Eplan Copilot will Wissenspartner im Engineering werden
Wie verändert der Eplan Copilot das Engineering? Die KI unterstützt Anwender mit geprüfter Datenbasis, Cloud-Service und Dialogfunktionen.
Anja RingelAnjaRingelManaging editor and podcast host for 'Produktion'
Eplan-CEO Sebastian Seitz stellte den Eplan-Copilot auf der Konferenz des Unternehmens vor.Anja Ringel
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Summary:
Eplan launcht den Eplan Copilot im Rahmen der Eplan Next26 in München. Die KI-Assistenz soll Anwender im Engineering mit geprüften Informationen, Handlungsempfehlungen und schrittweisen Anleitungen unterstützen. Grundlage sind eine strukturierte Datenbasis, Cloud-Integration und Sicherheitsarchitekturen für den industriellen Einsatz.
Mit dem Eplan Copilot hat Eplan eine neue Generation KI-gestützter Assistenz für das Engineering vorgestellt. Die Lösung wurde während der Konferenz Eplan Next26 gelauncht und soll Anwender im Arbeitsalltag als verlässlicher Wissenspartner unterstützen.
Im Mittelpunkt steht dabei der Zugang zu Engineering-Wissen. Der Copilot verbindet Engineering-Know-how, Plattformfunktionalitäten und konkrete Aufgaben in einem intelligenten Dialog. Dadurch sollen Effizienz, Orientierung und Entscheidungsfähigkeit im Engineering steigen.
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In der heutigen Arbeitswelt werden Engineering-Prozesse zunehmend komplexer. Disziplinen greifen stärker ineinander, die verfügbare Informationsmenge wächst, während zugleich Zeitdruck und Qualitätsanforderungen steigen. Die Herausforderung liegt deshalb weniger in der reinen Generierung von Wissen, sondern darin, besagtes Wissen zum richtigen Zeitpunkt im passenden Kontext verfügbar zu machen.
In seiner Keynote ordnete CEO Sebastian Seitz den Copilot in den größeren Digitalisierungskontext ein: „Wir müssen über eine der größten Herausforderungen unserer Branche sprechen: die Digitalisierung des gesamten Wertschöpfungsprozesses.“ Dieser Prozess beginne bei der Planung eines Automatisierungssystems oder einer Maschine, gehe über das Engineering bis hin zum Betrieb.
Eplan betont beim Copilot vor allem die industrielle Einsatzfähigkeit der Architektur. „Wir haben bewusst an einem starken und vor allem sicheren Fundament für unseren Copilot gearbeitet“, erklärt Seitz. Im Engineering gelten laut Unternehmen andere Maßstäbe als bei vielen KI-Anwendungen im Alltag, insbesondere mit Blick auf Datensicherheit.
„In der industriellen Anwendung sind zertifizierte, verlässliche Architekturen gefragt“, ergänzt der CEO. Entsprechend wurde der Copilot ganzheitlich entwickelt. Cloud Integration, Wissensmanagement sowie die Einbindung in bestehende Systeme und Partnerlösungen wurden laut Eplan von Beginn an in der Architektur berücksichtigt.
Auch in der Keynote stellte Seitz die Anforderungen an KI im Elektro-Design heraus: „Um eine KI im Bereich des Elektro-Designs einsatzfähig zu machen, braucht es drei Dinge: Gesichertes Wissen, Fähigkeiten und eine sichere Architektur.“ Damit rückt Eplan nicht allein die KI-Funktion selbst in den Vordergrund, sondern auch die Voraussetzungen für einen industrietauglichen Einsatz.
Ziel war einer Pressemitteilung zufolge eine Lösung, die nicht nur kurzfristig Wirkung zeigt, sondern im professionellen Einsatz überzeugt und langfristig tragfähig bleibt. Der Copilot basiert dafür auf stabilen Plattformstrukturen, klaren Governance-Prinzipien und einem Verständnis realer Engineering-Workflows.
Eplan Copilot erschließt Plattformfunktionen per Dialog
Nach dem Launch zur Eplan Next26 soll der Eplan Copilot Anwendern die funktionale Tiefe der Eplan Plattform schrittweise über eine intuitive, dialogbasierte Interaktion erschließen. Statt Menüs, Funktionen oder Dokumentationen einzeln zu durchsuchen, formulieren Nutzer ihre Aufgaben in natürlicher Sprache.
Der Copilot liefert daraufhin kontextbezogene Antworten, klare Handlungsempfehlungen und schrittweise Anleitungen. Diese sollen nachvollziehbar, präzise und unmittelbar anwendbar sein. Im ersten Schritt soll der Copilot die Effizienz erhöhen, indem er repetitive Tätigkeiten ab- beziehungsweise übernimmt.
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In der Keynote beschrieb Seitz die Entwicklungsperspektive der Lösung so: „Unsere Vision ist es, die Technologie von einem Co-Piloten zu einem Piloten zu entwickeln, der Aufgaben mit 100 % Genauigkeit autonom ausführt.“ Der aktuelle Launch markiert damit einen Zwischenschritt auf dem Weg zu stärker automatisierten Engineering-Prozessen.
Ein zentraler Mehrwert liegt dabei in der Qualität und Verlässlichkeit der Informationen. Anders als viele generische KI-Anwendungen basiert der Eplan Copilot nach Unternehmensangaben auf einer konsistenten, strukturierten und geprüften Datenbasis. Damit soll die KI als belastbare Informationsquelle im täglichen Engineering dienen.
Wie Datenqualität eindeutige Ergebnisse ermöglichen soll
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Für den professionellen industriellen Einsatz ist die Qualität der Datenbasis entscheidend. Dem Eplan Copilot wurde dafür verlässliches und geprüftes Wissen mitgegeben. Zudem wurden erste Fähigkeiten integriert, mit denen der Anwender auf Basis dieses Wissens unterstützt wird.
