Sensorik-Branche

Sick plant Stellenabbau und Standortschließung

Sick reagiert auf die anhaltend schwache Marktlage und plant wohl Umstrukturierungen. Die Rede ist von Stellenabbau und Standortschließung.

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Sick plant einen umfassenden Stellenabbau und die Schließung von Standorten. Das Bild zeigt den Hauptsitz in Waldkirch.
Sick plant einen umfassenden Stellenabbau und die Schließung von Standorten. Das Bild zeigt den Hauptsitz in Waldkirch.

Der Sensorspezialist Sick bereitet angesichts der anhaltend schwachen Marktentwicklung einen Umbau seiner deutschen Standorte vor. Nachdem das Unternehmen bereits im vergangenen Jahr ein Freiwilligenprogramm initiiert hatte, reichen die bisherigen Maßnahmen offenbar nicht aus, um die wirtschaftlichen Herausforderungen zu bewältigen. Deshalb stellt der Konzern nun erneut einen Stellenabbau sowie die Schließung einzelner Standorte in Aussicht.

Besonders betroffen ist der Standort Karlsruhe, der seit 2015 als Entwicklungszentrum für die Softwareplattform AppSpace fungiert. Die Unternehmensführung plant, diesen Standort bis Ende März 2026 vollständig zu schließen. Für die dort beschäftigten rund 30 Mitarbeitenden sollen Medienberichten zufolge sozialverträgliche Lösungen gefunden werden.

Auch der Standort Hamburg, an dem seit 2010 sensorbasierte Mess- und Detektionslösungen gefertigt werden, steht vor erheblichen Einschnitten: Er soll deutlich verkleinert werden. Von den etwa 120 Mitarbeitenden ist bislang unklar, wie viele ihre Stelle verlieren werden. Gespräche mit dem Betriebsrat sollen zeitnah beginnen, um einen Plan für die Teilschließung zu erarbeiten.

Wirtschaftliche Lage trifft auch Sick

Sick zählt zu den führenden Herstellern von Sensortechnik für die Fabrikautomatisierung. Besonders die schwächelnde Automobilindustrie belasten das Unternehmen. Bereits zuvor hatte der Konzern betont, dass die globale und nationale Wirtschaftslage ein entschlossenes Gegensteuern erfordere.

Wie groß der tatsächliche Stellenabbau ausfallen wird, bleibt vorerst offen. Es werden aber laut Unternehmen auch Stellen am Hauptsitz in Waldkirch und an den Standorten Buchholz, Reute, Denzlingen und Freiburg wegfallen müssen. Der Betriebsrat forderte das Unternehmen laut 'Badische Zeitung' auf, schnellstmöglich Klarheit zu schaffen.