Schaeffler Quartalszahlen 2026

Schaeffler: Quartalszahlen bestätigen Prognose

Die Schaeffler Quartalszahlen zeigen einen stabilen Jahresauftakt 2026: Der Umsatz liegt währungsbereinigt leicht über Vorjahr, die EBIT-Marge steigt.

Schaeffler meldet für 2025 'solide' Zahlen.
Wie fallen die Schaeffler Quartalszahlen 2026 aus? Umsatz, EBIT-Marge, Free Cash Flow und Ausblick im Überblick.

Summary: Schaeffler hat am 5. Mai 2026 in Herzogenaurach die Zahlen für das erste Quartal 2026 vorgelegt. Der Konzern steigerte den Umsatz währungsbereinigt um 1,0 % und verbesserte die EBIT-Marge vor Sondereffekten auf 5,0 %. Trotz saisonal negativem Free Cash Flow bestätigt Schaeffler den Ausblick für das Gesamtjahr.

Die Schaeffler AG ist nach eigenen Angaben gut in das Geschäftsjahr 2026 gestartet. Wie aus der Mitteilung des Unternehmens hervorgeht, lag der Umsatz in den ersten drei Monaten bei 5.764 Millionen EUR. Währungsbereinigt entspricht das einem leichten Plus von 1,0 % gegenüber dem Vorjahr. Im ersten Quartal 2025 hatte Schaeffler 5.924 Millionen EUR umgesetzt.

Die Schaeffler Gruppe verweist dabei auf ihre diversifizierte Geschäftstätigkeit. Diese habe geholfen, unterschiedliche Marktentwicklungen auszugleichen. Auf Gruppenebene verzeichneten die Regionen Europa mit 0,4 % und Asien/Pazifik mit 8,0 % ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum. In den Regionen Americas und Greater China gingen die Umsatzerlöse dagegen währungsbereinigt um 1,0 % beziehungsweise 0,5 % zurück.

Beim Ergebnis konnte Schaeffler zulegen. Das EBIT vor Sondereffekten erreichte im ersten Quartal 285 Millionen EUR nach 276 Millionen EUR im Vorjahreszeitraum. Die EBIT-Marge vor Sondereffekten stieg damit auf 5,0 %. Im Vorjahr hatte sie bei 4,7 % gelegen.

„Die Schaeffler Gruppe ist trotz eines weiterhin schwierigen politischen und wirtschaftlichen Umfelds gut in das Jahr 2026 gestartet. Auf Basis unserer diversifizierten Aufstellung mit vier produktorientierten Sparten und unserer globalen Präsenz in vier Regionen setzen wir unsere Strategie, die führende Motion Technology Company zu werden, weiter um und erschließen neue Wachstumsfelder wie humanoide Roboter und Verteidigung. Als integrierter Technologiekonzern stärken wir damit unsere Widerstandsfähigkeit und setzen zugleich auf Flexibilität. Am Ausblick für das Jahr 2026 halten wir fest“, sagt Klaus Rosenfeld, Vorsitzender des Vorstands der Schaeffler AG.

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E-Mobility verbessert Profitabilität

Die Sparte E-Mobility steigerte ihre Umsätze im Berichtszeitraum währungsbereinigt um 6,0 % auf 1.210 Millionen EUR. Im Vorjahr hatte der Wert bei 1.167 Millionen EUR gelegen. Maßgeblich waren laut Schaeffler Produkthochläufe in den Regionen Europa und Asien/Pazifik.

Auch beim Ergebnis zeigt die Sparte eine Verbesserung, bleibt jedoch weiterhin negativ. Das EBIT vor Sondereffekten verbesserte sich auf minus 215 Millionen EUR. Im Vorjahresquartal hatte es noch bei minus 269 Millionen EUR gelegen. Die EBIT-Marge vor Sondereffekten verbesserte sich entsprechend von minus 23,1 % auf minus 17,8 %.

