Intralogistik-Automatisierung im Lager

Automatisierte Intralogistik steigert Durchsatz

Die Intralogistik-Automatisierung gewinnt in dynamischen Logistikzentren zunehmend an Bedeutung. Koch International setzt gemeinsam mit Still auf skalierbare Lösungen für effiziente Warenströme.

Die Automatisierung von Transportprozessen ist in vielerlei Hinsicht der Schlüssel zu einer wirtschaftlich erfolgreichen Intralogistik.

Summary: Koch International automatisiert am Standort Bramsche-Engter zentrale Lagerbereiche gemeinsam mit Still. AGVs, Hochregaltechnik und ein Leitsystem steigern Durchsatz und Flexibilität. Ziel ist eine höhere Produktivität bei wachsendem Fachkräftemangel.

Was treibt die Intralogistik-Automatisierung bei Koch an?

Der Fachkräftemangel sowie steigende Anforderungen an Flexibilität und Verfügbarkeit treiben die Intralogistik-Automatisierung voran. Wie aus der Mitteilung hervorgeht, beauftragte Koch International Still zunächst mit der Installation einer Hochregalanlage für 36.000 Paletten inklusive Flurförderzeugen. In einem weiteren Schritt wurde der Bereich für schnelldrehende Waren automatisiert. Das Logistikzentrum in Bramsche-Engter ist Teil eines umfassenden Konzepts: automatisierte, teilautomatisierte und manuelle Lagerbereiche greifen ineinander. Ziel ist eine optimale Flächennutzung bei gleichzeitig hoher Umschlagleistung und Transparenz der Bestände.

Automatisierung für Schnelldreher im Fokus

Für A-Ware wurde ein automatisierter Bereich mit 18.900 Palettenstellplätzen eingerichtet. Fünf EXV iGo Hochhubwagen transportieren Paletten im Doppelspiel vom Wareneingang ins Hochregallager, wo drei MX-X iGo Schmalgangstapler übernehmen. Patrick Leue, Head of Contract Logistics bei Koch International, erklärt: „Still hat uns von der Planung bis zur Inbetriebnahme der gesamten Intralogistik immer zuverlässig und engagiert unterstützt. Mit der partnerschaftlichen Zusammenarbeit und großen Erfahrung konnten wir gemeinsam mit Still die automatisierte Lagerhaltung bereits nach einem Jahr in Betrieb nehmen.“ Die Anlage ist auf hohe Dynamik ausgelegt. Christian Riebesehl, Still Projektleiter, beschreibt: „In der Regellaufzeit werden etwa 24 Lkw täglich be- und entladen. Aufgrund der hohen Dynamik im Warenumschlag haben wir unsere Intralogistiklösungen auf einen maximalen Durchsatz von etwa 38 Paletten pro Stunde im Doppelspiel ausgelegt.“

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Wie funktioniert das Steuerungskonzept?

Drängender denn je stehen Digitalisierung, Flexibilisierung, Verfügbarkeit und smarte Lagersteuerungen auch bei Koch International auf der Agenda.

Zentraler Bestandteil der Intralogistik-Automatisierung ist ein integriertes Leitsystem. Die AGVs transportieren Paletten zunächst zu Konturenkontrollstationen, um Maße und Gewicht zu erfassen. Daraus ergibt sich ein kombinierter Umschlag von 15 Paletten im Wareneingang und 23 Paletten im Versand pro Stunde.

Still entwickelte das System von einem reinen „Taxisystem“ weiter zu einer integrierten Steuerungslösung. „Um Koch bei den Fahraufträgen zu entlasten, haben wir den gesamten Datenverkehr für die Transporte in einem Black-Box-Algorithmus zusammengefasst“, erläutert Riebesehl. Das System übernimmt die komplette Koordination der Transporte. Patrick Leue ergänzt: „Durch die hohe Prozesssicherheit bei den automatisierten Transporten werden insbesondere auch Schäden an unseren Warengütern auf ein Minimum reduziert.“

Flexible Lagerstruktur für unterschiedliche Waren

Neben dem automatisierten Bereich existieren weitere Lagerzonen. Ein teilautomatisierter Bereich mit 9.800 Stellplätzen wird mit MX-X Schmalgangstaplern betrieben. Hier unterstützt das Assistenzsystem iGo pilot navigation die Fahrer bei der optimalen Anfahrt. Für sperrige und schwere Güter steht ein manuelles Breitganglager mit 7.400 Stellplätzen zur Verfügung. Dort kommen FM-X Schubmaststapler zum Einsatz. Das gesamte Lager ist auf Spitzenlasten ausgelegt. „Automatisiert können wir davon 800 Paletten bewegen. Das entspricht einem Warenumschlag von bis zu 45 Lkw am Tag“, betont Leue. Gleichzeitig verändert sich das Warensortiment etwa dreimal jährlich, was flexible Systeme erfordert.

Welche Vorteile bringt die Intralogistik-Automatisierung?

Einfach per Knopfdruck und unabhängig vom Wissensstand des Fahrers ermittelt das Assistenzsystem iGo pilot navigation zielgenau die schnellste Anfahrt zur richtigen Palette.

Die Automatisierung erhöht die Effizienz und Stabilität der Prozesse deutlich. Die Verfügbarkeit im automatisierten Bereich liegt bei 98 %. Zudem ermöglicht der Verzicht auf fest installierte Fördertechnik eine flexible Anpassung an Auftragsspitzen. Weitere Optimierungen sind geplant. Das cloudbasierte Analyse-Tool iGo insights wird aktuell getestet und liefert datenbasierte Handlungsempfehlungen. „Die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit Still ist immer zielorientiert. Alle Ansprechpartner sind motiviert und bringen viel Herzblut ein. Bei einem automatisierten Betrieb rund um die Uhr werden wir sicherlich solche Tools benötigen“, so Leue. Die Intralogistik-Automatisierung erweist sich damit als zentraler Hebel für Produktivität, Skalierbarkeit und Wettbewerbsfähigkeit.

FAQ: Intralogistik-Automatisierung

  • Was ist Intralogistik-Automatisierung? – Die Intralogistik-Automatisierung umfasst den Einsatz automatisierter Systeme wie AGVs und Lagertechnik zur Steuerung innerbetrieblicher Materialflüsse.
  • Warum setzt Koch auf Intralogistik-Automatisierung? – Gründe sind Fachkräftemangel, steigende Durchsatzanforderungen und der Bedarf an flexiblen, skalierbaren Prozessen.
  • Welche Systeme kommen bei der Intralogistik-Automatisierung zum Einsatz? – Eingesetzt werden automatisierte Hochhubwagen, Schmalgangstapler, Assistenzsysteme und ein zentrales Leitsystem.
  • Welche Leistung erreicht die Intralogistik-Automatisierung? – Das System ist auf bis zu 38 Paletten pro Stunde im Doppelspiel ausgelegt und ermöglicht bis zu 45 Lkw täglich.
  • Welche Vorteile bietet Intralogistik-Automatisierung? – Sie steigert Effizienz, reduziert Schäden, erhöht die Verfügbarkeit und ermöglicht flexible Anpassungen im Betrieb.