SEW: Serienfertigung in Halle Nord sichert Wettbewerbsvorteile
SEW-Eurodrive gewinnt mit der neuen Halle Nord in Graben Neudorf die Kategorie ‚Hervorragende Serienfertigung’ beim Wettbewerb ‚Fabrik des Jahres’ – als Ausdruck zukunftsweisender Produktion und teamgetriebener Spitzenleistung.
Maximilian FestusMaximilianFestus
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Im Zentrum der Prämierung steht die neue Halle Nord am Standort Graben Neudorf. Auf über 80.000 Quadratmetern Produktionsfläche wurde ein hochgradig vernetztes, modular aufgebautes Fertigungssystem realisiert, das die Fertigung von Getriebeteilen in einem selbststeuernden, verbrauchsorientierten Regelkreis organisiert.SEW-Eurodrive)
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Produktion am Puls der Zeit
‚Never touch a part‘ steht bei SEW für konsequente Automatisierung. Mobile Assistenzsysteme übernehmen Transport und Logistik, vollautomatisierte
Handling- und Verpackungslösungen sichern Prozessstabilität, Qualität und kurze
Durchlaufzeiten. Transparenz in Echtzeit liefert der Production Monitor. In den
modularen Small Factory Units arbeiten multifunktional qualifizierte Teams –
flexibel, motiviert und effizient. Die Serien- und Kleinserienfertigung ist
organisatorisch getrennt, um Variantenvielfalt sicher zu beherrschen. Dank
smarter Logistik und digitaler Steuerung wird Material just in time
bereitgestellt. Verbesserungen sind durch Visualisierung sofort sichtbar.
Condition Monitoring reduziert Ausfälle und hält die Taktstabilität hoch. So
verbindet SEW technologische Spitzenleistung mit operativer Exzellenz.
SEW-Eurodrive hat seit 1931 seinen Stammsitz in Bruchsal
nahe Karlsruhe. Heute ist das Familienunternehmen einer der global führenden
Spezialisten der Antriebs‑ und Automatisierungstechnik mit 22.700
Mitarbeitenden, 18 Fertigungs‑ und 92 Montagewerken in 57 Ländern. Weltweit
bewegt das Unternehmen Applikationen, Prozesse, Anlagen und Maschinen in
unzähligen Branchen. Mit rund 850 Forscher:innen und Entwickler:innen gestaltet
das Unternehmen die Zukunft der Antriebsautomatisierung innovativ mit – von
Bruchsal aus in die Welt.
Strategische Produktion als Wettbewerbsvorteil
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Christian Mayer: „Automatisierung, Digitalisierung und künstliche Intelligenz werden weiterhin treibende Themen sein.“SEW-Eurodrive)
Die Auszeichnung der Kategorie ‚Hervorragende
Serienfertigung’ im renommierten Wettbewerb ‚Fabrik des Jahres’ - ausgerichtet
von Kearney, Ultima Media und Produktion - markiert für SEW-Eurodrive einen
bedeutenden Meilenstein. „Der Sieg ist eine Bestätigung für unsere Strategie
und die Arbeit von uns allen“, betont Christian Mayer, Geschäftsführer
Produktion bei SEW-Eurodrive. Für das Unternehmen, seine Mitarbeitenden und
Kund:innen signalisiert dieser Erfolg, dass die strategische Ausrichtung auf
Digitalisierung, Automatisierung und vernetzte Fertigung trägt. „Bei einer
Firma zu arbeiten, die so intensiv sowohl in der badischen Heimat als auch
international in die Zukunftsfähigkeit ihrer Standorte und in ihre
Mitarbeitenden investiert, macht zurecht stolz“, so Mayer weiter.
Bereits zehn Monate nach dem Umzug der letzten Maschinen in
die neue Halle Nord konnte die Jury das Potenzial der modernisierten
Serienfertigung bewerten und würdigen – ein Beleg dafür, wie schnell
Transformation in greifbare Wettbewerbsvorteile überführt werden kann. Die
Auszeichnung schafft zudem Vertrauen bei Kund:innen in volatilen Märkten: „Die
Auszeichnung ist ein Beleg dafür, dass wir mit der neuen Halle Nord alles für
schnelle und zuverlässige Lieferungen tun“, erklärt Mayer.
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Innovationskraft im Zentrum der neuen Halle Nord
Im Zentrum der Prämierung steht die neue Halle Nord am Standort
Graben‑Neudorf. Auf über 80.000 Quadratmetern Produktionsfläche wurde ein
hochgradig vernetztes, modular aufgebautes Produktionssystem realisiert, das
die Fertigung von Getriebeteilen in einem selbststeuernden,
verbrauchsorientierten Regelkreis organisiert. Die Jury hob hervor, dass Wellen
und Verzahnteile auftragsunabhängig zur Verfügung gestellt werden können – ein
klarer Vorteil für die Endmontagewerke weltweit.
