Volle Halle der Messe Schweißen und Schneiden

Die Messe Schweißen und Schneiden findet 2021 nicht statt. Das Bild zeigt das Messetreiben 2017. - Bild: Rainer Schimm

Die Schweißen und Schneiden wird 2021 nicht durchgeführt. Das neue Datum für die internationale Leitmesse rund um das Fügen, Trennen und Beschichten ist der 11. bis 15. September 2023. Dann werden sich Unternehmen und Entscheider aus der ganzen Welt in der Messe Essen über neueste Innovationen, Dienstleistungen und Forschungsergebnisse dieses wichtigen Wirtschaftszweiges austauschen.

Der ursprünglich für September dieses Jahres vorgesehene Termin war angesichts der derzeitigen Rahmenbedingungen nicht realisierbar. Denn Aussteller und Veranstalter der Weltleitmesse mit zuletzt rund 50.000 Fachbesuchern brauchen Planungssicherheit und Vorlaufzeit.

„Die Schweißen und Schneiden versammelt Fachbesucher aus über 120 Ländern“, so Oliver P. Kuhrt, Geschäftsführer der Messe Essen in einer Mitteilung. „Angesichts der aktuellen Reiserestriktionen können wir dem Anspruch einer Weltleitmesse in diesem Jahr nicht gerecht werden. Hinzu kommt die mehrmonatige Vorlaufzeit für unsere Aussteller, die komplexe High-Tech-Anlagen auf aufwendig gestalteten Messeständen präsentieren. Aktuell können wir unseren Kunden nicht die dafür notwendige Planungssicherheit bieten. Mit dem neuen Messetermin in 2023 erfüllen wir die berechtigten Erwartungen der Branche an eine Weltleitmesse, die diesen Namen auch verdient.“

Messen während der Corona-Pandemie

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(Bild: ake1150 - stock.adobe.com)

Der neue Termin verschafft Branche Sicherheit

Johannes Ried, Geschäftsführer der MicroStep Europa GmbH, begrüßt die Entscheidung, die Messe abzusagen, und schätzt den neuen Termin in 2023: „Als einer der weltweit führenden Hersteller CNC-gesteuerter Schneidsysteme ist die Schweißen und Schneiden für uns ein absoluter Pflichttermin. Wir setzen große Erwartungen in die Messe, die bis jetzt immer mehr als erfüllt worden sind. Aus diesem Grund begrüßen wir den neuen Termin in 2023, wenn die Voraussetzungen für eine Weltleitmesse dieses Formats wieder gegeben sind.“

Diese Einschätzung teilt auch Konrad Mohr, Market Unit Director, Cluster Central Europe von Air Liquide: „Wir beginnen mit der Planung und Koordination unserer Messeteilnahme in der Regel über ein Jahr im Voraus und betreiben einen hohen Aufwand, um unsere Angebote und Leistungen einem breiten Publikum vorzustellen. Diesen Aufwand belohnt die Schweißen und Schneiden mit nationalen und internationalen Entscheidern, die wir in dieser Anzahl und Qualität nur dort treffen. Eine Durchführung der Messe wäre in diesem Jahr unweigerlich mit deutlichen Einschränkungen verbunden gewesen, welche wir uns auch als Konzern selbst auferlegen, um der Pandemie Einhalt zu gewähren. Der neue Termin verschafft uns und der Branche Sicherheit und wahrt das Qualitätsversprechen der Schweißen und Schneiden – ich bin mir sicher, dass sich beides positiv auf die Messe und den Branchentreff auswirken wird.“

Diese Veranstaltung ist als Ersatz geplant

Welche Bedeutung die Weltleitmesse hat, zeigt die Tatsache, dass viele Unternehmen ihre Innovationen nach dem Zyklus der Schweißen und Schneiden entwickeln. Daher ist der neue Veranstaltungstermin in 2023 ein wichtiges Signal für die Branche. Dr.-Ing. Roland Boecking, Hauptgeschäftsführer des DVS – Deutscher Verband für Schweißen und verwandte Verfahren: „Unternehmen, Dienstleister und Forschungseinrichtungen brauchen die Schweißen und Schneiden, um ihre Produkte und Leistungen den Entscheidern der Branche vorzustellen. Das gilt umso mehr nach den Herausforderungen durch die Corona-Pandemie. Wir freuen uns auf den neuen Termin und bieten in der Zwischenzeit weitere Networking-Möglichkeiten an.“

Wenngleich die Leitmesse diesen September nicht in ihrer gewohnten, international einzigartigen Form stattfinden kann, so darf sich zumindest die nationale Branche auf ein spannendes Programm freuen. Das Summit Schweißen und Schneiden ist als Präsenzveranstaltung in der Messe Essen geplant und bietet vom 14. bis 17. September 2021 einen fachlichen Mehrwert auf drei Säulen:

  • Den wissenschaftlichen Schwerpunkt legen der DVS Congress und die Große Schweißtechnische Tagung sowie der DVS Campus.
  • Gleichzeitig kommen vier Gremien des DVS zu ihren Spitzentreffen in der Messe Essen zusammen.
  • Abgerundet wird das Tagungsprogramm mit einer begleitenden Ausstellung.

Vorbereitungen für 2023 laufen bereits

Währenddessen gehen die bisherigen Planungen für die Schweißen und Schneiden nahtlos weiter. Zuletzt überzeugte die Weltleitmesse die Branche auf ganzer Linie: 2017 präsentierten 1.030 Aussteller aus 41 Ländern ihre neuesten Technologien zum Fügen, Trennen und Beschichten. 94 Prozent der insgesamt 50.000 Besucher aus 120 Ländern haben bereits angekündigt, auch die kommende Messe zu besuchen.

„Keine Frage, wir hätten natürlich lieber wie geplant schon in diesem Jahr auf der Schweißen und Schneiden Geschäftskontakte geknüpft und Beziehungen aufgebaut. Aber der neue Termin in 2023 gibt der Branche eine vernünftige Perspektive und erlaubt uns, jetzt mit der Planung für eine Messe – wie wir sie kennen und lieben – zu beginnen", sagt Johan Fransson, Managing Director Europe, ESAB Europe GmbH.

Quelle: Messe Essen

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