der zuverlässige Lastesel der deutschen Luftwaffe: Die Transall C-160. - Bild: Messe Berlin

  • Auch der Westland Sea-Lynx MK88-A war auf der ILA 2018 zu Gast

    Auch der Westland Sea-Lynx MK88-A war auf der ILA 2018 zu Gast. - Bild: Messe Berlin

11.03.2019, 15:24: Weitere Länder erteilen Startverbot

Als Reaktion auf die beiden Katastrophen wurden nicht nur in China, sondern auch in Indonesien und Südkorea angeordnet, dass alle Maschinen des betroffenen Typs vorerst am Boden bleiben. Maschinen vom Typ Boeing 737 Max 8 dürfen auch in Großbritannien nicht mehr starten oder landen. Auch Überflüge sind verboten. Das teilte die britische Luftfahrtbehörde mit.

In anderen Ländern haben Fluggesellschaften entschieden, diese Flugzeuge vorerst nicht mehr zu nutzen. Die größte mexikanische Fluggesellschaft Aeroméxico kündigte an, ihre sechs Maschinen des Typs so lange am Boden zu lassen, bis nähere Informationen zur Absturzursache vorliegen. Ähnliches gilt in Argentinien für fünf Maschinen der Gesellschaft Aerolíneas Argentinas und in Brasilien für sieben Maschinen der Gesellschaft Gol.

Das sind die 10 größten deutschen Rüstungsunternehmen

Politiker wie Putin, Trump & Co lassen mit ihren Drohgebärden das Bedürfnis der Staaten nach Selbstschutz weltweit ansteigen. Auch der Rüstungsindustrie in Deutschland beschert das volle Auftragsbücher. Diese zehn Unternehmen zählen zu den größten deutschen Waffenschmieden. Klicken Sie sich durch!

11.03.2019, 12:14: China erteilt Startverbot

Nach dem Flugzeugabsturz in Äthiopien hat die chinesische Luftfahrtaufsicht CAAC alle Fluggesellschaften des Landes aufgefordert, vorerst auf die Maschinen des Typs Boeing 737 Max 8 zu verzichten, um die Flugsicherheit zu gewährleisten. Auch die vom Absturz betroffene Fluggesellschaft Ethiopian Airlines sprach ein Startverbot für alle Maschinen dieses Typs aus. Wann dieser Maschinentyp wieder starten darf, ist noch unklar.

Die schnelle Reaktion Chinas ist auch vor einem industriepolitischem Hintergrund zu sehen: Die Volksrepublik ist gerade dabei eine eigene, starke Flugzeugindustrie aufzubauen. Da liegt die Vermutung nahe, dass Probleme der 737 Max 8 China in seinen Plänen, die eigene Flugzeugindustrie zu pushen, ganz gelegen kommt. 

10.03.2019, 10:00: 157 Tote bei Absturz

Bei einem Absturz in Äthiopien sind am Sonntag 157 Menschen gestorben, darunter befinden sich fünf deutsche Opfer. Dies ist bereits der 2. Absturz einer Boeing 737 Max 8 innerhalb von 5 Monaten. Bei den Unglücken sollen laut CAAC gewisse Ähnlichkeiten bestehen. In den weit verstreuten Flugzeugtrümmern suchen Helfer derzeit noch nach den Flugschreibern mit den Cockpitaufzeichnungen und Flugdaten. Die Unglücksursache ist noch ungeklärt.

Boeing äußerte sich bisher noch nicht näher zu dem Unglück. Der Flugzeugbauer kündigte aber an, die für Mittwoch in Seattle geplante Feier zur Vorstellung des neuen Modells 777X wegen des Unglücks zu verschieben.

Video: Hintergründe zum Flugzeugabsturz in einem Beitrag der BBC

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