Messtechnik von Blum überwacht bei Amphenol kleinste Bohrer und hochpräzise Zerspanungsprozesse. Damit sichert der Hersteller die Fertigung faseroptischer Verbindungstechnik.
Theo DrechselTheoDrechsel
Amphenol fertigt hochpräzise Steckverbinder für Lichtwellenleiter.Blum Novotest
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Summary: Amphenol Precision Optics fertigt in Sinn-Fleisbach hochpräzise Komponenten für Lichtwellenleiter und setzt dabei Messtechnik von Blum ein. Werkzeugtaster und Lasermesssysteme kontrollieren Bruch, Verschleiß und Werkzeugabmessungen im laufenden Fertigungsprozess. Die Systeme sollen eine gleichbleibende Qualität sichern und künftig auch in einer neuen automatisierten Mikropräzisions-Fräszelle eingesetzt werden.
Das Lasermesssystem Micro Compact NT wird auf einer Maschine von Fehlmann eingesetzt.Blum Novotest
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Bei faseroptischen Komponenten der Amphenol Precision Optics
GmbH entscheidet die Genauigkeit der Bauteile über die Übertragungsleistung. In
den Steckverbindern müssen die Enden zweier jeweils neun Mikrometer dicker
Lichtwellenleiter exakt aufeinandertreffen. Nur dann lässt sich die volle
Leistung der optischen Verbindung erreichen.
Für die präzise Positionierung der Lichtwellenleiter ist in
den Steckverbindern eine rund 20 mm lange Metallferrule eingelassen. Sie
umfasst die Faser und hält sie in der vorgesehenen Position. Die zylindrische
Ferrule besitzt einen Außendurchmesser von 3 mm. In das Bauteil wird zentrisch
eine Bohrung mit einem Durchmesser zwischen 50 und 620 Mikrometern eingebracht.
Die zulässige Abweichung von der Mitte liegt unter 10 Mikrometern.
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„Der Durchmesser der Bohrung entspricht der Dicke der Faser
plus 5 Mikrometern, damit die Fasern eingeführt werden können“, erläutert
Christoph Werner, technischer Leiter und Prokurist bei Amphenol Precision
Optics. „Wir haben Serienstecker, aber eben auch welche für Sonderfasern,
dementsprechend viele dieser hochfeinen Bohrer haben wir im Vorrat. Im
meistvertretenen Bereich zwischen 100 und 200 Mikrometern haben wir alle
Bohrerabstufungen da.“
Die eingesetzten Mikrobohrer sind selbst hochpräzise
Werkzeuge. Sie kosten nach Angaben des Unternehmens zwischen 60 und 70 EUR pro
Stück und weisen eine Toleranz von bis zu ± 2 Mikrometern auf.
Messtechnik überwacht filigrane Werkzeuge
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Bei automatisierten Zerspanungsprozessen ist die Kontrolle
dieser empfindlichen Bohrer besonders wichtig. Ein unerkannter Werkzeugbruch
könnte die Fertigung beeinträchtigen und die Qualität der Bauteile gefährden.
Deshalb kontrollieren kompakte Werkzeugtaster des Typs Z-Pico von Blum die
Werkzeuge auf den Drehzentren von Amphenol.
Der Z-Pico arbeitet mit einer Linearführung und ist dadurch
frei von Querkräften. Das System eignet sich nach Angaben des Herstellers für
die Messung kleiner, empfindlicher oder langer Werkzeuge. Abhängig von
Werkzeuggeometrie und Material können Werkzeuge ab einem Durchmesser von 0,05
mm gemessen werden.
Auch in den Fräszentren nutzt Amphenol weitere Messtechnik
von Blum. Der Messtaster TC52 übernimmt die Nullpunkterfassung am Werkstück.
Lasermesssysteme der Typen Nano NT und Micro Compact NT dienen zur initialen
Werkzeugvermessung sowie zur Bruch- und Verschleißkontrolle.
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Die Überwachung des Werkzeugverschleißes besitzt dabei eine
besondere Bedeutung. Der Fertigungsprozess ist zwar stabil und reproduzierbar,
sodass sich der Verschleiß grundsätzlich abschätzen lässt. Dennoch schafft die
kontinuierliche Kontrolle zusätzliche Sicherheit für die Fertigung.
Wie werden 440 Mikrobohrungen pro Array kontrolliert?
Zu den Aufträgen von Amphenol gehört die Bearbeitung
sogenannter Fiber Arrays. Auf einer Stirnfläche von 10 x 10 mm werden dabei 440
Bohrungen eingebracht. Der verwendete Bohrer besitzt einen Durchmesser von 420
Mikrometern. Die Durchmessertoleranz beträgt ± 5 Mikrometer.
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Die Amphenol Precision Optics GmbH setzt Messtechnik von Blum für die automatisierte
Prozessüberwachung in den Dreh- und Fräszentren ein. Mit dem sehr kompakten Werkzeug-Messtaster ZPico
führen die Experten eine schnelle Werkzeugbruchkontrolle von sehr filigranen Werkzeugen durch.Blum Novotest
In einer Aufspannung können am Standort Sinn-Fleisbach bis
zu vier Arrays gleichzeitig auf der Maschine bearbeitet werden. Der Prozess
dauert fünf bis sechs Stunden. Entsprechend wichtig ist es, den
Bohrerdurchmesser und den Werkzeugverschleiß während der Bearbeitung
zuverlässig zu überwachen.
Die Lasermesssysteme von Blum kontrollieren die Werkzeuge
schnell und bei Bearbeitungsdrehzahl. Dadurch lässt sich der Zustand der
eingesetzten Mikrobohrer effizient prüfen, ohne den Fertigungsprozess unnötig
zu unterbrechen.
