Auftragseingang Maschinenbau

Maschinenbau: Ausland treibt Auftragseingang an

Der Auftragseingang im Maschinen- und Anlagenbau hat im ersten Halbjahr 2026 leicht zugelegt. Wachstumstreiber waren vor allem Bestellungen aus den Nicht-Euro-Ländern, berichtet der VDMA.

Die reale Produktion im Produzierenden Gewerbe ist nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Dezember 2025 gegenüber November 2025 saison- und kalenderbereinigt um 1,9 % gesunken.
Der Maschinen- und Anlagenbau verzeichnete im ersten Halbjahr 2026 ein leichtes Auftragsplus. Wachstumstreiber waren vor allem Bestellungen aus den Nicht-Euro-Ländern, während das Inlandsgeschäft und die Euro-Partnerländer weiterhin schwach blieben.

Summary: Der Auftragseingang im Maschinen- und Anlagenbau stieg im ersten Halbjahr 2026 real um 5 %. Ausschlaggebend war das Auslandsgeschäft, insbesondere Großaufträge aus Nicht-Euro-Ländern. Das Inland sowie die Euro-Partnerländer entwickelten sich dagegen weiterhin schwach.

Wie entwickelte sich der Auftragseingang im Juni?

Die Unternehmen des Maschinen- und Anlagenbaus verzeichneten im Juni 2026 einen kräftigen Anstieg der Bestellungen. Wie der VDMA mitteilt, lag der Auftragseingang real um 21 % über dem Vorjahresniveau.

Verantwortlich dafür waren vor allem Großaufträge aus den Nicht-Euro-Ländern. Die Inlandsnachfrage blieb dagegen nahezu unverändert. Aus Deutschland kamen lediglich 1 % mehr Bestellungen als im Vorjahresmonat. Die Bestellungen aus dem Ausland legten insgesamt um 29 % zu. Während die Nicht-Euro-Länder ein Plus von 54 % erreichten, gingen die Aufträge aus den Euro-Ländern um 17 % zurück.

Warum trägt vor allem das Ausland das Wachstum?

„Der Zuwachs im Juni wird getrieben durch Großanlagengeschäft aus den Nicht-Euro-Ländern. Die Euro-Partnerländer zeigen deutliche Rückgänge im Auftragseingang, auch weil der Bestelleingang im Juni 2025 überdurchschnittlich gut war. Das Inlandsgeschäft ist weiter verhalten. Die Verunsicherung und Investitionszurückhaltung durch globale Krisen bleibt hoch, am Standort Deutschland und Europa kommt grundlegender Reformbedarf für bessere Rahmenbedingungen der Unternehmen hinzu“, erläutert VDMA-Konjunkturexpertin Anke Uhlig.

Die Entwicklung verdeutlicht die unterschiedlichen Marktbedingungen. Während Großprojekte außerhalb des Euroraums für deutliche Impulse sorgen, bleiben Unternehmen im Inland und in den Euro-Partnerländern bei Investitionen zurückhaltend.

Wie fiel das zweite Quartal aus?

Im Zeitraum von April bis Juni 2026 lag der Auftragseingang insgesamt real um 7 % über dem Vorjahresniveau.

Das Inland verzeichnete im zweiten Quartal ein Minus von 3 %. Das Auslandsgeschäft entwickelte sich dagegen positiv und legte um 12 % zu. Auch hier zeigte sich ein deutliches Gefälle zwischen den Regionen: Die Nicht-Euro-Länder steigerten ihre Bestellungen um 24 %, während die Euro-Länder einen Rückgang von 15 % verbuchten.

Wie lautet die Halbjahresbilanz?

Für die ersten sechs Monate des Jahres ergibt sich insgesamt ein realer Anstieg des Auftragseingangs um 5 %.

Während das Inlandsgeschäft um 2 % zurückging, stiegen die Auslandsbestellungen um 9 %. Aus den Nicht-Euro-Ländern kamen 16 % mehr Aufträge als im Vorjahreszeitraum. Demgegenüber sanken die Bestellungen aus dem Euroraum um 8 %.

Damit blickt der Maschinen- und Anlagenbau laut VDMA auf ein insgesamt leicht positives erstes Halbjahr 2026. Ausschlaggebend waren vor allem Sondereffekte aus dem Großanlagengeschäft außerhalb des Euroraums.

mit Material des VDMA

Zum Auftragseingang Maschinenbau

• Wie entwickelte sich der Auftragseingang im Maschinenbau im ersten Halbjahr 2026? – Der Auftragseingang stieg real um 5 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

• Warum legte der Auftragseingang im Maschinenbau zu? – Haupttreiber waren Großaufträge aus den Nicht-Euro-Ländern.

• Wie entwickelte sich das Inlandsgeschäft? – Die Bestellungen aus Deutschland gingen im ersten Halbjahr real um 2 % zurück.

• Welche Entwicklung zeigte das Auslandsgeschäft? – Die Auslandsbestellungen stiegen um 9 %, wobei die Nicht-Euro-Länder ein Plus von 16 % erreichten.

• Was belastet den Auftragseingang im Maschinenbau? – Laut VDMA bremsen globale Unsicherheiten, Investitionszurückhaltung sowie Reformbedarf am Standort Deutschland und Europa die Nachfrage.