Praxis

Auflageleisten-Reiniger senkt Stahlverbrauch

Hofele Blechbearbeitung setzt Auflageleisten-Reiniger von Trumpf ein, um Schlacke von Palettentischen zu entfernen. Das sichert die Schnittqualität, verlängert die Nutzung der Leisten und spart Stahl.

Thomas Hofele (rechts), Geschäftsführer der Hofele Blechbearbeitung GmbH, und sein Sohn, Industriemeister Chris Hofele, sind von der Zusammenarbeit mit Trumpf überzeugt: „Auch wenn ich als Schwabe gerne mal sparsam bin und Trumpf definitiv kein Billiganbieter ist. Ich fühle mich bei diesem Unternehmen dank einer ehrlichen und kompetenten Beratung immer gut aufgehoben“

Summary: Die Hofele Blechbearbeitung GmbH in Donzdorf reinigt die Palettentische ihrer Laserschneidanlagen mit den Auflageleisten-Reinigern TruTool TSC 100 und TruTool TSC 200 von Trumpf. Seit Mai kommt der TSC 200 vor allem an der 24-kW-Anlage zum Einsatz und entfernt harte Schlacke in einem zweistufigen Schrupp- und Schlichtprozess. Dadurch lassen sich Auflageleisten bis zu fünfmal reinigen, Stillstände vermeiden und Rohmaterial einsparen; laut Hofele amortisiert sich der TSC 200 innerhalb von zwei Monaten.

Warum Hofele auf Geschwindigkeit und Qualität setzt

Die Hofele Blechbearbeitung GmbH schneidet in Donzdorf Bleche aus unterschiedlichen Werkstoffen mit Laserschneidanlagen von Trumpf. Hohe Präzision und eine konstante Schnittqualität gehören dabei zu den zentralen Anforderungen. Eine wichtige Voraussetzung dafür sind saubere und gleichmäßige Auflageflächen auf den Palettentischen der Anlagen.

Das Unternehmen beschäftigt 20 Mitarbeiter und wurde 1970 von Siegfried Hofele gegründet. Heute führt dessen Sohn Thomas Hofele den Betrieb. Mit Chris Hofele arbeitet bereits die dritte Generation im Unternehmen. Das Leistungsspektrum umfasst neben dem Laserschneiden auch Biegen, Abkanten und Schweißen. Hinzu kommen die Weiterbearbeitung durch Rollieren und Runden sowie das Lackieren und Montieren von Blechbauteilgruppen.

Vom Wettbewerb will sich der Betrieb nicht allein durch sein Fertigungsportfolio abheben. „Allein durch unser vielseitiges Produktportfolio im Blechbereich können wir uns kaum von Mitbewerbern abheben. Das schaffen wir aber durch extrem schnelle Reaktions- und Lieferzeiten, absolute Zuverlässigkeit und 100 Prozent Qualität“, sagt Thomas Hofele, Geschäftsführer der Hofele Blechbearbeitung GmbH.

Als Grundlage dafür nennt er kurze Entscheidungswege, qualifizierte Mitarbeiter und eine für einen kleinen Betrieb außergewöhnlich umfangreiche technische Ausstattung. Die Kombination aus moderner Maschinentechnik und flexiblen internen Abläufen soll es ermöglichen, Kundenaufträge schnell und zuverlässig zu bearbeiten.

Drei Faserlaser für die flexible Blechfertigung

Im Mittelpunkt der Fertigung stehen drei Festkörperlaseranlagen der Baureihe TruLaser fiber. Sie verfügen über Laserleistungen von 8 kW, 10 kW und 24 kW. Die Zusammenarbeit mit Trumpf reicht bei der Familie Hofele weit zurück. Thomas Hofele investierte bereits Anfang der 1990er-Jahre in seine erste Laserschneidmaschine des Ditzinger Herstellers.

Der erste Kontakt zwischen beiden Unternehmen liegt noch länger zurück. „Mein Vater hat vor über 45 Jahren einen Schweißkantenformer von Trumpf gekauft, der übrigens auch heute noch funktioniert. Über Qualität müssen wir da nicht mehr reden“, erklärt Thomas Hofele.

Auch sein Sohn Chris Hofele beschäftigt sich intensiv mit neuen Entwicklungen in der Blechfertigung. Der gelernte Konstruktionsmechaniker und Industriemeister arbeitet seit sechs Jahren im Familienbetrieb und war maßgeblich an den jüngsten Investitionsentscheidungen beteiligt.

Im Jahr 2024 ersetzte Hofele die letzte energieintensive CO2-Laserschneidmaschine durch eine TruLaser 5040 fiber mit 24 kW Laserleistung. Der Faserlaser verbraucht nach Angaben des Unternehmens deutlich weniger Energie und bietet zugleich eine hohe Leistungsfähigkeit.

Wie die TruLaser 5040 fiber das Spektrum erweitert

Mit der neuen Laserschneidanlage reagiert Hofele auf veränderte Kundenanforderungen. Neben klassischen Schneidaufträgen nimmt die Bearbeitung dicker Baustahlbleche und hochwertiger Werkstoffe zu.

