Lehmann-UMT: Zentralfilteranlage löst Platzproblem in der Fertigung
Lehmann-UMT hat für General Dynamics European Land Systems–Mowag in der Schweiz eine Zentralfilteranlage entwickelt, die bis zu zwölf Schleifmaschinen versorgt. Die Lösung erfüllt hohe Anforderungen an Filtration und Temperierung trotz beengter Einbausituation.
Redaktion ProduktionRedaktionProduktion
Die Filteranlage von Lehmann-UMT am Zielort in der Schweiz.Lehmann-UMT
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Summary:
Lehmann-UMT hat für General Dynamics European Land Systems–Mowag in der Schweiz eine neue Zentralfilteranlage für bis zu zwölf Schleifmaschinen umgesetzt. Die vormontierte, modular eingebrachte Lösung arbeitet mit vierstufiger, filterhilfsmittelfreier Filtration und verbessert Filterfeinheit, Temperierung sowie die Standzeit des Kühlschmierstoffs deutlich. Das reduziert Produktionsunterbrechungen, Wartungsaufwand und Betriebskosten.
Mit der Entwicklung einer neuen Zentralfilteranlage hat Lehmann-UMT eine komplexe Aufgabenstellung eines Kunden aus der metallverarbeitenden Industrie gelöst. Ziel war es, ein kompaktes, leistungsfähiges und filterhilfsmittelfreies zentrales Filtersystem zu realisieren, an der zahlreiche Schleifmaschinen angebunden werden können – und das unter außergewöhnlich beengten baulichen Bedingungen.
Der Auftraggeber, die General Dynamics European Land Systems–Mowag, ein international tätiger Hersteller von militärischen Landfahrzeugen und deren Komponenten, betreibt in der Schweiz eine Fertigung für hochpräzise Getriebekomponenten für gepanzerte Fahrzeuge. Am Standort hatte man zuvor mit einer in die Jahre gekommenen Zentrifugenanlage zu kämpfen. Diese bot weder die erforderliche Filterfeinheit noch die notwendige Temperaturstabilität des wasserbasierten Kühlschmierstoffs. Zudem war der vorhandene Kellerraum, in dem die neue Anlage installiert werden sollte, nur über eine schmale Öffnung von etwa 1,3 × 2 Metern zugänglich.
Die Einbringung einer leistungsfähigeren und deutlich größeren Aufbereitungsanlage stellte daher eine zusätzliche technische Herausforderung dar. Die Anlage von Lehmann-UMT besteht aus mehreren funktionalen Baugruppen (unter anderem StingR-Feinstfiltration, Tank- und Filtereinheiten sowie der zugehörigen Pumpen- und Steuerungstechnik), die hinsichtlich Gewicht, Geometrie und empfindlicher Komponenten exakt aufeinander abgestimmt sind. Da der Zugang zum Aufstellort ausschließlich über die vorhandene Kelleröffnung erfolgen konnte, mussten alle Baugruppen so ausgelegt und vorbereitet werden, dass sie in transportfähige Module unterteilt und kontrolliert eingebracht werden konnten.
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Hierzu wurde bereits in der Konstruktions- und Planungsphase von Lehmann-UMT berücksichtigt, welche maximalen Bauteilabmessungen zulässig sind und in welcher Reihenfolge die Module in den Keller transportiert und positioniert werden müssen. Neben den geometrischen Randbedingungen spielten dabei auch Aspekte wie sichere Anschlagpunkte für Hebezeuge, die Gewichtsverteilung der Baugruppen sowie ausreichende Montage- und Servicefreiräume am endgültigen Aufstellort eine entscheidende Rolle. Ziel war es, die Einbringung und Endmontage der Anlage trotz der beengten baulichen Situation effizient und ohne aufwendige Anpassungsarbeiten vor Ort durchführen zu können.
Die Filteranlage auf dem Weg zum Ziel.Lehmann-UMT
Vorinstallation im Werk Lehmann-UMT – minimaler Produktionsstillstand
Während der Kunde ursprünglich davon ausging, die neue Anlage vor Ort zusammenschweißen zu müssen – was einen mehrwöchigen Produktionsausfall bedeutet hätte – entwickelte Lehmann-UMT ein Konzept zur kompletten Vormontage in der eigenen Fertigung. Die Anlage wurde bei Lehmann-UMT betriebsbereit aufgebaut, getestet und anschließend in handhabbare Montagebaugruppen zerlegt, um sie durch die schmale Öffnung transportieren zu können. So gelang es, die Produktionsunterbrechung General Dynamics European Land Systems–Mowag auf wenige Tage zu reduzieren.
