Die Sensorik und Messtechnik hält ihr Umsatzniveau auf hohem Stand. Im zweiten Quartal 2026 melden AMA Mitglieder 14 % mehr Umsatz als im Vorjahresquartal. Zugleich lässt die Auftragsdynamik nach.
Laut der aktuelle Quartalsumfrage des AMA Verband für Sensorik und Messtechnik entwickelt sich die Branche gut: Der Umsatz liegt 14 % über Q2/2025, während sich der Auftragseingang normalisiert.Ridvan - stock.adobe.com
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Die teilnehmenden AMA Mitglieder melden für Q2/2026 ein Umsatzplus von 2 % gegenüber dem Vorquartal und 14 % gegenüber Q2/2025.
Der Auftragseingang sinkt nach dem starken Jahresauftakt um 4 %, das Book-to-Bill-Verhältnis liegt bei 0,98.
Die Exportgeschäfte entwickeln sich überwiegend stabil bis positiv, während Kurzarbeit nur 0,4 % der repräsentierten Arbeitsplätze betrifft.
Beim Cyber Resilience Act sehen 48 % den größten Handlungsbedarf bei Dokumentations- und Nachweispflichten.
Warum bleibt die Sensorik und Messtechnik auf hohem Niveau?
Die Sensorik und Messtechnik verzeichnet auch im zweiten Quartal 2026 ein hohes Umsatzniveau. Das geht aus der aktuellen Quartalsumfrage des AMA Verbandes für Sensorik und Messtechnik e.V. hervor. Der Verband befragt seine 450 Mitglieder vierteljährlich zur wirtschaftlichen Entwicklung.
Die teilnehmenden AMA Mitglieder meldeten für Q2/2026 ein Umsatzplus von 2 % gegenüber dem Vorquartal. Im Vergleich zum zweiten Quartal 2025 beträgt das Plus 14 %. Damit liegt das Umsatzniveau auf dem höchsten Stand seit Beginn der Zeitreihe.
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Seit dem Basisquartal Q1/2015 ist der Branchenindex um rund 74 % gestiegen. Das entspricht einem durchschnittlichen Wachstum von etwa 5 % pro Jahr.
Das Wachstum blieb allerdings hinter den vorherigen Erwartungen zurück. Im ersten Quartal hatten die Unternehmen für Q2 noch mit einem Umsatzplus von 5 % gerechnet. Für das dritte Quartal 2026 erwarten sie nun einen weiteren Zuwachs von 3 %.
Auftragseingang normalisiert sich nach starkem Jahresauftakt
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Beim Auftragseingang zeigt die AMA Quartalsumfrage eine nachlassende Dynamik. Im zweiten Quartal lag dieser 4 % unter dem Vorquartal. Q1/2026 hatte mit einem Plus von 16 % noch den höchsten Wert seit Jahren erreicht.
Das Book-to-Bill-Verhältnis beträgt aktuell 0,98. Auftragseingang und Umsatz bewegen sich damit praktisch auf gleicher Höhe. Die Auftragsbücher werden folglich weder spürbar aufgebaut noch abgebaut.
„Nach einem außergewöhnlich starken Jahresauftakt normalisiert sich die Auftragsdynamik", sagt Philipp Gutmann, Geschäftsführer des AMA Verbandes. „Das Umsatzniveau bleibt deutlich über dem Vorjahr, und unsere Unternehmen planen mit weiterem Wachstum. Das ist im aktuellen Umfeld eine gute Nachricht. Gleichzeitig zeigt die Umfrage sehr genau, wo Unterstützung gebraucht wird. Beim Cyber Resilience Act sind es die Dokumentations- und Nachweispflichten, nicht die Technik, die unsere Mitglieder beschäftigen."
Die Exportgeschäfte der teilnehmenden Unternehmen entwickelten sich laut AMA überwiegend stabil bis positiv. Gegenüber dem Vorquartal meldeten 40 % steigende Exportumsätze. Bei 38 % blieben sie unverändert, während 5 % einen Rückgang verzeichneten.