Fiber Arrays werden unter anderem in astronomischen
Instrumenten eingesetzt. Glasfasern werden in die Arrays eingebracht und
fixiert, bevor die Komponenten in Teleskopen verbaut werden. Dort ermöglichen
die Fasern die präzise Erfassung des Lichts von Himmelsobjekten und dessen
verlustarme Weiterleitung an Spektrografen.
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Auf Seite 2 der Pressemitteilung ist ein Fiber Array mit
einer Stirnfläche von 10 x 10 mm abgebildet, auf der 440 Bohrungen angeordnet
sind. Weitere Aufnahmen zeigen den Z-Pico bei der Werkzeugkontrolle sowie ein
Fräszentrum mit einem Blum-Lasermesssystem.
Automatisierung erhöht die Anforderungen
Die Toleranzen in der Fertigung werden nach Angaben von
Amphenol enger, während die Anforderungen der Kunden steigen. Teilweise werden
Bauteile unter dem Mikroskop auf Verschmutzungen untersucht. Gleichzeitig
sollen kontinuierliche Verbesserungen und eine stärkere Automatisierung eine
wirtschaftliche Produktion ermöglichen.
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Unter diesen Bedingungen sind zuverlässige Messsysteme ein
zentraler Bestandteil der Qualitätssicherung. Die Messtaster und
Lasermesssysteme kontrollieren die Werkzeuge sowohl bei der Bearbeitung unter
Öl in den Fräszentren als auch unter Kühlschmiermittel auf den
Langdrehmaschinen.
„Wir können ohne die Messsysteme nicht produzieren – die
Blum-Produkte funktionieren einfach, egal ob wir wie auf den Fräszentren unter
Öl arbeiten oder wie auf den Langdrehern unter Kühlschmiermittel. Wir haben
einen Z-Pico auf einer Maschine seit 2011 im Einsatz und messen nach jeder
Mikrobohrung, der Werkzeugtaster funktioniert immer noch wie am ersten Tag“,
zieht Christoph Werner ein positives Fazit.
Auch ein Lasermesssystem auf einem Fräszentrum ist laut
Werner bereits seit vielen Jahren im Einsatz. „Auf einem Fräszentrum läuft ein
Lasermesssystem sogar seit 2003, das ist ebenfalls noch das erste System.
Deshalb ist Blum bei neuen Projekten gesetzt – gerade sind wir dabei, eine neue
automatisierte Mikropräzisions-Fräszelle zu kaufen, da kommen ein
Lasermesssystem LC54-DIGILOG und ein Messtaster TC52 rein und die Software
LC-VISION drauf.“
Welche Messtechnik ist für die neue Fräszelle vorgesehen?
Die Messsysteme sind widrigsten Bedingungen ausgesetzt und funktionieren trotz dauerhaftem
Einfluss von Öl und Kühlmittel über viele Jahre hinweg.Blum Novotest
Für die geplante automatisierte Mikropräzisions-Fräszelle
setzt Amphenol erneut auf Messtechnik von Blum. Vorgesehen sind ein
Lasermesssystem LC54-DIGILOG, ein Messtaster TC52 und die Software LC-VISION.
Die neue Ausstattung soll die automatisierte
Werkzeugkontrolle und die präzise Fertigung kleinster Bauteile unterstützen.
Die Entscheidung knüpft an die bisherigen Erfahrungen des Unternehmens mit den
bereits eingesetzten Werkzeugtastern und Lasermesssystemen an.
Amphenol Precision Optics produziert faseroptische
Komponenten für Anwendungen in der Medizintechnik, im Bereich Defense sowie für
die Datenübertragung in Infrastruktur und Sensorik. Das Unternehmen wurde 1972
gegründet und nahm 1987, damals noch unter dem Namen Euromicron Werkzeuge GmbH,
die Produktion faseroptischer Komponenten auf.
Zunächst fertigte das Unternehmen Standardsteckverbinder der
EST- und SC-Familie. Mit dem steigenden Bedarf an Präzisionsteilen für
Lichtwellenleiter-Verbindungen entwickelte sich der Betrieb zu einem
spezialisierten Hersteller der LWL-Branche. Heute beschäftigt Amphenol
Precision Optics 55 Mitarbeiter und zählt der Mitteilung zufolge zu den
führenden Anbietern faseroptischer Verbindungstechnik in Europa.
Die Informationen stammen aus einer gemeinsamen
Pressemitteilung von Blum-Novotest und der betreuenden PR-Agentur.
FAQ zur Messtechnik für Mikrobohrungen
Warum ist Messtechnik bei Mikrobohrungen wichtig? – Sie
erkennt Werkzeugbruch und Verschleiß und unterstützt die Einhaltung enger
Toleranzen bei der Fertigung faseroptischer Komponenten.
Welche Messtechnik setzt Amphenol ein? – Zum Einsatz
kommen unter anderem der Werkzeugtaster Z-Pico, der Messtaster TC52 sowie
Lasermesssysteme der Typen Nano NT und Micro Compact NT.
Welche Werkzeuggrößen kann die Messtechnik kontrollieren?
– Der Z-Pico kann abhängig von Geometrie und Material Werkzeuge ab einem
Durchmesser von 0,05 mm messen.
Wie unterstützt Messtechnik die Fertigung von Fiber
Arrays? – Sie überwacht Bohrerdurchmesser, Werkzeugbruch und Verschleiß während
der mehrstündigen Bearbeitung von bis zu vier Arrays in einer Aufspannung.
Welche Messtechnik ist für die neue Fräszelle geplant? –
Vorgesehen sind ein Lasermesssystem LC54-DIGILOG, ein Messtaster TC52 und die
Software LC-VISION.