Physical AI soll Pflegeteams von automatisierbaren Aufgaben entlasten. Neura Robotics startet dafür mit Neura HealthTech und einer autonomen Plattform für die Kliniklogistik.
Physical AI soll das Gesundheitswesen entlasten: Neura automatisiert Bettentransporte und vernetzt Roboter, Sensoren und KI.Neura
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• Neura Robotics steigt mit Physical AI und dem neuen Bereich Neura HealthTech in das Gesundheitswesen und die Life Sciences ein.
• Erste Anwendung ist eine autonome mobile Healthcare-Plattform für den Transport leerer Betten und von Sterilgut in klinischen Umgebungen.
• Bei rund 20 Fahrten täglich soll die Lösung einem Krankenhaus mehr als 1300 Arbeitsstunden pro Jahr für die Patientenversorgung zurückgeben.
• Die Plattform wird am 29. und 30. September in Düsseldorf erstmals öffentlich präsentiert und über Partner als Robotics-as-a-Service angeboten.
Wie Physical AI Pflegeteams entlasten soll
Neura Robotics erweitert sein Einsatzfeld auf das Gesundheitswesen. Wie das Unternehmen mitteilt, soll Physical AI dort insbesondere Pflegeteams von Tätigkeiten entlasten, die sich automatisieren lassen. Dazu zählen beispielsweise Transporte von Betten und anderen Lasten zwischen Stationen und Lagerbereichen.
Als erste konkrete Anwendung hat Neura eine Healthcare-Plattform entwickelt. Der spezialisierte autonome mobile Roboter ist für den Transport leerer Betten und von Sterilgut in klinischen Umgebungen ausgelegt. Für das neue Geschäftsfeld hat das Unternehmen zudem Neura HealthTech als eigenen Bereich innerhalb von Neura Robotics geschaffen.
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Hintergrund des Markteintritts sind laut Mitteilung die knappen personellen und zeitlichen Kapazitäten im Gesundheitswesen. Neura verweist dabei auf die Erwartung der WHO, dass in der EU bis 2030 ein Mangel von 4,1 Millionen Beschäftigten im Gesundheitswesen entstehen wird.
Technologische Basis ist das Neuraverse, das offene Physical-AI-Ökosystem von Neura. Es verknüpft Sensoren, künstliche Intelligenz und intelligente Maschinen miteinander.
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In einem sensorgestützten Krankenhaus sollen Informationen aus Räumen, Geräten und Robotern in einem sicheren System zusammenlaufen. Das Spektrum reicht vom Erkennen einer hilfsbedürftigen Person bis zur autonomen Zuweisung eines Roboters für eine bestimmte Aufgabe.
Die Healthcare-Plattform ist die erste vernetzte Anwendung für diesen Bereich. Sie soll sich in das Ökosystem integrieren, von anderen Anwendungen lernen und eigene Fähigkeiten mit ihnen teilen.
Wie funktioniert der autonome Bettentransport?
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Auf eine einzelne Anforderung hin bewegt die Healthcare-Plattform leere Betten selbstständig zwischen Stationen und Etagen. Die flache und omnidirektionale Konstruktion ermöglicht es der Plattform, sich um die eigene Achse zu drehen, durch enge Flure zu manövrieren und Betten aus Patientenzimmern herauszubewegen.
Die Sicherheitsfunktionen bleiben nach Angaben des Unternehmens auch beim Anheben eines Betts aktiv. Auf Grundlage der kognitiven Robotik von Neura nimmt die Plattform zudem ihre Umgebung wahr und lernt kontinuierlich bei jedem Einsatz.
Bei rund 20 Fahrten täglich sollen einem Krankenhaus dadurch mehr als 1300 Stunden pro Jahr für die Patientenversorgung zurückgegeben werden.
Neura betont dabei, dass Physical AI nicht das Personal ersetzen soll. Vielmehr sollen automatisierbare körperliche Tätigkeiten übernommen werden, damit mehr Zeit für Aufgaben bleibt, die menschliches Urteilsvermögen und persönliche Nähe erfordern.