Als wesentliche Gründe nennt Schaeffler Volumeneffekte sowie eine verbesserte operative Performance in den Produktionswerken. Damit bleibt E-Mobility eine der zentralen Sparten für die weitere Transformation des Konzerns.

Warum Powertrain & Chassis zweistellig profitabel bleibt

In der Sparte Powertrain & Chassis gingen die Umsätze im ersten Quartal währungsbereinigt leicht um 1,8 % zurück. Schaeffler verweist auf ein anhaltend schwaches Marktumfeld sowie Effekte aus der strategischen Bereinigung des Portfolios. Insgesamt erzielte die Sparte Umsatzerlöse von 2.141 Millionen EUR nach 2.278 Millionen EUR im Vorjahreszeitraum.

Trotz des Umsatzrückgangs bleibt die Sparte deutlich profitabel. Das EBIT vor Sondereffekten lag bei 246 Millionen EUR. Im Vorjahr hatte es 290 Millionen EUR betragen. Die EBIT-Marge vor Sondereffekten erreichte 11,5 % nach 12,7 % im ersten Quartal 2025.

Damit trägt Powertrain & Chassis weiter wesentlich zur Ergebnisqualität der Schaeffler Gruppe bei. Die zweistellige EBIT-Marge unterstreicht die Bedeutung der Sparte innerhalb des Konzerns.

Vehicle Lifetime Solutions steigert EBIT-Marge weiter

Auch die Sparte Vehicle Lifetime Solutions entwickelte sich im ersten Quartal stabil. Die Umsätze stiegen währungsbereinigt um 0,9 % auf 801 Millionen EUR. Im Vorjahr hatte der Umsatz bei 813 Millionen EUR gelegen. Das leichte währungsbereinigte Wachstum führt Schaeffler vor allem auf letztjährige Verkaufspreisanpassungen zurück.

Das EBIT vor Sondereffekten erreichte 128 Millionen EUR nach 126 Millionen EUR im Vorjahresquartal. Die EBIT-Marge vor Sondereffekten verbesserte sich damit auf 15,9 %. Ein Jahr zuvor hatte sie bei 15,5 % gelegen.

Vehicle Lifetime Solutions bleibt damit die margenstärkste der genannten Sparten. Gerade im schwierigen Marktumfeld liefert der Bereich einen stabilen Beitrag zum Konzernergebnis.

Welche Impulse aus Bearings & Industrial Solutions kommen

Die Sparte Bearings & Industrial Solutions erzielte im ersten Quartal Umsatzerlöse von 1.573 Millionen EUR. Im Vorjahr hatte der Wert bei 1.625 Millionen EUR gelegen. Währungsbereinigt stiegen die Umsatzerlöse leicht um 1,6 %.

Positive Impulse kamen laut Unternehmen vor allem aus der Region Greater China. Dies ist bemerkenswert, da die Region auf Gruppenebene währungsbereinigt einen leichten Umsatzrückgang verzeichnete.

Das EBIT vor Sondereffekten lag bei 142 Millionen EUR nach 162 Millionen EUR im Vorjahr. Die EBIT-Marge vor Sondereffekten betrug 9,0 % nach 10,0 %. Schaeffler bezeichnet diese Entwicklung als erwartungsgemäß.

Free Cash Flow saisonal bedingt negativ

Der Free Cash Flow der Schaeffler Gruppe vor Ein- und Auszahlungen für M&A-Aktivitäten lag im ersten Quartal bei minus 209 Millionen EUR. Im Vorjahreszeitraum hatte der Wert minus 155 Millionen EUR betragen. Das Unternehmen bezeichnet die Entwicklung als saisonal bedingt.

Die Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte, also Capex, lagen im ersten Quartal 2026 bei 237 Millionen EUR. Im Vorjahr waren es 250 Millionen EUR. Schaeffler spricht in diesem Zusammenhang von einer zielgerichteten Investitionspolitik.

Das den Anteilseignern des Mutterunternehmens zurechenbare Konzernergebnis betrug 60 Millionen EUR. Das Ergebnis je Aktie lag bei 0,06 EUR.

