Aveva und Nvidia entwickeln Digital Twin für KI-Fabriken
Der Digital Twin wird zum zentralen Baustein für KI-Fabriken: Aveva und Nvidia entwickeln eine neue Architektur zur Optimierung von Planung, Betrieb und Effizienz.
Aveva und Nvidia entwickeln eine neue Lifecycle-Digital-Twin-Architektur für große KI-Fabriken.InfiniteFlow - stock.adobe.com
Anzeige
Summary:
Aveva und Nvidia entwickeln gemeinsam eine Digital-Twin-Architektur für KI-Fabriken. Die Integration in den Omniverse DSX Blueprint soll Planung, Simulation und Betrieb beschleunigen. Ziel sind effizientere GPU-Nutzung, schnellere Inbetriebnahme und optimierte Betriebsprozesse.
Aveva und Nvidia treiben gemeinsam die Entwicklung einer neuen Lifecycle-Digital-Twin-Architektur für große KI-Fabriken voran. Einer Pressemitteilung zufolge wird die Engineering- und Betriebssoftware von Aveva in den Nvidia Omniverse DSX Blueprint integriert.
Ziel ist es, physische und digitale Module für Rechenzentren zu entwickeln, die speziell auf KI-Anwendungen ausgelegt sind. Grundlage bildet eine aus klassischen Industrieprojekten bekannte Methodik aus Engineering, Beschaffung und Anlagenbau.
Anzeige
Neben Nvidia zählen auch Schneider Electric und ETAP zu den strategischen Partnern. Gemeinsam decken sie den gesamten Projektzyklus ab – von Design und Simulation über den Aufbau bis hin zu Betrieb und Optimierung.
Warum gewinnt der Digital Twin für KI-Fabriken an Bedeutung?
Anzeige
Mit dem rasanten Wachstum von KI-Anwendungen steigen auch die Anforderungen an Planung und Betrieb von Rechenzentren. Der Digital Twin soll hier als durchgängiges Werkzeug dienen, um komplexe Infrastrukturen effizient zu entwickeln und zu betreiben.
Die Zusammenarbeit nutzt das Portfolio von Aveva, darunter die Connect Industrial Intelligence Platform sowie industrielle Digital-Twin-Funktionen. Ziel ist eine beschleunigte Inbetriebnahme durch Simulation, Visualisierung und kollaborative Engineering-Ansätze.
„KI-Fabriken entwickeln sich rasant zu den industriellen Antriebskräften der globalen digitalen Wirtschaft. Um diese Transformation voranzutreiben, haben wir gemeinsam mit Nvidia einen neuen Ansatz für den Einsatz digitaler Zwillinge entwickelt – gegründet auf domänenspezifischem Fachwissen, wegweisender Software und operativer Exzellenz. Unsere Unternehmen schaffen damit einen neuen digitalen Zwilling im Großmaßstab: Wir kombinieren SimReady-Assets, Nvidia Hardware sowie IT- und OT-datengestützte Erkenntnisse, um die intelligenten Industrien der Zukunft zu gestalten, aufzubauen und KI-gestützt zu optimieren.“, sagt Rob McGreevy, Chief Product Officer bei Aveva.
Welche Technologien kommen im Digital Twin zum Einsatz?
Anzeige
Zentral ist die Integration verschiedener Softwarelösungen entlang des gesamten Lebenszyklus. Über einen neuen Konverter lassen sich OpenUSD-SimReady-Assets in Aveva Unified Engineering einbinden. Dadurch können bestehende Assets wiederverwendet und neue Modelle auf Basis von Nvidia-Omniverse-Bibliotheken erstellt werden.
Aveva Asset Information Management fungiert als „Single Source of Truth“, um Anlagen und Systeme durchgängig von der Planung bis zum Betrieb zu verwalten. Ergänzend ermöglicht Aveva Process Simulation die Modellierung und Simulation von Flüssigkühlsystemen zur Optimierung von Design und Kühlleistung.
Das PI System von Aveva integriert IT- und OT-Daten über den Nvidia Omniverse DSX Exchange. Geplant ist zudem die Einbindung des Nvidia NV-Tesseract-Modells für Anomalieerkennung und Prognosen, um Telemetriedaten in Echtzeit im Gigamaßstab auszuwerten.
Für den operativen Betrieb setzen die Partner auf Aveva Operations Control und das Unified Operations Center. Damit lässt sich die gesamte Infrastruktur von KI-Fabriken – einschließlich elektrischer, mechanischer und sicherheitsrelevanter Systeme – in einer einheitlichen Plattform abbilden.
Ein standardisierter Situational-Awareness-Ansatz ermöglicht zentrale Funktionen wie Alarmüberwachung, Ursachenanalyse und die Früherkennung von Leistungsverlusten, auch bei steigender Infrastrukturdichte.
„Der rasante Aufstieg von KI-Fabriken im Gigawatt-Maßstab erfordert eine neue Klasse industrieller Intelligenz, um den gesamten Lebenszyklus dieser massiven Rechenzentren zu optimieren – vom initialen Design bis zum Echtzeit-Betrieb“, sagt Vladimir Troy, Vice President AI Infrastructure bei NVIDIA. „Durch die Integration der Engineering- und Simulationssoftware von AVEVA in den NVIDIA Omniverse DSX Blueprint stellen wir Entwicklern eine einheitliche Digital-Twin-Architektur zur Verfügung, um den Einsatz und die Effizienz der weltweit fortschrittlichsten KI-Infrastruktur zu beschleunigen.“
Anzeige
Mit Material von Aveva.
FAQ: Digital Twin für KI-Fabriken
Was umfasst der Digital Twin von Aveva und Nvidia?
Eine Lifecycle-Architektur, die Planung, Simulation, Bau und Betrieb von KI-Fabriken integriert.
Warum ist der Digital Twin für KI-Fabriken relevant?
Er ermöglicht schnellere Inbetriebnahme, bessere GPU-Auslastung und optimierte Betriebsprozesse.
Welche Technologien nutzt der Digital Twin?
Unter anderem Omniverse DSX, SimReady-Assets, Aveva-Softwarelösungen sowie IT-/OT-Datenintegration.
Wie verbessert der Digital Twin den Betrieb von KI-Fabriken?
Durch zentrale Überwachung, Echtzeit-Analysen, Anomalieerkennung und standardisierte Betriebsführung.