Elektro- und Digitalindustrie

Elektro- und Digitalindustrie mit moderatem Plus

Die Elektro- und Digitalindustrie hat im Februar 2026 bei Aufträgen und Umsatz leicht zugelegt. Gleichzeitig blieb die preisbereinigte Produktion unter Vorjahr, während das Geschäftsklima im März verhalten optimistisch ausfiel.

Wie entwickelt sich die Elektro- und Digitalindustrie? Im Februar 2026 steigen Aufträge und Umsatz leicht, die Produktion bleibt rückläufig.

Summary: Die deutsche Elektro- und Digitalindustrie verzeichnete im Februar 2026 in Deutschland 1,8 % mehr Aufträge und 1,3 % mehr nominalen Umsatz. Treiber waren vor allem Inlandsorders und Bestellungen aus der Eurozone, während Produktion, Beschäftigung und Exporterwartungen schwächer blieben. Laut ZVEI stieg das Geschäftsklima im März leicht, Effekte des im März begonnenen Iran-Kriegs zeigen sich in den aktuellen Zahlen aber noch nicht.

Wie entwickeln sich die Auftragseingänge?

Die deutsche Elektro- und Digitalindustrie hat den Februar 2026 mit einem Plus von 1,8 % bei den Auftragseingängen gegenüber dem Vorjahr abgeschlossen, wie aus den aktuellen ZVEI-Zahlen hervorgeht. Dabei legten die Bestellungen aus dem Inland um 3,0 % zu, aus dem Ausland kamen 0,9 % mehr Orders.

„Zwar haben die Auftragseingänge auch im Februar 2026 weiter zugelegt, jedoch blieb das verbuchte Plus von knapp zwei Prozent diesmal eher moderat“, bilanziert ZVEI-Chefvolkswirt Dr. Andreas Gontermann. Auffällig blieb die unterschiedliche Entwicklung der Auslandsnachfrage: Während die Aufträge aus der Eurozone im Februar um 16,3 % stiegen, fielen die Bestellungen aus Drittländern um 6,9 %.

Auch im bisherigen Jahresverlauf zeigt sich ein leichtes Plus. In den ersten beiden Monaten 2026 übertrafen die Orders ihren entsprechenden Vorjahreswert um 2,3 %. Die Inlandsaufträge stiegen dabei um 2,8 %, die Auslandsbestellungen um 1,8 %. Aus dem Euroraum gingen von Januar bis Februar 13,6 % mehr Neubestellungen ein, während Geschäftspartner außerhalb des gemeinsamen Währungsraums ihre Aufträge um 4,1 % reduzierten.

Produktion und Umsatz im Februar

Die um Preiseffekte bereinigte Produktion elektrotechnischer und elektronischer Güter in Deutschland lag im Februar 2026 um 2,7 % unter dem Vorjahreswert. „Das lag, wie schon im Januar, allerdings auch an einem fehlenden Arbeitstag”, kommentiert Gontermann. Für die ersten beiden Monate des Jahres ergibt sich damit beim aggregierten Branchenausstoß ein Minus von 3,2 %.

Beim nominalen Umsatz verzeichnete die Branche dagegen weiter ein leichtes Plus. Im Februar 2026 kamen die heimischen Elektro- und Digitalunternehmen auf 17,8 Mrd. EUR und damit auf einen Zuwachs von 1,3 % gegenüber dem gleichen Vorjahresmonat. Während die Erlöse mit inländischen Kunden um 5,8 % anzogen, gab das Geschäft mit ausländischen Partnern um 2,4 % nach. Im Euroraum stand ein Plus von 1,2 %, bei Drittländern ein Minus von 4,5 %.

Für Januar und Februar summierten sich die Branchenerlöse auf 34,8 Mrd. EUR. Das entsprach einem leichten Plus von 0,4 % gegenüber dem Vorjahr. Der Inlandsumsatz erhöhte sich um 4,2 % auf 16,8 Mrd. EUR, der gesamte Auslandsumsatz fiel um 2,7 % auf 18,0 Mrd. EUR. Davon entfielen 6,7 Mrd. EUR auf den Euroraum, was einem Rückgang von 0,7 % entsprach, und 11,4 Mrd. EUR auf Drittländer, ein Minus von 3,9 %.

Was zeigen Beschäftigung und Planungen?

Bei den Produktionsplänen zeigte sich im März gegenüber Februar kaum Bewegung. Der Saldo aus Unternehmen, die ihren Output in den nächsten drei Monaten erhöhen beziehungsweise senken wollen, lag bei plus zehn Zählern nach plus elf im Februar. Die Beschäftigungspläne fielen dagegen weiter ab. Hier gingen die Einstellungsabsichten von minus sechs auf minus neun zurück.

Ende Januar waren in der deutschen Elektro- und Digitalindustrie 871.600 Menschen beschäftigt. Das waren 1,3 % weniger als vor Jahresfrist. 13.400 Beschäftigte arbeiten kurz.

Geschäftsklima im März leicht fester

„Trotz des Iran-Kriegs ist das Geschäftsklima in der deutschen Elektro- und Digital-industrie im März leicht gestiegen. Das lag vor allem an einer besseren Beurteilung der aktuellen Lage als noch im Februar. Die allgemeinen Geschäftserwartungen fielen dagegen leicht zurück”, analysiert Gontermann.

24 % der heimischen Elektrofirmen beschrieben ihre wirtschaftliche Situation im März als gut. 54 % bewerteten sie als stabil, 22 % als schlecht. Für die kommenden sechs Monate blickten 19 % der Unternehmen optimistisch nach vorn, 67 % erwarteten gleichbleibende und 14 % nachlassende Geschäfte.

Auch die spezifischeren Exporterwartungen gaben im März leicht nach. Der Saldo aus Elektrofirmen, die in den kommenden drei Monaten mit mehr beziehungsweise weniger Lieferungen ins Ausland planen, sank gegenüber Februar um zwei Zähler.

mit Material vom ZVEI

So geht es der Elektro- und Digitalindustrie

• Wie entwickelten sich die Auftragseingänge in der Elektro- und Digitalindustrie? – Sie lagen im Februar 2026 um 1,8 % über dem Vorjahreswert. 

• Was zeigt die Produktion in der Elektro- und Digitalindustrie? – Die preisbereinigte Produktion lag im Februar 2026 um 2,7 % unter Vorjahr. 

• Wie entwickelte sich der Umsatz in der Elektro- und Digitalindustrie? – Der nominale Umsatz stieg im Februar 2026 auf 17,8 Mrd. EUR, ein Plus von 1,3 %.

• Wie ist das Geschäftsklima in der Elektro- und Digitalindustrie? – Es stieg im März leicht, während die allgemeinen Geschäftserwartungen etwas nachgaben.

• Welche Rolle spielt das Auslandsgeschäft für die Elektro- und Digitalindustrie? – Im Februar legten Bestellungen aus der Eurozone deutlich zu, während Aufträge und Umsatz mit Drittländern rückläufig waren.