Zum 31. März 2026 beliefen sich die Netto-Finanzschulden der Schaeffler Gruppe auf 5.143 Millionen EUR. Zum 31. Dezember 2025 hatte der Wert bei 4.915 Millionen EUR gelegen. Der Verschuldungsgrad vor Sondereffekten lag zum Quartalsende bei 2,2 nach 2,1 zum Jahresende 2025. Die Gearing Ratio betrug 163,8 %.

Die Bilanzsumme der Schaeffler Gruppe lag zum Stichtag bei 21.355 Millionen EUR. Zum 31. Dezember 2025 waren es 21.028 Millionen EUR. Weltweit beschäftigte Schaeffler zum 31. März 2026 insgesamt 109.549 Mitarbeitende. Ende 2025 waren es 110.753 Mitarbeitende.

„Schaeffler hat im ersten Quartal seine positive operative Entwicklung fortgesetzt und die Profitabilität im Vorjahresvergleich gesteigert. Wesentliche Treiber waren die volumenbedingte Margenverbesserung in der Sparte E-Mobility sowie der weiterhin starke Beitrag der Sparten Vehicle Lifetime Solutions und Powertrain & Chassis. Die Marge der Sparte Bearings & Industrial Solutions entsprach nach erfolgreicher Umsetzung eines Großteils der strukturellen Maßnahmen unseren Erwartungen. Wir werden unsere Investitionen weiterhin umsichtig steuern und unseren Free Cash Flow im Jahresverlauf steigern“, sagt Christophe Hannequin, Vorstand Finanzen und IT der Schaeffler AG.

Wie Schaeffler den Ausblick für 2026 bewertet

Der Vorstand der Schaeffler AG hat in seiner Sitzung vom 27. April 2026 den Ausblick vom 24. Februar 2026 bestätigt. Dabei berücksichtigt das Unternehmen nach eigenen Angaben die aktuelle Konfliktlage im Nahen und Mittleren Osten.

Für das Geschäftsjahr 2026 erwartet die Schaeffler Gruppe weiterhin Umsatzerlöse in einer Bandbreite von rund 22,5 bis 24,5 Milliarden EUR. Dies entspricht einem währungsbereinigten Umsatzwachstum von minus 4,3 % bis plus 4,3 %.

Zugleich rechnet das Unternehmen für 2026 mit einer EBIT-Marge vor Sondereffekten zwischen 3,5 % und 5,5 %. Der Free Cash Flow vor Ein- und Auszahlungen für M&A-Aktivitäten wird weiterhin in einer Größenordnung von 100 bis 300 Millionen EUR erwartet.

Mit Material von Schaeffler.

FAQ zu den Schaeffler Quartalszahlen

Was zeigen die Schaeffler Quartalszahlen 2026? – Die Schaeffler Quartalszahlen zeigen einen Umsatz von 5.764 Millionen EUR und eine EBIT-Marge vor Sondereffekten von 5,0 %.

Wie hat sich E-Mobility in den Schaeffler Quartalszahlen entwickelt? – Die Sparte E-Mobility steigerte den Umsatz währungsbereinigt um 6,0 % und verbesserte die EBIT-Marge vor Sondereffekten auf minus 17,8 %.

Welche Sparte erzielte in den Schaeffler Quartalszahlen die höchste Marge? – Vehicle Lifetime Solutions erzielte mit 15,9 % die höchste EBIT-Marge vor Sondereffekten unter den genannten Sparten.

Wie fällt der Free Cash Flow in den Schaeffler Quartalszahlen aus? – Der Free Cash Flow vor Ein- und Auszahlungen für M&A-Aktivitäten lag saisonal bedingt bei minus 209 Millionen EUR.

Welchen Ausblick geben die Schaeffler Quartalszahlen für 2026? – Schaeffler bestätigt den Ausblick mit Umsatzerlösen von rund 22,5 bis 24,5 Milliarden EUR und einer EBIT-Marge vor Sondereffekten von 3,5 % bis 5,5 %.