„Mit dieser strategischen Investition bereiten wir den
Produktionsstandort Graben‑Neudorf auf anhaltendes Wachstum vor“, erläutert
Mayer. Dabei zeichne sich das Fabrikkonzept durch End2End-Fertigungszellen aus,
die wie auf einem Schachbrettprinzip angeordnet sind. Das Prinzip ‚Never touch
a part‘, das vollautomatisierte Prozesse ohne manuelle Eingriffe beschreibt,
wurde von den Juroren besonders gelobt. Diese zukunftsweisende Ausrichtung
erhöht nicht nur Effizienz und Qualität, sondern schafft auch die Basis für
hohe Liefersicherheit und Resilienz im Tagesgeschäft.
Blick in die Ritzelwellenfertigung von SEW-Eurodrive: Modernste Bearbeitungszentren, digitale Steuerung und autonome Logistik bilden das Rückgrat einer zukunftsorientierten Produktion.SEW-Eurodrive)
Teamleistung und bereichsübergreifende Zusammenarbeit
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Der Weg zur Auszeichnung war ein intensiver, teamgetriebener
Prozess. Die Einreichung beim Wettbewerb begann im April 2025 mit einem
bereichsübergreifenden Team aus Geschäftsführung, Werkverantwortlichen,
Controlling, Organisation und Corporate Communications. „Jeder von uns hat viel
dazu gelernt“, sagt Mayer. Bereits eine Woche vor dem Stichtag im Juni 2025
wurden die umfangreichen Unterlagen eingereicht – ein Zeichen für die hohe
interne Motivation und den gemeinsamen Fokus. Dieser Erfolg sei ohne die aktive
Einbindung der gesamten Belegschaft nicht möglich gewesen: „Die Belegschaft
haben wir über eine klare Vision mitgenommen“, so Mayer, die seit Beginn der
Planungs‑ und Umsetzungsphase vor sieben Jahren als Leitstern diente.
Die Vision wurde mittels Animationen und Videos erlebbar
gemacht, bevor die eigentliche Planung des Gebäudes begann. Die Analyse der Wertströme
und daraus abgeleiteten Zielprozesse bildete die Grundlage für ein konsequent
wertschöpfungsorientiertes Layout der Halle Nord. Durch diese intensive
Mitarbeitereinbindung konnte die Planung nahezu 1:1 umgesetzt werden, ein
Ergebnis, auf das das Produktionsteam besonders stolz ist.
Was Serienfertigung bei SEW‑Eurodrive besonders macht
In der Halle Nord in Graben-Neudorf hat SEW ein
Produktionssystem realisiert, das technologische Exzellenz mit Flexibilität
vereint. Die Produktion basiert auf modular aufgebauten Small Factory Units, in
denen End-to-End-Zellen für Produktgruppen wie auf einem Schachbrett angeordnet
sind. Das Motto ‚Never touch a part‘ ist dabei mehr als ein Leitsatz – es
beschreibt eine durchgängige Automatisierung von der Anlieferung über die
Bearbeitung bis hin zur Verpackung.
Ein Beispiel: Die Komplettbearbeitung von Wellen beginnt mit
einer automatisierten Anlieferung per mobilem Assistenzsystem. Rohteile werden
über ein 3D-Kamerasystem identifiziert, von Robotern gegriffen, in die
Bearbeitungszelle geführt, dort bearbeitet, vermessen, bei Bedarf korrigiert
und schließlich automatisch verpackt. Menschliche Eingriffe sind nur im
Ausnahmefall notwendig – das steigert Qualität, reduziert Fehler und verkürzt
Durchlaufzeiten.
Gleichzeitig bleibt das System flexibel: Die Serien- und
Kleinserienfertigung sind organisatorisch getrennt, was eine effiziente
Bearbeitung auch kleiner Losgrößen ermöglicht. Die modulare Struktur erlaubt
es, neue Fertigungszellen einfach zu ergänzen. Ein digitaler Production Monitor
sorgt für Transparenz in Echtzeit – Engpässe und Bedarfsspitzen können proaktiv
gesteuert werden. „Unsere Fertigung verbindet höchste Automatisierung mit einem
Layout, das auf Wertstromeffizienz und Flexibilität ausgelegt ist“, fasst
Christian Mayer zusammen. Genau diese Kombination überzeugte die Jury der
‚Fabrik des Jahres’.
Nachhaltigkeit als integraler Bestandteil der Produktion
Nachhaltigkeit nimmt bei SEW-Eurodrive in Halle Nord einen
hohen Stellenwert ein. Neben Photovoltaikflächen und begrünten Dachbereichen
wurden energieeffiziente Anlagen und Systeme integriert. „Unsere neue Härterei
ist bestmöglich isoliert und die Abwärme wird rückgewonnen“, berichtet Mayer.
