Anja Ringel, Julia Dusold, Ulrike Tagscherer

Chief Innovation Officer Ulrike Tagscherer (rechts) spricht in Industry Insights mit (von links) Anja Ringel und Julia Dusold über gutes Innovationsmanagement. (Bild: Florian Swoboda, Kuka; Grafik: Claudia Weber)

Die schlechte Nachricht zuerst: Kein Produkt lebt ewig. Davon ist Ulrike Tagscherer, Chief Innovation Officer bei Kuka, überzeugt. Beispiele wie Nokia und Kodak zeigen das, erklärt sie in der neuen Folge von Industry Insights. Die gute Nachricht: Unternehmen können durch Innovationen Wege finden, sich weiterzuentwickeln.

Beim Automatisierungsspezialisten Kuka ist Tagscherer für genau das verantwortlich. Sie sagt: "Innovation ist für jedes Unternehmen wie eine Art Lebensversicherung." An ihrer Aufgabe reizt sie vor allem ihr stetiges Interesse an etwas Neuem, sich immer wieder selbst zu erfinden und Dinge nicht so zu machen, wie sie immer gemacht werden.

Tagscherer vertritt auch die These, dass jedes Unternehmen - zumindest die größeren - ein Innovationsmanagement haben sollte. Mit einer Einschränkung: Nicht jede Firma braucht es zu jedem Zeitpunkt. Start-ups seien zum Beispiel daran ausgerichtet, innovativ zu sein.

Warum Innovation nicht gleich Produktentwicklung ist und was ihre konkreten Aufgaben als Chief Innovation Officer sind, verrät Tagscherer im Podcast:

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Wie Innovationsmanagement bei Kuka abläuft

Bei Kuka gibt es ein Online-Tool, in dem jeder Beschäftigte seine Ideen einstellen kann. Davor legt das Kuka-Management fest, in welchen Bereichen nach neuen Ideen gesucht wird. Man könne schließlich nicht überall gleichzeitig schauen, sondern müsse sich fokussieren, sagt Tagscherer im Gespräch mit den Redakteurinnen Julia Dusold und Anja Ringel.

Eine Sache ist Tagscherer im Innovationsmanagement dabei besonders wichtig: Diversität. So müssen die Teams, die die Ideen entwickeln, zur Hälfte aus Frauen und Männern bestehen. Zudem sollen die Teams sehr international aufgestellt sein und Mitarbeitende aus allen Business Segmenten beinhalten.

Warum die Corona-Pandemie nicht nur Nach- sondern auch Vorteile für Innovationen hatte, erklärt Tagscherer im Podcast. Darin verrät sie auch, welche Projekte ihr besonders in Erinnerung geblieben sind.

Das ist Ulrike Tagscherer

Ulrike Tagscherer
(Bild: Kuka)

Ulrike Tagscherer ist seit 2019 Chief Innovation Officer bei Kuka. Davor war sie im Augsburger Unternehmen unter anderem Corporate China Liaison Officer. Vor ihrer Tätigkeit bei Kuka war sie CEO und Gründerin der China Innovation Consulting und war bei der Fraunhofer-Gesellschaft tätig.

Sie hat an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg Geographie, Politikwissenschaft und chinesische Studien studiert.

Innovationsmanagement: Was bei der Mitarbeiterführung wichtig ist

Das Beispiel von Kuka zeigt: Mitarbeitende spielen bei Innovationen eine tragende Rolle. Dementsprechend muss auch die Mitarbeiterführung passen. Tagscherer betont dabei, dass für alle Beschäftigten ein Raum für Innovationen geschaffen werden muss. Vor allem zu Beginn sollte das auch ein geschützter Raum sein, damit Ideen nicht sofort gestoppt werden. Daneben sollte es klare Prozesse und Spielregeln geben, rät Tagscherer.

Ein weiterer Punkt: Führungskräfte sollten geschult werden, bevor Innovationsprojekte starten.

Im Podcast erklärt Tagscherer außerdem, warum Ehrlichkeit eine tragende Rolle spielt und warum sie externe Innovationscoaches eingesetzt hat.

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Mehr zu Kuka erfahren Sie in diesen Artikeln:

Industry Insights: Das sind die Moderatorinnen

Anja Ringel (links) und Julia Dusold (rechts) strahlen in die Kamera.
(Bild: Florian Swoboda)

Julia Dusold (rechts) kann genauso gut Differentialgleichungen lösen wie Instagram-Stories aufbauen. Schließlich hat sie neben Physik auch noch Wissenskommunikation studiert. Ihre Spezialgebiete sind verschiedene Fertigungstechnologien wie Zerspanung und 3D-Druck. Besonders begeistert ist sie von Zukunftsthemen wie KI und Quantentechnologie. Julia hat schon vielen Kollegen mit ihren IT- und Programmierfähigkeiten aus der Patsche geholfen, besitzt ein Hogwarts-Schloss aus Lego und ist großer Doctor-Who-Fan. Folgen Sie Julia Dusold auch auf LinkedIn, Xing und Twitter.

 

Als Wirtschaftsredakteurin schaut Anja Ringel (links) den Unternehmen auf die Finger oder besser gesagt auf die Bilanzen. Ihr Trumpf: Ein Master in „European Studies“ mit den Schwerpunkten Politik und BWL. Anja interessiert sich aber nicht nur für die finanzielle Seite. Sie recherchiert unter anderem auch zu Management-Themen, Nachhaltigkeit, Digitalisierung und den Herausforderungen der Transformation. Privat kann sie gut auf Bilanzzahlen verzichten und geht lieber in den Alpen wandern. Neben Wanderschuhen immer mit dabei: ein spannendes Buch. Folgen Sie Anja Ringel auch auf LinkedIn, Xing und Twitter.

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