Rheinmetall möchte sein Portfolio gezielt um den Marine-Schiffbau erweitern.nmann77 - stock.adobe.com
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Rheinmetall darf nach einer Entscheidung der EU-Kommission die Militärsparte NVL der Bremer Werftengruppe Lürssen kaufen. Deutschlands größter Rüstungskonzern hatte sich im September mit Lürssen auf den Kauf geeinigt. Dazu zählt auch die Blohm+Voss-Werft im Hamburger Hafen.
"Die Transaktion betrifft in erster Linie den Bau von Überwasserschiffen und damit verbundene Dienstleistungen im Verteidigungssektor", teilten die Wettbewerbshüter der Europäischen Union mit. Angesichts begrenzter Auswirkungen auf die Marktstruktur äußerten sie nach ihrer Prüfung keine wettbewerbsrechtlichen Bedenken.
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Rheinmetall will in den Marine-Bereich
Mit der Übernahme will sich Rheinmetall breiter aufstellen und den Marine-Schiffbau als zusätzliches Geschäftsfeld erschließen. Der Konzern baut bisher keine eigenen Schiffe, macht aber Geschäfte mit der Marine, etwa mit Schiffsgeschützen und mit Lasermodulen. Die Parteien vereinbarten Stillschweigen über den Kaufpreis.
Die private Werftengruppe Lürssen ist seit Oktober 2021 zweigeteilt in die Marinesparte Naval Vessels Lürssen (NVL) und in eine Jachtsparte. NVL ist auf die Konstruktion und Fertigung von Marine- und Behördenschiffen für die Deutsche Marine und Kunden weltweit spezialisiert.
In Deutschland gehören zu NVL vier Werften: die Peene-Werft in Wolgast (Mecklenburg-Vorpommern), Teile von Blohm+Voss und die Norderwerft in Hamburg sowie die Neue Jadewerft in Wilhelmshaven. Hinzu kommen Standorte in Bulgarien, Kroatien, Ägypten und Brunei.
Rheinmetall darf die Militärsparte Naval Vessels Lürssen (NVL) der Lürssen-Gruppe übernehmen, einschließlich der Blohm+Voss-Werft im Hamburger Hafen.
Warum hat die EU-Kommission zugestimmt?
Die Wettbewerbshüter sahen nach Prüfung keine wettbewerbsrechtlichen Bedenken, da die Auswirkungen auf die Marktstruktur als begrenzt eingestuft wurden.
Welche Ziele verfolgt Rheinmetall mit der Übernahme?
Der Konzern will sich breiter aufstellen und den Marine-Schiffbau als zusätzliches Geschäftsfeld erschließen.
Wo ist NVL tätig?
NVL betreibt vier Werften in Deutschland sowie weitere Standorte in Bulgarien, Kroatien, Ägypten und Brunei.