Mit der Übernahme von Adlatus Robotics erweitert Neura sein Physical-AI-Ökosystem. Die Reinigungsroboter sollen mit Sensorik, KI-Fähigkeiten und dem Neuraverse technologisch weiterentwickelt werden.
Neura Mobile Robots übernimmt die Reinigngs-Robotik-Spezialisten von Adlatus (v.li.): Stefan Erhardt (Adlatus), David Reger (Neura Robotics) und Andreas Lindemann (Neura Mobile Robots).Neura
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Neura Mobile Robots übernimmt 100 % der Adlatus Robotics GmbH aus Ulm.
Adlatus bringt hunderte installierte Systeme, Navigationssoftware und Erfahrung mit autonomen Reinigungsprozessen ein.
Die Systeme sollen zusätzliche Sensorik und KI-Fähigkeiten erhalten und schrittweise an das Neuraverse angebunden werden.
Neura will autonome Reinigung langfristig als eigene Produktfamilie in sein AMR-Portfolio integrieren.
Neura Robotics erweitert sein Physical-AI-Ökosystem um autonome Reinigungsrobotik. Die Neura Mobile Robots GmbH übernimmt 100 % der Anteile an der Adlatus Robotics GmbH aus Ulm, wie das Unternehmen mitteilt. Adlatus ist Anbieter autonomer Reinigungs- und Kehrsaugroboter.
Die Übernahme folgt auf die Erweiterung des Portfolios um das ACTIVE Shuttle von Bosch Rexroth. Dahinter steht die Strategie, unterschiedliche Roboter und Anwendungen auf einer gemeinsamen Physical-AI-Infrastruktur zusammenzuführen. Intelligenz soll damit nicht auf einzelne Maschinen beschränkt bleiben, sondern über eine skalierbare Plattform nutzbar werden.
Adlatus entwickelt autonome Reinigungs- und Kehrsaugroboter für Industrie, Logistik, Gesundheitswesen sowie gewerbliche und öffentliche Flächen. Das Unternehmen bringt hunderte bereits installierte Systeme, eine eigene Navigationssoftware und umfassendes Wissen über reale Reinigungsprozesse in die Neura Gruppe ein.
Wie Physical AI die Adlatus-Roboter verändern soll
Mit der Übernahme will Neura die bestehende Plattform technologisch weiterentwickeln. Vorgesehen ist, die Systeme von Adlatus künftig mit zusätzlichen Sensor- und KI-Fähigkeiten auszustatten und schrittweise an das Neuraverse anzubinden.
Ein Reinigungsroboter soll dadurch perspektivisch nicht mehr ausschließlich einer vorgegebenen Route folgen. Die Systeme sollen ihre Umgebung zunehmend verstehen, unterschiedliche Oberflächen und Verschmutzungen erkennen, Situationen interpretieren und passende Reinigungsstrategien auswählen können. Zudem sollen sie aus realen Einsätzen lernen.
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Über das Neuraverse sollen dafür unterschiedliche KI-Modelle, Sensorinformationen und Fähigkeiten zusammengeführt werden. Aus dem spezialisierten autonomen Gerät soll so schrittweise ein intelligenter Akteur innerhalb eines größeren Physical-AI-Ökosystems entstehen.
David Reger, Gründer und CEO von Neura Robotics, erklärt: „Wir kaufen Adlatus nicht, um einfach einen weiteren Reinigungsroboter in unser Portfolio aufzunehmen. Wir wollen Maschinen wie diesen ein neues Gehirn geben. Reinigung ist ein riesiger globaler Arbeitsmarkt und gleichzeitig ein perfektes Beispiel dafür, was Physical AI verändern kann. Wenn ein Roboter seine Umgebung nicht nur navigiert, sondern versteht, was er sieht, fühlt und tun muss, entsteht eine völlig neue Generation von Maschinen. Genau dafür bauen wir das Neuraverse.“
Warum Neura auf eine offene Physical-AI-Plattform setzt
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Die Integration von Adlatus soll nach Angaben von Neura keine Abkehr von der Zusammenarbeit mit anderen Herstellern bedeuten. Das Unternehmen verfolgt vielmehr das Ziel, das Neuraverse als offene Physical-AI-Infrastruktur für unterschiedliche Roboter, Hersteller und Formfaktoren zu etablieren.
Perspektivisch sollen auch Hersteller von Reinigungsrobotern, mobilen Robotern und anderen autonomen Systemen ihre Maschinen mit Technologien, KI-Modellen und Fähigkeiten aus dem Neura-Ökosystem verbinden können.
Adlatus übernimmt dabei eine doppelte Rolle. Die Systeme dienen einerseits als Produktplattform und andererseits als realer Anwendungsraum für die Weiterentwicklung von Physical AI. Reger fasst den Ansatz so zusammen: „Physical AI wird nur dann wirklich groß, wenn daraus ein Ökosystem entsteht.“
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Industrielles Know-how trifft auf Physical AI
Adlatus soll künftig von der Produktionskompetenz, der internationalen Vertriebsstruktur und der technologischen Plattform der Neura Gruppe profitieren. Umgekehrt bringt das Unternehmen Branchenwissen, etablierte Kundenbeziehungen und langjährige Erfahrung aus realen Reinigungseinsätzen ein.