„Wir bekommen immer mehr Anfragen zur Bearbeitung feiner Konturen in 30 mm teils sogar 40 mm dicken Baustahlblechen. Auch Aufträge für Bauteile aus Edelstahl und anderen hochwertigen Materialien nehmen zu. Für all das und noch mehr sind wir jetzt bestens gerüstet“, sagt Chris Hofele.

Neben der Schneidleistung hebt der Juniorchef die Bedienung der Anlage hervor. „Die Benutzeroberfläche hat eine Touch-Funktion. Dadurch können wir Bedienaufgaben enorm schnell und intuitiv erledigen. Außerdem sind die TruLaser fiber einfach zu rüsten.“

Auch einzelne Rüstvorgänge sind auf eine möglichst hohe Produktivität ausgelegt. So lässt sich der Düsenwechsler des Schneidkopfs hauptzeitparallel aus der Maschine herausziehen und bestücken.

Thomas Hofele bewertet sowohl die Maschinenqualität als auch die Ergebnisse beim Laserschneiden positiv. „Wir haben jetzt schon seit über 30 Jahren Trumpf Anlagen im Einsatz. Insofern kann ich die Qualität der Maschinen ebenso gut einschätzen wie die der bearbeiteten Bleche. Da gibt es nichts zu meckern. Auch wenn ich als Schwabe gerne mal sparsam bin und Trumpf definitiv kein Billiganbieter ist. Ich fühle mich bei diesem Unternehmen dank einer ehrlichen und kompetenten Beratung immer gut aufgehoben“, erklärt der Geschäftsführer.

Warum saubere Palettentische entscheidend sind

Für die Qualität der geschnittenen Bauteile ist jedoch nicht allein die Lasertechnik verantwortlich. Auch der Zustand der Palettentische beeinflusst den Fertigungsprozess. Beim Laserschneiden lagert sich unvermeidbar Schlacke auf den Auflageleisten ab.

Wird die Schlackeschicht zu dick, entsteht eine unebene Auflagefläche. Zudem kann Schlacke während der Bearbeitung an das Blech spritzen. Für Hofele ist das mit dem eigenen Qualitätsanspruch nicht vereinbar.

Das Unternehmen setzt deshalb bereits seit der Markteinführung vor rund 20 Jahren Auflageleisten-Reiniger von Trumpf ein. „Mir hat damals ein Trumpf Mitarbeiter eine Rechnung aufgemacht, wieviel ich durch den Einsatz dieses Spezialwerkzeug sparen kann. Das war zu dieser Zeit schon einleuchtend“, sagt Thomas Hofele.

Heute verwendet der Betrieb den TruTool TSC 100 für die Paletten der Laserschneidanlagen mit 8 kW und 10 kW. Für die besonders harte Schlacke an der TruLaser 5040 fiber mit 24 kW kommt seit Mai zusätzlich der TruTool TSC 200 zum Einsatz.

Das Werkzeug wurde speziell für leistungsstarke Laserschneidanlagen entwickelt, wie Trumpf mitteilt. Philipp Herwerth, Vertriebsleiter Deutschland für Elektrowerkzeuge bei Trumpf, erläutert: „Je höher die Laserleistung, desto härter ist die Schlacke. Unser TSC 100 stieß damit an seine Grenzen. Deshalb haben sich unsere Entwickler ein neues technologisches Prinzip ausgedacht.“

Auflageleisten-Reiniger arbeitet in zwei Schritten

Dank optionaler Vorschubunterstützung kann Facharbeiter Hans-Jürgen Kowalski den Auflageleisten-Reiniger TruTool TSC 200 ohne große Kraftanstrengung über die einzelnen Leisten führen. In etwa einer Stunde hat er die 60 Stege einer zwei x vier Meter großen Palette komplett gereinigt.

Der TruTool TSC 200 entfernt die Schlacke nicht in einem einzigen Arbeitsgang. Stattdessen kombiniert das Gerät einen Schrupp- mit einem Schlichtprozess. Grundlage ist eine patentierte Geometrie der Reinigungswerkzeuge.

Links und rechts der zu reinigenden Auflageleisten befinden sich Werkzeuge mit jeweils zwei verzahnten und zwei durchgängigen Schneidkanten. Die verzahnten Kanten brechen die harte Schlacke zunächst auf. Anschließend schaben die durchgängigen Schneidkanten die Rückstände von den Leisten ab.

Dieser Ablauf wiederholt sich rund 25-mal pro Sekunde. Ein Mitarbeiter von Hofele benötigt nach Unternehmensangaben meist etwa eine Stunde, um die 60 Auflageleisten einer zwei mal vier Meter großen Palette vollständig zu reinigen.

Die tatsächlich benötigte Zeit hängt von der Dicke der Ablagerungen ab. Die Schlacke sollte eine Stärke von 25 mm nicht überschreiten. Eine optional erhältliche Vorschubunterstützung erleichtert bei Hofele das gleichmäßige Führen des Werkzeugs über die Leisten.

