Siemens steigert im dritten Quartal Gewinn und Auftragseingang deutlich. Der Konzern hebt seine Jahresprognose an und meldet Fortschritte bei den Plänen rund um Siemens Healthineers.
Anja RingelAnjaRingelManaging editor and podcast host for 'Produktion'
Siemens steigert im dritten Quartal Gewinn und Auftragseingang und hebt zugleich die Prognose für das laufende Geschäftsjahr an.Siemens
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Siemens-Quartalszahlen: Die wichtigsten Fakten auf einen Blick:
Höherer Gewinn & Prognose: Der Nettogewinn steigt um 16 % auf 2,58 Mrd. EUR; Siemens hebt die Gewinnprognose je Aktie an.
Neuer Auftragsrekord: Der Auftragseingang wächst auf knapp 28 Mrd. EUR, der Auftragsbestand klettert auf 132 Mrd. EUR.
Treiber Digital & KI:Digital Industries legt beim Ergebnis um 44 % zu; Smart Infrastructure profitiert vom Rechenzentren-Boom.
Healthineers-Abspaltung: Steuerthemen sind geklärt, die Halbierung der Beteiligung soll 2027 beschlossen werden.
Siemens hat das dritte Quartal des Geschäftsjahres mit einem höheren Gewinn abgeschlossen. Wie das Unternehmen mitteilt, erzielte der Konzern von April bis Juni einen Nettogewinn von 2,58 Mrd. EUR. Das entspricht einem Plus von rund 16 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
„Wir haben ein weiteres sehr erfolgreiches Quartal abgeschlossen“, sagt Konzernchef Roland Busch und fügt hinzu: „Wir sind auf Kurs für ein weiteres erfolgreiches Geschäftsjahr und heben unseren Ausblick an.“
Die Prognose für den Gewinn je Aktie steigt von bislang 10,70 bis 11,10 EUR auf nun 11,20 bis 11,50 EUR.
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Wie entwickelt sich der Auftragseingang?
Auch die Basis für das künftige Geschäft entwickelt sich positiv. Der Auftragseingang erhöhte sich um 13 % auf nahezu 28 Mrd. EUR und erreichte laut Siemens einen Rekordwert. Damit lag er deutlich über dem Umsatz, der auf knapp 21 Mrd. EUR anstieg.
In der Folge wuchs auch der Auftragsbestand auf den Rekordwert von 132 Mrd. EUR, wie aus der Mitteilung hervorgeht.
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Fortschritte bei Siemens Healthineers
Siemens profitiert nach Unternehmensangaben zudem von Zollrückerstattungen aus den USA. Finanzvorständin Veronika Bienert beziffert diese auf insgesamt rund 200 Mio. EUR. Der größte Anteil entfällt auf die Mehrheitsbeteiligung Siemens Healthineers.
Der Konzern plant, seine Zwei-Drittel-Beteiligung etwa zu halbieren, indem die Aktien an die Aktionäre verteilt werden. Wie Bienert erklärt, wurden dafür wichtige steuerliche Voraussetzungen geschaffen.
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„Wie erwartet konnten wir zwischenzeitlich die relevanten steuerlichen Themen mit den Finanzbehörden verbindlich klären, um mit der Abspaltung von Siemens Healthineers planmäßig fortzufahren.“
Im Februar 2027 sollen die Hauptversammlungen beider Unternehmen über die Pläne abstimmen. Zudem wollen Roland Busch und Veronika Bienert ihre Mandate im Aufsichtsrat von Siemens Healthineers niederlegen.
Unter den drei Kernsparten entwickelte sich insbesondere Digital Industries positiv. Das Ergebnis stieg dort um 44 % auf 923 Mio. EUR.
Smart Infrastructure blieb mit einem Ergebnis von 1,27 Mrd. EUR die ertragsstärkste Sparte und legte um 19 % zu. Gleichzeitig erreichte der Bereich einen Rekordumsatz. Nach Angaben des Unternehmens wird die Entwicklung unter anderem vom KI-Boom getragen.
„Besonders das Geschäft mit Rechenzentren hat eine enorme Dynamik“, sagt Konzernchef Busch. „Und das Momentum aus diesem Bereich halte wohl an - auch im kommenden Jahr und darüber hinaus.“
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Die Bahnsparte Mobility erzielte einen Gewinn von 280 Mio. EUR und lag damit geringfügig unter dem Vorjahreswert.