Halbleiter treiben Exporte

Japans Exportwachstum verliert etwas an Tempo

Japans Exportwachstum bleibt trotz einer Abschwächung auf hohem Niveau. Im August stiegen die Ausfuhren um 19,3 %. Vor allem Halbleiter und Anlagen zur Chipfertigung profitieren vom weltweiten KI-Boom.

Wie entwickelt sich Japans Exportwachstum? Im August steigen die Ausfuhren um 19,3 %, getrieben von Halbleitern und Anlagen zur Chipfertigung.
Wie entwickelt sich Japans Exportwachstum? Im August steigen die Ausfuhren um 19,3 %, getrieben von Halbleitern und Anlagen zur Chipfertigung.

• Japans Exporte stiegen im August im Jahresvergleich um 19,3 %.

• Halbleiterexporte legten um 52 % zu, die Lieferungen nach China haben sich mehr als verdoppelt.

• Auch Anlagen zur Halbleiterfertigung für die USA und die EU verzeichneten starke Zuwächse.

• Die Importe erhöhten sich um 28 %, das Handelsdefizit wuchs auf 840,6 Mrd. Yen.

Das Wachstum der japanischen Exporte hat sich im August etwas abgeschwächt. Der Wert der Ausfuhren erhöhte sich im Jahresvergleich um 19,3 %, wie das Finanzministerium in Tokio mitteilte.

Damit bleibt Japans Exportwachstum auf einem hohen Niveau, verliert gegenüber dem Vormonat aber an Dynamik. Im Juli hatte die Exportwirtschaft noch ein Plus von 23,2 % erreicht – den stärksten Zuwachs seit 2022. Analysten hatten für August im Schnitt mit einem Anstieg von 18,4 % gerechnet.

Halbleiter und Chipanlagen treiben die Ausfuhren

Eine wichtige Rolle für die Exportentwicklung spielen Halbleiter und Anlagen zur Chipfertigung. Sie profitieren vom weltweiten Boom rund um Künstliche Intelligenz (KI). Die Exporte elektronischer Bauteile wie Halbleiter erhöhten sich um 52 %.

Besonders deutlich entwickelten sich die Lieferungen nach China. Die Ausfuhren dieser Produkte in die Volksrepublik haben sich mehr als verdoppelt. Auch die Exporte von Anlagen zur Halbleiterfertigung in die USA und die EU legten stark zu.

Bei Kraftfahrzeugen verzeichnete Japan ebenfalls Zuwächse. Das Wachstum fiel hier allerdings geringer aus als in den Vormonaten.

Warum weitet sich Japans Handelsdefizit aus?

Während Japans Exportwachstum hoch bleibt, legten auch die Importe überraschend deutlich zu. Wie aus der Mitteilung des Finanzministeriums hervorgeht, stiegen sie um 28 %. Zu den Treibern gehörten höhere Ölpreise.

Die Entwicklung wirkte sich auf die Handelsbilanz aus. Das Defizit erhöhte sich von 681,2 Mrd. auf 840,6 Mrd. Yen, umgerechnet etwa 4,7 Mrd. EUR.

Mit Material der dpa

Was Sie zum Thema Japans Exportwachstum wissen müssen

• Wie hoch war Japans Exportwachstum im August? – Die Exporte stiegen im Jahresvergleich um 19,3 %.

• Was treibt Japans Exportwachstum an? – Vor allem Halbleiter und Anlagen zur Chipfertigung sorgen im Zuge des weltweiten KI-Booms für hohe Zuwächse.

• Welche Rolle spielen Halbleiter für Japans Exportwachstum? – Die Exporte elektronischer Bauteile wie Halbleiter erhöhten sich um 52 %.

• Welche Märkte sind für Japans Exportwachstum bei Chiptechnik wichtig? – Die Halbleiterlieferungen nach China haben sich mehr als verdoppelt. Anlagen zur Halbleiterfertigung wurden verstärkt in die USA und die EU exportiert.

• Wie entwickelt sich die Handelsbilanz trotz Japans Exportwachstum? – Das Handelsdefizit weitete sich von 681,2 Mrd. auf 840,6 Mrd. Yen aus.