Messebesucher gehen auf den Eingang der GrindingHub zu.

Mehr als 370 Aussteller sind auf der GrindingHub vertreten. (Bild: GrindingHub)

Die Premier ist in vollem Gang: Seit Dienstag (17.5.) findet die GrindingHub zum ersten Mal statt. Auf fast 18.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche präsentieren mehr als 370 Aussteller aus 23 Ländern unter dem Slogan „Brings solutions to the surface“ ihre neusten Lösungen. In den drei ausgebuchten Hallen finden zudem an zahlreichen Gemeinschaftsständen und Sonderschauen Highlight-Themen der Branche statt. Digitale Formate gehören ebenso zur Messe.

Dr. Wilfried Schäfer, Geschäftsführer des GrindingHub-Veranstalters VDW erklärt zum Start der Messe in einer Pressemitteilung: „Ich selbst freue mich sehr darüber, was wir innerhalb eines Jahres, seit dem offiziellen Launch der Messe, alles auf die Beine stellen konnten. Mit Hochdruck haben wir daran gearbeitet, alles für einen bestmöglichen Start zu tun. Das Ergebnis kann sich sehen lassen – davon können sich Besucherinnen und Besucher nun vier Tage lang selbst überzeugen.“

Ins Leben gerufen wurde die neue Fachmesse für Schleiftechnik im Frühjahr 2021. Der Wunsch nach einem neuen internationalen Treffpunkt kam dabei mitten aus der Branche. Konzeptioniert, geplant und durchgeführt wird die GrindingHub vom VDW gemeinsam mit dem Kooperationspartner Messe Stuttgart und dem Schweizer Verband der Maschinen-, Metall- und Elektroindustrie Swissmem als ideellen Träger. Seit Anfang 2022 ist zudem die Schleiftagung mit an Bord.

Welche Trends die Branche bewegen, erfahren Sie in diesem Artikel:

Fast 40 Branchensektoren sind auf der GrindingHub

Die Aussteller der GrindingHub decken insgesamt 38 Branchensektoren ab. Zu den Top-5-Sektoren zählen Rund- und Unrundschleifmaschinen, Schleif-, Polier- und Honmittel, Werkzeugschleifmaschinen für Schneid- und Zerspanwerkzeuge, Entsorgung und Aufbereitung von Kühlschmierstoff sowie Flachschleifmaschinen.  Die internationale Ausrichtung der Messe verdeutlicht ein Blick auf die Herkunftsländer der Unternehmen: 213 Aussteller kommen aus Deutschland gefolgt von der Schweiz mit 56 Firmen und Italien mit 40 Herstellern. Auch aus Österreich, Frankreich, Japan und den USA sind Aussteller angemeldet.

Schäfer sagt: „Das zeigt, wie umfangreich und vielfältig die GrindingHub aufgestellt ist. Wir decken Schleiftechnik entlang der gesamten Prozesskette ab. Vor diesem Hintergrund sind wir überzeugt, dass auch für die Besucherinnen und Besucher die GrindingHub ein echter Gewinn sein wird und wir hier und heute gemeinsam die Entstehung des neuen internationalen Drehkreuzes der Branche erleben können.“

Schleiftechnikbranche: Auftragseingang steigt

Nach zwei Corona-bedingt schwierigen Jahren steht die Wirtschaft abermals vor neuen Herausforderungen. Hatten sich die Märkte gerade erst erholt, trüben nun der Krieg in der Ukraine und Lieferengpässe, verursacht vor allem durch die Zero-Covid-Politik Chinas, die Prognosen. Die deutsche Schleiftechnikbranche trotzt bislang jedoch den globalen Turbulenzen. Im ersten Quartal 2022 stieg der Auftragseingang der deutschen Schleiftechnikindustrie im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 48 Prozent. Dabei legten die Bestellungen aus dem Inland um 71 Prozent zu. Die Auslandsorders notierten 43 Prozent über Vorjahr. Auch die Umsätze konnten sich sehr gut behaupten: Die ersten drei Monate des Jahres zeigten einen kräftigen Anstieg von 34 Prozent gegenüber Vorjahr.

Diese Entwicklung ist jedoch alles andere als gesichert: Dafür stehen die Bestellungen aus dem Euro-Raum am aktuellen Rand: Im März musste die Branche ein kräftiges Minus von 49 Prozent verbuchen. Im Umsatz standen fast 36 Prozent Minus.  „Die Wirtschaft ist derzeit einem enormen Druck ausgesetzt und die Zeichen stehen nicht auf Entspannung. Umso wichtiger ist es in der jetzigen Lage für Unternehmen, Präsenz zu zeigen, neue Kontakte aufzubauen und bestehende Netzwerke zu pflegen. All das werden unsere Aussteller auf der GrindingHub tun können“, so Schäfer.

Messe zeigt auch, wie Praxis und Forschung zusammenarbeiten

Für ein Plus an Trends und Themen sorgen auch die Gemeinschaftsstände GrindingSolutionPark Wissenschaft und GrindingSolutionPark Industry mit ihren angewandten Produktionslösungen und Innovationen aus der Wissenschaft. Sie zeigen, wie Praxis und Forschung Hand in Hand gehen können. Zum GrindingSolutionPark Wissenschaft in Halle 10, Stand 10D10, gehören zahlreiche prominente Institute aus ganz Deutschland.

Der GrindingSolutionsPark Industry in Halle 7, Stand 7C40, zählt ebenso mehrere namhafte Unternehmen. Das StartupHub hingegen bietet sechs jungen, innovativen Firmen die Chance, auf der GrindingHub ihre Ideen und Produkte zu zeigen. Im Fokus stehen vor allem unterschiedliche Softwarelösungen, aber auch Rund- und Unrundschleifmaschinen. Am Stand von Umati, der gemeinsame Konnektivitätsinitiative von VDW und VDMA, in Halle 9, Stand 9D46, werden Besucherinnen und Besucher die Vorteile einer Weltsprache des Maschinenbaus live erleben können. Dank des bewährten Formats „Meet the Expert“ erfahren Interessierte aus erster Hand, welchen Nutzen offene, standardisierte Schnittstellen auf Grundlage von OPC UA bieten.

„Nach langer Abwesenheit sind Messen endlich zurück“, sagt Schäfer. Er freue sich auf den Austausch.

Die nächste GrindingHub ist im Übrigen schon beschlossene Sache: Sie findet vom 14. bis 17. Mai 2024 statt.

Quelle: GrindingHub

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