Drei Blockheizkraftwerke tragen zur CO2‑Reduktion von etwa 5050 Tonnen pro Jahr
bei. Abgase werden nachbehandelt, und durch ein Abschaltkonzept bei
Wochenendpausen wird zusätzlicher Energieverbrauch vermieden. Diese Maßnahmen
spiegeln die langfristige Ausrichtung des Unternehmens auf ökologische
Verantwortung und ökonomische Effizienz wider.
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Resilienz und Zukunftsfähigkeit als Produktionsprinzipien
Automatisiertes Stabstahllager mit integriertem Sägezentrum in der Halle Nord von SEW-Eurodrive: Digitale Materialverwaltung, präziser Zuschnitt und vollautomatisierte Zuführung sichern eine effiziente und bedarfsgerechte Versorgung der Serienfertigung.Jens Arbogast
Die Resilienz der Produktion wird durch mehrere strategische
Hebel gestärkt. SEW-Eurodrive hat die Lagerkapazitäten für Rohmaterialien
deutlich erhöht, um Versorgungsschwankungen besser auszugleichen. „Unsere
Mitarbeitenden sind multifunktional einsetzbar“, betont Mayer, was durch
kontinuierliche Weiterbildungsmaßnahmen gewährleistet wird. Diese breite
Qualifikation trägt dazu bei, flexibel auf wechselnde Auslastungen zu
reagieren. Zudem sorgt ein redundant ausgelegter Maschinenpark dafür, dass bei
Störungen alternative Fertigungswege genutzt werden können – ein zentraler
Baustein für hohe Verfügbarkeit und stabile Lieferketten.
Für 2026 leitet das Unternehmen aus seinem Erfolg klare
Trends ab. „Automatisierung, Digitalisierung und künstliche Intelligenz werden
weiterhin treibende Themen sein“, erklärt Mayer. Dabei wird nicht nur der
einzelne Fertigungsprozess betrachtet, sondern die gesamte Wertschöpfungskette,
inklusive der autonomen Steuerung von Aufträgen und der logistischen
Vernetzung. Dieser ganzheitliche Ansatz ist Ausdruck der Produktionsphilosophie
von SEW-Eurodrive und setzt Maßstäbe für die Serienfertigung von morgen.
Warum wurde SEW-Eurodrive als „Fabrik des Jahres“ ausgezeichnet? - SEW-Eurodrive gewann mit der neuen Halle Nord in Graben-Neudorf in der Kategorie „Hervorragende Serienfertigung“. Die Jury würdigte vor allem die zukunftsweisende, vernetzte und modular aufgebaute Serienproduktion, die Effizienz, Qualität und Liefersicherheit deutlich stärkt.
Was macht die Serienfertigung in der Halle Nord so besonders? - Die Halle Nord setzt auf ein hochautomatisiertes Produktionssystem mit modularen Small Factory Units und End-to-End-Fertigungszellen, die wie nach einem Schachbrettprinzip angeordnet sind. Dadurch kann die Produktion flexibel erweitert werden und bleibt gleichzeitig extrem leistungsfähig.
Was bedeutet das Prinzip „Never touch a part“ bei SEW-Eurodrive? - „Never touch a part“ steht für eine durchgängige Automatisierung ohne manuelle Eingriffe – von der Anlieferung über Bearbeitung und Vermessung bis zur Verpackung. Menschliche Eingriffe sind nur im Ausnahmefall nötig, was Fehler reduziert, die Qualität erhöht und Durchlaufzeiten verkürzt.
Welche Vorteile bringt die neue Halle Nord für Kunden und Lieferfähigkeit? - Durch die modernisierte Serienfertigung können Wellen und Verzahnteile auftragsunabhängig bereitgestellt werden – ein Vorteil für die Endmontagewerke weltweit. Zudem stärkt das Konzept die Zuverlässigkeit, ermöglicht schnelle Lieferungen und schafft Vertrauen in volatilen Märkten.
Welche Rolle spielen Nachhaltigkeit und Resilienz in der neuen Produktion? - Nachhaltigkeit ist integraler Bestandteil: Photovoltaikflächen, begrünte Dächer, energieeffiziente Anlagen, Abwärmerückgewinnung sowie drei Blockheizkraftwerke reduzieren den CO₂-Ausstoß um ca. 5.050 Tonnen pro Jahr. Gleichzeitig erhöhen größere Lagerkapazitäten, multifunktional qualifizierte Mitarbeitende und ein redundanter Maschinenpark die Resilienz und Versorgungssicherheit.