Mehrstufige Filtration für höchste Anforderungen
Technisch basiert das System auf einer vierstufigen Filtration ohne Einsatz von Filterhilfsmitteln:
1. Stufe: Zwei große Endlosbandfilter zur Grobabscheidung.
2. Stufe: Magnetfiltration für die Entfernung feiner metallischer Partikel.
3. Stufe: Sedimentationstank mit Kratzförderer zur Austragung sedimentierter Partikel.
4. Stufe: Feinstfiltration über StingR-Dome-Elemente mit automatischer Reinigung.
Mit einer Durchflussmenge von 1.000 Litern pro Minute und einem Tankvolumen von rund 10.000 Litern versorgt die Anlage bis zu zwölf Schleifmaschinen. Trotz der hohen Schmutzlast von rund 20 kg pro Stunde wird eine Filterfeinheit von 5–10 μm erreicht – deutlich besser als die ursprünglich geforderte Qualität von 15–25 μm. Lehmann-UMT garantiert eine Kombination aus effizienter Filtration und präziser Temperierung, die die Standzeit des Kühlschmierstoffs auf mindestens ein Jahr verlängert – zuvor waren nur zwei bis drei Monate möglich. Längere Standzeit bedeutet weniger Unterbrechung in der Fertigung, weniger Personalaufwand beim Entleeren und Befüllen, weniger Entsorgungskosten und deutlich reduzierte Kosten für Neubefüllung.
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Zuverlässigkeit und Wartungsarmut als Schlüsselvorteile
Neben größerer Prozesssicherheit überzeugt die Anlage durch einen nahezu wartungsfreien Betrieb. Alle Filterstufen führen ihre Rückstände einem zentralen Austragspunkt zu, die Flüssigkeit wird dabei automatisch zurückgeführt. Redundante Systeme gewährleisten den kontinuierlichen Betrieb auch im Dreischichtsystem - eine wichtige Voraussetzung für die hoch ausgelastete Getriebeproduktion bei General Dynamics European Land Systems–Mowag.
Projektabwicklung und Kundenreaktion
Das Projekt wurde in Zusammenarbeit mit Riemann, ein Schweizer Vertriebspartner von Lehmann-UMT, umgesetzt. Bei der Vorabnahme im Werk zeigte sich der Kunde beeindruckt: „Das passt da niemals rein!“ – so sein erster spontaner Kommentar angesichts der Dimensionen der Anlage. Heute läuft das System stabil, energiesparend und servicearm – und hat sich im anspruchsvollen Dauerbetrieb der Getriebeproduktion von General Dynamics European Land Systems–Mowag voll bewährt.
Die durch Lehmann-UMT entwickelte Zentralanlage zeigt, wie durch intelligente Planung, modulare Bauweise und durchdachte Filtertechnik selbst unter ungünstigen räumlichen Voraussetzungen leistungsstarke Lösungen entstehen können. Für den Kunden bedeutet das: stabile Prozesse, geringere Betriebskosten und höchste Filtrationsqualität.
Quelle: Lehmann-UMT
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FAQ zur Zentralfilteranlage von Lehmann-UMT
1. Was leistet die Zentralfilteranlage von Lehmann-UMT?
Die Anlage versorgt bis zu zwölf Schleifmaschinen und kombiniert Filtration sowie präzise Temperierung des wasserbasierten Kühlschmierstoffs.
2. Warum wurde die Zentralfilteranlage modular aufgebaut?
Die Zentralfilteranlage musste durch eine nur etwa 1,3 × 2 Meter große Kelleröffnung eingebracht werden. Deshalb wurde sie in transportfähige Baugruppen unterteilt.
3. Wie arbeitet die Zentralfilteranlage technisch?
Die Zentralfilteranlage nutzt eine vierstufige, filterhilfsmittelfreie Filtration mit Endlosbandfiltern, Magnetfiltration, Sedimentationstank und StingR-Dome-Elementen mit automatischer Reinigung.
4. Welche Vorteile bringt die Zentralfilteranlage im Betrieb?
Die Zentralfilteranlage verbessert die Filterfeinheit auf 5–10 μm, verlängert die Standzeit des Kühlschmierstoffs auf mindestens ein Jahr und senkt Unterbrechungen, Wartungsaufwand sowie Betriebskosten.
5. Warum ist die Zentralfilteranlage für den Kunden besonders relevant?
Die Zentralfilteranlage läuft stabil, energiesparend und servicearm im Dreischichtbetrieb und hat sich in der Getriebeproduktion von General Dynamics European Land Systems–Mowag bewährt.