OECD-Konjunkturprognose: Deutschland wächst um 1,1 %
Die OECD-Konjunkturprognose fällt für Deutschland etwas besser aus. Für dieses Jahr erwartet die Organisation 1,1 % Wachstum. Konflikte, Energiepreise, Wetterrisiken und KI sorgen jedoch für Unsicherheit.
Die OECD hebt ihre Konjunkturprognose für Deutschland an: Für dieses Jahr erwartet die Organisation ein Wirtschaftswachstum von 1,1 %.Symbolbild - KI-generiert
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• Wer? Die OECD hat ihren jüngsten Wirtschaftsausblick mit einer angehobenen Wachstumsprognose für Deutschland vorgelegt. • Wie stark? Für dieses Jahr werden 1,1 % Wachstum erwartet, 0,4 Prozentpunkte mehr als noch im Juni. • Wie geht es weiter? Für das kommende Jahr bleibt die Prognose für Deutschland unverändert bei 1,1 %. • Welche Risiken bestehen? Konflikte, Energiepreise, Zölle, Ausfuhrbegrenzungen, Wetterereignisse und die Entwicklung von KI-Investitionen sorgen für Unsicherheit.
Wie die OECD-Konjunkturprognose für Deutschland ausfällt
Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) erwartet für Deutschland in diesem Jahr wieder einen stärkeren Wirtschaftsaufschwung. Wie aus dem jüngsten Wirtschaftsausblick der Organisation hervorgeht, wird mit einem Wachstum von 1,1 % gerechnet.
Damit fällt die Prognose um 0,4 Prozentpunkte höher aus als bei der vorherigen Schätzung im Juni. Für das kommende Jahr erwartet die OECD ebenfalls ein Wachstum von 1,1 %. An dieser Prognose hat sich gegenüber dem vorherigen Ausblick nichts geändert.
Nicht nur für Deutschland fällt der aktuelle Ausblick für dieses Jahr etwas günstiger aus. Auch für den Euroraum und die Weltwirtschaft hat die OECD ihre Wachstumsprognosen leicht angehoben.
Für den Euroraum erwartet die Organisation in diesem Jahr ein Plus von 1,0 %, für die Weltwirtschaft einen Zuwachs von 2,9 %. Im kommenden Jahr rechnet die OECD mit einem Wachstum von 1,0 % im Euroraum und 3,0 % weltweit. Damit fällt der Ausblick für das kommende Jahr etwas pessimistischer aus als noch im Juni.
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Trotz der negativen Auswirkungen des Konflikts im Mittleren Osten blieb das Wachstum in vielen Ländern in der ersten Jahreshälfte nach Einschätzung der OECD robust. Große Ölvorräte, Lieferungen von außerhalb der Golfstaaten und staatliche Unterstützungsmaßnahmen federten die Auswirkungen demnach ab.
Der weitere Wirtschaftsausblick hängt jedoch stark davon ab, ob eine dauerhafte Lösung des Konflikts gefunden wird. Zusätzlich nennt die OECD Zölle und Ausfuhrbegrenzungen als Unwägbarkeiten.
Insgesamt ist der Wirtschaftsausblick nach Angaben der Organisation mit großer Unsicherheit verbunden. Eine schnelle Normalisierung des Energiemarktes könnte den Inflationsdruck verringern und Geschäfte fördern. Neue Störungen könnten das Wachstum dagegen dämpfen.
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Warum auch Wetter und KI die Wirtschaft belasten könnten
Weitere Unsicherheiten ergeben sich laut OECD aus möglichen Wetterereignissen. Ein starker El Niño könnte Lieferengpässe und höhere Lebensmittelkosten zur Folge haben.
Auch die Entwicklung bei Künstlicher Intelligenz spielt im Wirtschaftsausblick eine Rolle. Das Wachstum könnte gebremst werden, falls sich Investitionen in KI nicht wie erwartet auszahlen.
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Die OECD mit Sitz in Paris umfasst 38 Staaten. Zu ihren Mitgliedern zählen große Volkswirtschaften wie Deutschland, die USA und Japan sowie Schwellenländer wie Mexiko und Chile. Die Organisation erstellt unter anderem regelmäßig Konjunkturprognosen und verantwortet den Schulleistungstest Pisa.
mit Material der dpa
Was Sie zum Thema OECD-Konjunkturprognose wissen müssen
• Wie hoch ist die OECD-Konjunkturprognose für Deutschland? – Die OECD erwartet für dieses Jahr ein Wirtschaftswachstum von 1,1 %.
• Wie wurde die OECD-Konjunkturprognose für Deutschland verändert? – Gegenüber der Schätzung vom Juni wurde die Wachstumsprognose um 0,4 Prozentpunkte angehoben.
• Was erwartet die OECD-Konjunkturprognose für das kommende Jahr? – Für Deutschland rechnet die OECD unverändert mit einem Wachstum von 1,1 %.
• Welche Risiken nennt die OECD-Konjunkturprognose? – Zu den Unsicherheiten zählen der Konflikt im Mittleren Osten, Entwicklungen am Energiemarkt, Zölle, Ausfuhrbegrenzungen, Wetterrisiken und die Rentabilität von KI-Investitionen.