Großbritannien will Ende Januar aus der EU austreten und den Brexit durchziehen

England will Ende Januar endgültig aus der EU austreten. - Bild: Pixabay

| von Sarah Wieser

Diese Frage erörtert eine Studie des Nürnberger Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).

Was passiert also, wenn Großbritannien Ende Januar aus der EU austritt? "Die Auswirkungen auf die Beschäftigung dürften sich in engen Grenzen halten", betonte IAB-Forschungsbereichsleiter Enzo Weber. Der Brexit reduziere die Exporte nicht auf null und könne auch neue Handelschancen für deutsche Betriebe ermöglichen.

Deutschland exportierte 2018 Waren und Dienstleistungen für 109 Milliarden Euro nach Großbritannien, die Importe beliefen sich 63 Milliarden. Neben der Autoindustrie exportieren vor allem Maschinenbauer, Chemie- und Pharmaindustrie viel in das Vereinigte Königreich.

Übergangszeit sorgt für Planungssicherheit

In Nordrhein-Westfalen sind laut IAB gut 90.000 Arbeitsplätze mit Ausfuhren in das Vereinigte Königreich verbunden, in Bayern gut 80.000 und in Baden-Württemberg 70.000. Diese Zahlen dürften aber nicht mit potenziellen Verlusten von Arbeitsplätzen gleichgesetzt werden, erklärten die Arbeitsmarktforscher.

Nach einem Brexit Ende Januar bliebe Großbritannien noch ein Jahr, bei Verlängerung sogar noch bis zu drei Jahre lang Mitglied des Binnenmarkts und der Zollunion. In dieser Übergangszeit wollen beide Seiten einen Freihandels- und Partnerschaftsvertrag aushandeln.

Der Eintrag "freemium_overlay_form_pro" existiert leider nicht.