Für die notwendige Reinigungsleistung verfügt der TruTool TSC 200 über einen Motor mit 1.700 W. Ein angepasstes Getriebe schützt den Motor vor Überlastung. Motor und Getriebe sind jeweils in einer separaten Kammer untergebracht. Dadurch sollen auch ohne zusätzliche Dichtungen weder Schlacke noch relevante Staubpartikel in die Antriebskomponenten eindringen.

Für die Handhabung ist das Gerät mit einem Kunststoffgriff ausgestattet, über den es auf die Palette gesetzt werden kann. Eine Aluminium-Griffstange, die sich optional verlängern lässt, ermöglicht die Bewegung über die gesamte Bettbreite.

Transportrollen aus Kunststoff erleichtern den Weg zur Laserschneidanlage. Sie müssen während der Reinigung nicht demontiert werden. Am Ende der Palette kann der Auflageleisten-Reiniger angehoben und auf einem speziell konstruierten Gleitblech zurückgezogen werden. Das Gleitblech reduziert zugleich den Widerstand bei der Bewegung über die Auflageleisten.

Wie sich der Auflageleisten-Reiniger rechnet

Hofele Blechbearbeitung ist ganz und gar auf Trumpf eingestellt. Neben drei TruLaser fiber verfügt das Unternehmen auch über moderne Abkantpressen TruBend.

Neben der Schnittqualität steht für Hofele vor allem die Wirtschaftlichkeit der Reinigung im Vordergrund. Auf der Laserschneidanlage mit 24 kW entstehen bei der Bearbeitung dicker Bleche besonders harte Ablagerungen. Entsprechend regelmäßig müssen die Paletten gereinigt werden.

Thomas Hofele beschreibt den Ablauf: „Wenn wir auf unserer 24 kW-Anlage durchgängig dicke Bleche schneiden, reinigen wir die Paletten nahezu einmal pro Woche – wohlgemerkt bei einschichtigem Betrieb. Da wir bis zu fünf Mal reinigen können, bevor wir neue Auflageleisten brauchen, sparen wir auch fünf Mal den Austausch und müssen nur alle sechs Wochen neue Leisten herstellen. Das Ganze erfolgt übrigens hauptzeitparallel, ohne Stillstandzeiten der Laseranlage. Nach unserer Erfahrung funktioniert die Reinigung von dieser harten Schlacke mit keinem anderen Werkzeug.“

Die Reinigung verlängert somit die Nutzungsdauer der Auflageleisten. Gleichzeitig kann sie hauptzeitparallel erfolgen, sodass die Laserschneidanlage währenddessen nicht stillstehen muss. Erst nach mehreren Reinigungszyklen fertigt Hofele neue Leisten.

In die Wirtschaftlichkeitsbetrachtung fließen die Materialkosten für die neuen Auflageleisten, die Maschinenzeit für deren Herstellung und die Arbeitszeit der Mitarbeiter ein. Auf dieser Grundlage amortisiert sich die Investition in den TruTool TSC 200 laut Chris Hofele innerhalb von zwei Monaten.

„Eine ähnliche Rechnung können wir mit dem TSC 100 aufmachen. Dabei ist in beiden Fällen nicht zu vergessen, dass wir damit langfristig nachhaltig und im Sinne der Umwelt handeln, da wir eine ganze Menge Rohmaterial sparen“, erklärt Chris Hofele.

Der Einsatz der Auflageleisten-Reiniger verbindet bei Hofele damit mehrere Ziele: Die Palettentische bleiben eben und sauber, die Gefahr von Schlackespritzern auf die Bauteile sinkt und die Schnittqualität wird abgesichert. Gleichzeitig müssen weniger neue Auflageleisten hergestellt werden. Das reduziert den Verbrauch von Stahl und spart Maschinen- sowie Arbeitszeit.

FAQ zum Auflageleisten-Reiniger bei Hofele

  • Wofür nutzt Hofele den Auflageleisten-Reiniger? – Der Auflageleisten-Reiniger entfernt Schlacke von den Palettentischen der Laserschneidanlagen und sorgt für gleichmäßige Auflageflächen.

  • Welcher Auflageleisten-Reiniger kommt an der 24-kW-Anlage zum Einsatz? – An der TruLaser 5040 fiber verwendet Hofele seit Mai vor allem den TruTool TSC 200.

  • Wie arbeitet der Auflageleisten-Reiniger TruTool TSC 200? – Verzahnte Schneidkanten brechen die Schlacke auf, anschließend schaben durchgängige Schneidkanten die Rückstände ab.

  • Wie schnell reinigt der Auflageleisten-Reiniger eine Palette? – Die 60 Auflageleisten einer zwei mal vier Meter großen Palette lassen sich bei Hofele meist in etwa einer Stunde reinigen.

  • Wann amortisiert sich der Auflageleisten-Reiniger? – Laut Hofele amortisiert sich der TruTool TSC 200 unter Berücksichtigung von Material-, Maschinen- und Arbeitskosten innerhalb von zwei Monaten.