Auch im Jahresvergleich überwiegen steigende oder stabile Exportumsätze. 43 % der Unternehmen meldeten ein Plus, 33 % unveränderte und 12 % rückläufige Exportumsätze.
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Für das dritte Quartal erwartet die Hälfte der AMA Mitglieder gleichbleibende Exporte. Ein Drittel geht von steigenden Exportumsätzen aus.
Beschäftigung bleibt robust
Auch bei der Beschäftigung zeigt die Umfrage ein stabiles Bild. Kurzarbeit betraf im zweiten Quartal lediglich 0,4 % der von der Erhebung repräsentierten Arbeitsplätze. Nur ein einziges der teilnehmenden Unternehmen meldete überhaupt Kurzarbeit.
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Wo liegen die Herausforderungen beim Cyber Resilience Act?
Als Sonderthema untersuchte die Quartalsumfrage die Umsetzung des Cyber Resilience Act (CRA) der EU. Dabei zeigt sich, dass die größten Herausforderungen nach Angaben der Unternehmen nicht primär in der technischen Umsetzung liegen.
48 % nennen Dokumentations- und Nachweispflichten als Herausforderung. Dahinter folgen die Bewertung der Betroffenheit der eigenen Produkte mit 33 % und fehlende personelle Ressourcen mit 31 %. Die technische Umsetzung der Anforderungen kommt auf 29 %.
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Schwachstellen- und Update-Management nennen 12 %, fehlendes Know-how 7 %. Ebenfalls 12 % sehen keine wesentlichen Herausforderungen. Für 21 % der befragten Unternehmen ist der CRA nicht relevant. Bei dieser Frage waren Mehrfachnennungen möglich.
Damit stehen Dokumentation, Nachweise und verfügbare Kapazitäten vor den technischen Anforderungen. Wie aus der Mitteilung des AMA Verbandes hervorgeht, ist der administrative Aufwand für die Unternehmen damit ein wesentlicher Faktor bei der CRA-Umsetzung.
Maschinen- und Anlagenbau bleibt wichtigster Zielmarkt
Wichtigste Abnehmerbranche der AMA Mitglieder bleibt der Maschinen- und Anlagenbau mit 60 % der Nennungen. Dahinter folgt die Sensorik und Messtechnik selbst mit 52 %.
Die Automobilindustrie erreicht 26 %. Elektronikindustrie sowie Luft- und Raumfahrt kommen jeweils auf 17 % der Nennungen.
Was Sie zum Thema Sensorik und Messtechnik wissen müssen
• Wie entwickelt sich der Umsatz in der Sensorik und Messtechnik? – Im zweiten Quartal 2026 stieg der Umsatz der teilnehmenden AMA Mitglieder um 2 % gegenüber dem Vorquartal und um 14 % gegenüber Q2/2025.
• Wie ist der Auftragseingang in der Sensorik und Messtechnik? – Der Auftragseingang sank in Q2/2026 um 4 % gegenüber dem Vorquartal. Das Book-to-Bill-Verhältnis liegt bei 0,98.
• Welche Erwartungen hat die Sensorik und Messtechnik für Q3/2026? – Die teilnehmenden Unternehmen rechnen für das dritte Quartal mit einem weiteren Umsatzwachstum von 3 %.
• Welche Rolle spielt der Cyber Resilience Act für die Sensorik und Messtechnik? – 48 % nennen Dokumentations- und Nachweispflichten als Herausforderung. Die technische Umsetzung folgt mit 29 %.
• Welche Zielmärkte sind für die Sensorik und Messtechnik besonders wichtig? – Maschinen- und Anlagenbau liegt mit 60 % der Nennungen vorn, gefolgt von Sensorik und Messtechnik selbst mit 52 %.