David Reger, Gründer und CEO von Neura Robotics, erklärt: „Im Gesundheitswesen liegt eine der entscheidenden Herausforderungen unserer Zeit. Die Gesellschaften altern, Fachkräfte werden knapper, und die Anforderungen an die Versorgung steigen weiter. Ich bin überzeugt, dass Physical AI ein Teil der Antwort ist, weil sie den Menschen, die pflegen und versorgen, die körperliche Last abnimmt und ihnen Zeit für das zurückgibt, was nur Menschen leisten können. Aus dieser Überzeugung heraus haben wir Neura HealthTech gegründet, mit einem Team, das in der Medizintechnik verwurzelt ist, und einer ersten Lösung, die für den realen klinischen Einsatz gebaut ist. Wir engagieren uns langfristig in diesem Feld.“
Weitere Robotik-Anwendungen sind vorgesehen
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Die Healthcare-Plattform bildet den Auftakt für weitere vernetzte Anwendungen. Die kognitiven Roboterarme MAiRA sollen die Plattform in Richtung Instrumenten- und Werkzeugassistenz sowie Automatisierung der Intralogistik erweitern.
Auch der kognitive Serviceroboter MiPA ist für das Gesundheitswesen vorgesehen. Der intelligente persönliche Assistent wird bereits in den Neura Gyms und in Pilotumgebungen trainiert. Zu den genannten Einsatzfeldern gehören die Assistenz im Patientenzimmer und die Unterstützung bei der Medikamentengabe. MiPA soll als nächste Anwendung innerhalb von Neura HealthTech folgen.
Welche Anforderungen gelten für den Klinikeinsatz?
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Neura HealthTech richtet die Anwendungen nach eigenen Angaben auf den realen Klinikalltag aus. Hygiene und Sicherheit sollen bereits von Beginn an in die Spezifikation einfließen. Die Healthcare-Plattform transportiert ausschließlich leere Betten und übernimmt keine Patiententransporte.
Vor der Inbetriebnahme wird die Plattform gegen den tatsächlichen Grundriss der jeweiligen Einrichtung validiert. Dabei werden unter anderem Flure, Türbreiten und Aufzugsmaße berücksichtigt.
Die Daten werden laut Neura in europäischer Cloud-Infrastruktur gehostet.
Robotics-as-a-Service statt Roboterkauf
Für die Bereitstellung setzt Neura HealthTech auf ein Robotics-as-a-Service-Modell. Gesundheitseinrichtungen mieten die Roboter über Partner zu einer festen monatlichen Rate, statt die Systeme zu kaufen.
In der Rate sind Integration, Betrieb, Wartung, Software-Updates sowie eine 24/7-Bereitschaft enthalten. Das Kostenverhältnis soll dadurch übersichtlich bleiben und direkt an den Personalkosten gemessen werden können.
Neura HealthTech übernimmt als eigenständige Einheit innerhalb von Neura Robotics die Verantwortung für Produktstrategie, Positionierung und Go-to-Market im Gesundheitswesen und in den Life Sciences. Geleitet wird der Bereich von Sven Lange. Unterstützt wird er von Fachleuten mit Erfahrung in Medizintechnik, Gesundheitswesen und Regulatory Affairs.
Die erste öffentliche Präsentation der Healthcare-Plattform findet am 29. und 30. September auf dem Smart Health Automation Summit des VDMA HealthTech in Düsseldorf statt.
Dort wird die Plattform vom Integrationspartner Auroniq Robotics gezeigt. Das Unternehmen ist für die Systemintegration und Inbetriebnahme in den Gesundheitseinrichtungen verantwortlich.
Mit Material von Neura
Was Sie zum Thema Physical AI wissen müssen
• Was bedeutet Physical AI bei Neura Robotics? – Physical AI verbindet bei Neura Sensoren, KI und intelligente Maschinen über das offene Neuraverse-Ökosystem.
• Wie soll Physical AI Pflegeteams entlasten? – Automatisierbare Aufgaben wie der Transport leerer Betten sollen von Robotern übernommen werden und damit mehr Zeit für die Patientenversorgung schaffen.
• Welche Physical-AI-Anwendung startet Neura zuerst? – Erste Anwendung ist eine autonome mobile Healthcare-Plattform für den Transport leerer Betten und von Sterilgut in klinischen Umgebungen.
• Wie viel Arbeitszeit soll Physical AI durch Bettentransporte einsparen? – Bei rund 20 Fahrten pro Tag sollen einem Krankenhaus mehr als 1300 Stunden jährlich für die Patientenversorgung zurückgegeben werden.
• Wie wird die Physical-AI-Plattform angeboten? – Die Healthcare-Plattform wird über Partner als Robotics-as-a-Service zu einer festen monatlichen Rate bereitgestellt.