Diese Verbindung hat nach Darstellung der Unternehmen eine besondere Bedeutung für Physical AI. Anders als klassische generative KI benötigt Physical AI Daten und Erfahrungen aus der realen Welt. Maschinen müssen lernen, wie physische Aufgaben tatsächlich ausgeführt werden.
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Die bereits installierte Basis von Adlatus soll hierfür eine Grundlage schaffen. Neue Fähigkeiten können damit unter realen Bedingungen entwickelt und validiert werden, bevor sie anschließend skalierbar verfügbar gemacht werden.
Wie Neura die Reinigungsrobotik ins AMR-Portfolio integriert
Auch für das Geschäft mit mobilen Robotern eröffnet die Übernahme eine zusätzliche Anwendung. Andreas Lindemann, Geschäftsführer der Neura Mobile Robots GmbH, sagt: „Unser Anspruch ist, mobile Robotik künftig über den klassischen Materialtransport hinaus zu denken. Autonome Reinigung ist dafür ein konsequenter nächster Schritt. Perspektivisch wollen wir die Lösungen auch in unseren Fleet Manager integrieren und damit zusätzliche Anwendungen bei bestehenden und neuen Kunden ermöglichen. Mit Adlatus schaffen wir die Grundlage, dieses Geschäft gezielt auszubauen und langfristig mit einer eigenen Produktfamilie als festen Bestandteil unseres AMR-Portfolios zu etablieren.“
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Damit verbindet Neura die autonome Reinigung mit seiner bestehenden Strategie für mobile Robotik. Die Adlatus-Lösungen sollen perspektivisch in den Fleet Manager integriert werden und langfristig eine eigene Produktfamilie innerhalb des AMR-Portfolios bilden.
Physical AI als Baustein einer europäischen Industrie
Mit seinen jüngsten Portfolioerweiterungen verfolgt Neura nach eigenen Angaben eine übergeordnete industrielle Strategie. Ausgangspunkt ist das in Europa vorhandene Wissen in Maschinenbau, Automatisierung, Sensorik und industriellen Prozessen.
Dieses industrielle Know-how soll mit moderner künstlicher Intelligenz verbunden werden, um eine neue Generation intelligenter Maschinen aus Europa heraus aufzubauen. Bestehende Technologien sollen dabei nicht ersetzt, sondern miteinander verknüpft und für eine neue technologische Generation weiterentwickelt werden.
„Europa besitzt unglaublich viel industrielles Wissen. Wir müssen nicht alles neu erfinden, wir müssen das Beste, was bereits existiert, mit künstlicher Intelligenz verbinden und viel schneller skalieren“, sagt Reger. „Genau das tun wir. Unternehmen wie Adlatus bringen jahrzehntelange Erfahrung aus der physischen Welt mit. Neura bringt die Physical-AI-Infrastruktur dazu. Wenn wir diese Stärken zusammenführen, können wir aus Europa heraus eine völlig neue Industrie aufbauen.“
Wie lange Neura und Adlatus bereits zusammenarbeiten
Die Übernahme baut auf einer bestehenden Zusammenarbeit auf. Neura Robotics und Adlatus arbeiten bereits seit September 2025 im Rahmen einer strategischen Partnerschaft zusammen. Der erste gemeinsame öffentliche Auftritt erfolgte auf der CMS in Berlin.
Auch beim Verständnis von Robotik sehen die Unternehmen Gemeinsamkeiten. „Adlatus“ bedeutet im Lateinischen „Helfer“. Seit der Gründung verfolgt das Unternehmen den Anspruch, Maschinen zu entwickeln, die Menschen bei alltäglichen und belastenden Tätigkeiten unterstützen.
Dieser Ansatz entspricht der Mission von Neura Robotics: „We serve humanity.“ Roboter sollen demnach nicht zum Selbstzweck Menschen ersetzen, sondern gefährliche, monotone und körperlich belastende Tätigkeiten übernehmen und dadurch Raum für menschliche Fähigkeiten schaffen.
Was bedeutet die Adlatus-Übernahme für Physical AI? – Neura will die bestehenden Reinigungsroboter um zusätzliche Sensorik, KI-Fähigkeiten und die Anbindung an das Neuraverse erweitern.
Wie soll Physical AI die Reinigungsroboter von Adlatus verändern? – Die Systeme sollen perspektivisch Oberflächen und Verschmutzungen erkennen, Situationen interpretieren, Reinigungsstrategien auswählen und aus Einsätzen lernen.
Welche Rolle spielt das Neuraverse bei Physical AI? – Über das Neuraverse sollen unterschiedliche KI-Modelle, Sensorinformationen und Fähigkeiten zusammengeführt werden.
Wie nutzt Neura Physical AI im AMR-Portfolio? – Die Adlatus-Lösungen sollen perspektivisch in den Fleet Manager integriert und langfristig als eigene Produktfamilie im AMR-Portfolio etabliert werden.
Warum ist die installierte Adlatus-Basis für Physical AI relevant? – Die hunderten Systeme bieten eine Grundlage, um neue Fähigkeiten unter realen Bedingungen zu entwickeln, zu validieren und anschließend skalierbar verfügbar zu machen.