Dazu passt die Einordnung aus der Keynote: „Heute veröffentlichen wir den Eplan Co-Pilot in unserer Cloud-Umgebung. Er nutzt validiertes Eplan-Wissen (wie die Hilfe-Dokumentation) und kann sogar mit Ihrem eigenen Wissen oder dem unserer Partner ergänzt werden. Alles in einer zertifizierten, sicheren Cloud-Umgebung.“
Auf dieser Grundlage soll der Copilot schrittweise weitere Fähigkeiten erhalten. Perspektivisch kann er repetitive Aufgaben übernehmen, etwa das Durchführen von Prüfläufen sowie das Erstellen von Stücklisten, Verbindungslisten und Verdrahtungslisten.
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Damit positioniert Eplan den Copilot nicht als isolierte KI-Funktion, sondern als Assistenzsystem für konkrete Engineering-Abläufe. Die KI soll unterstützen, führen und befähigen, ohne dem Ingenieur Entscheidungen abzunehmen.
KI als neue Schnittstelle zwischen Mensch und Plattform
Der Eplan Copilot fungiert als neue Interface-Ebene zwischen Mensch und Plattform. Er führt Wissen, Funktionen und reale Anwendungen zusammen und agiert als „Co-Thinking Partner“.
Ein Beispiel für den praktischen Nutzen ist der Artikelverwendungsnachweis. Möchte ein Konstrukteur wissen, in welchen Projekten ein Produkt oder eine Komponente verwendet wurde, reicht die Eingabe der Artikelnummer. Die KI durchsucht in der Cloud die Projekte und liefert direkte Links zu den Projektseiten, auf denen die Artikel verwendet werden.
Auch die Live-Demo auf der Eplan Next26 griff diesen Anwendungsfall auf. Dort wurde der Copilot direkt in der Eplan-Plattform gezeigt. Anwender können ihm Fragen stellen wie: „Wie übersetze ich mein Projekt ins Deutsche?“. Der Copilot liefert daraufhin die passenden Anweisungen und verweist auf die richtigen Einstellungen. Eine weitere Funktion betrifft die Suche nach Bauteilen: „In welchen Projekten habe ich diese Artikelnummer schon einmal verwendet?“.
Der angestrebte Arbeitsmodus soll Orientierung und Vereinfachung schaffen, nicht zusätzliche Komplexität. Eplan zufolge steht nicht der schnelle Effekt im Vordergrund, sondern der nachhaltige Mehrwert. Die Lösung soll bereits produktiv einsetzbar und zugleich auf langfristige Weiterentwicklung ausgelegt sein.
Technologisch setzt Eplan beim Copilot auf Skalierbarkeit und Integration. Anders als isolierte KI-Funktionen einzelner Tools ist der Copilot auch als zentraler Cloud-Service nutzbar. Perspektivisch können dadurch auch Daten von Kunden oder Partnern integriert werden, wie auf der Eplan Next26 am Beispiel von Rittal vorgestellt wurde.
Zugleich soll der Copilot schrittweise das gesamte Eplan Ökosystem einbinden: Vom Data Portal über Cloud-Services bis zu projektbezogenen Anwendungen. Der Datensicherheit schenkt Eplan dabei besondere Aufmerksamkeit.
Nach Unternehmensangaben wird nicht nur der Übertragungsweg aus der lokalen Kundenumgebung zur KI verschlüsselt. Auch die Cloud selbst erfüllt hohe Sicherheitskriterien.
Welche Perspektive Eplan für KI im Engineering sieht
Eplan verbindet den Copilot mit dem Anspruch, Verlässlichkeit und Sicherheit auch in der KI-gestützten Engineering-Software abzubilden. Unternehmen sollen dadurch befähigt werden, einen höheren Kundennutzen aus der Software zu ziehen.
Die Wissensbasis des Copilot soll kontinuierlich erweitert werden. Gleichzeitig ist ein fortlaufender Zuwachs an Skills vorgesehen. Damit soll sich der Copilot nach Unternehmensangaben mit der Zeit stärker in Richtung Pilot entwickeln.
Die langfristige Vision ist bereits formuliert: vom automatisierten zum autonomen Engineering. Der Eplan Copilot markiert laut Unternehmen dafür einen Schritt hin zu einer KI-Assistenz, die Engineering-Wissen, Plattformfunktionen und konkrete Arbeitsabläufe enger miteinander verbindet.
FAQ: Eplan Copilot im Engineering
• Was ist der Eplan Copilot? – Der Eplan Copilot ist eine KI-gestützte Assistenz, die Engineering-Wissen, Plattformfunktionen und konkrete Aufgaben in einem Dialog verbindet.
• Wann wird der Eplan Copilot gelauncht? – Der Eplan Copilot wird im Rahmen der Eplan Next26 in München gelauncht.
• Wie unterstützt der Eplan Copilot Anwender im Engineering? – Der Eplan Copilot liefert kontextbezogene Antworten, Handlungsempfehlungen und schrittweise Anleitungen in natürlicher Sprache.
• Warum ist die Datenbasis beim Eplan Copilot wichtig? – Der Eplan Copilot basiert auf einer konsistenten, strukturierten und geprüften Datenbasis und soll dadurch verlässliche Informationen liefern.
• Welche Rolle spielt Cloud-Sicherheit beim Eplan Copilot? – Der Eplan Copilot ist als Cloud-Service nutzbar; Übertragung und Cloud-Infrastruktur werden laut Eplan durch Sicherheitsmaßnahmen und Zertifizierungen abgesichert.